Kunstschule will aus Kapuziner raus

9. März 2012

Das ging aber schnell. Jetzt will schon der erste echte Mieter wieder raus aus dem Kapuziner: die Kunstschule Hohenstein! Es kommt, wie schon lang prophezeit, der Kapuziner wird ein Millionenloch mit der Zeit. Der Text aus dem Bote unten im Kommentar.

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6 Antworten to “Kunstschule will aus Kapuziner raus”

  1. schantle Says:

    Kunstschule verlässt den Kapuziner

    Schwarzwälder-Bote, vom 09.03.2012 04:20 Uhr
    Anja Schmidt

    Rottweil. Elke Becker verlässt mit ihrer „Kunstschule Hohenstein“ den Kapuziner. Die Nebenkosten sind für das Privatunternehmen nicht finanzierbar. Becker hat ihren Vertrag mit der Stadt bereits gekündigt.

    Die Kunstschule ist im zweiten Stock des sanierten Gebäudes untergebracht. Holzbalken, schräge Wände und die großzügige Dachterrasse schienen wie geschaffen für die künstlerische Atmosphäre der Schule. Doch es gibt Probleme.

    Seit elf Jahren existiert die Kunstschule. Und zwar so gut, dass Zuschüsse nie notwendig gewesen seien. Doch die „immens hohen“ Nebenkosten im Kapuziner würden ihr nun das Genick brechen. „Auf Dauer kann die Schule das nicht leisten“, sagt Elke Becker. Vorhersehbar seien die hohen Kosten für sie nicht gewesen. „Der Kapuziner ist doch quasi ein Neubau. Ich hätte nie erwartet, dass er sich als Energieschleuder herausstellt“, sagt Becker. Vor allem die Heizungskosten seien exorbitant, aber auch für den Strom müsse man tief in die Tasche greifen. Fast den ganzen Tag brenne im Haus das Licht.

    Vertraglich habe sie 20 Prozent der Stromkosten des Hauses übernommen, wie auch die Betriebskosten und Versicherungen. Weitere 50 Prozent verlange die Stadt für die Begrünung der Dachterrasse. Geweigert habe sie sich bislang, auch noch 20 Prozent für Renovierungsarbeiten im Haus zu leisten.

    Den Mietvertrag mit der Stadt habe sie zwar unterschrieben, sagt Becker. Doch es sei ihr auch nichts anderes übrig geblieben. Als die Stadt vor vier Jahren das Interesse für den Kapuziner bei ihr weckte, wurde ihr auch ein Vertragsentwurf vorgelegt. Ihre Änderungswünsche würden berücksichtigt, sei ihr versichert worden. Doch als ihr der Mietvertrag ein Monat vor Einzug im Januar 2011 zuging, sei von Änderungen nicht mehr die Rede gewesen. „Ich konnte nicht mehr zurück. Die Atelierräume im Mokerareal hatte ich bereits gekündigt.“

    Glücklich war sie daher von Anfang an nicht. Auch weil ihr zugemutet wurde, noch in eine „Baustelle“ einzuziehen. „Anfangs hatten wir im Unterricht weder Wasser noch Strom.“ Als im September dann die erste Nebenkostenabrechnung einging, dachte sie nur: „So schnell wie möglich raus hier.“

    Doch wohin? In ihrem ersten Domizil im Hofgut Hohenstein bei Dietingen ist zwar ihr privates Atelier untergebracht, doch es gebe nicht genügend Raum für die gut besuchte Schule. Ein 700 Quadratmeter großes Grundstück besitzt die Familie Becker hingegen in Villingendorf. Ein Flächennutzungsplan weist das Gelände zwar als Baugrundstück aus, es fehlte bislang ein Bebauungsplan. Doch die Gemeinde fackelte nicht lange. In jüngster Sitzung wurde das Verfahren in Gang gesetzt und der Aufstellungsbeschluss gefasst.

    Im geplanten Neubau sollen zwei gleich große Atelierräume im Erdgeschoss und ein weiterer im zweiten Geschoss eingerichtet werden. „Auch mit den Nachbarn werde man sich sicher einig“, sagt Becker mit Blick auf die Privatstraße, die als Zugangsstraße geplant ist.

    Die Stadtverwaltung Rottweil geht indes noch davon aus, mit Elke Becker über die Fortsetzung des Mietvertrags verhandeln zu können. Eine Nachfolgeregelung stehe noch nicht zur Diskussion, äußerte deren Sprecher, Tobias Hermann.

    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-kunstschule-verlaesst-den-kapuziner.366e4c41-c423-4052-a266-acb9c48b55f7.html

  2. Name Says:

    Die Dame heißt übrigens Bäcker. Mit ä.

  3. Rathaus Says:

    Das ist kompletter Unsinn. Nicht nur, dass die Becker eigentlich Bäcker heißt – sie erzählt auch die Unwahrheit. Hier ist der Bote übel verschaukelt worden. Wie ich höre, hat die Stadt beteits eine Richtigstellung verschickt. Danach ist nichts wahr an den Aussagen der Kunstschuleleiterin.

  4. Helvetia Says:

    Haha – was is denn das für Kasperle-Theater?

  5. schantle Says:

    Ja, was da nun wahr ist oder nicht, das ist eine Sache, aber dass sie rausgeht. wird doch wohl stimmen, und das ist wichtig, denn dann sind die Räume leer, und wer geht dann rein??


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