Zepfenhan erstes grünes Öko-Dorf im Ländle!

1. April 2015

Rottweil. Verkehrsminister Hermann (Grüne) wurde gestern in Zepfenhan, Kreis Rottweil, durch einen Beschluß des dortigen Ortschaftsrats, das erste Ökodorf im Ländle werden zu wollen, freudig überrascht. Was jetzt in Zepfenhan alles kommen wird:

Zepfenhan macht alle Straßen nach außen dicht, auch der internationale Flugplatz Rottweil-Zepfenhan wird geschlossen, und es kommt ein großer Schafstall rein.

Verkehr aller Art mit der Außenwelt ist nicht erwünscht. Zepfenhan bleibt unter sich. Alle Laster, Autos, Roller, Motorräder usw. sind verboten. In Zepfenhan sind nur noch nachhaltig per pedes getretene Fahrräder erlaubt, ober man geht zu Fuß. Rollator und Rollstühle sind natürlich auch okay.

Die Stromleitungen zur ENRW werden gekappt. Internet braucht man nicht mehr. Erlaubt sind Solardächer, Biogas dezentral im eigenen Abort, Holzheizungen und eigene Windrädle auf dem Dach. Außerdem stellt die Gemeinde mit Landeszuschüssen eine 300 Meter hohe Windturbine auf den Oachenberg (Eichenberg).

Zepfenhan wird total autark. Alles, was es zu essen gibt, wird selber angebaut: Krummbieren (Kartoffeln), Haber (Hafer), Treibele (Johannisbeeren) und so weiter. Sauen, Kühe, Hasen und Hühner dürfen ökologisch gehalten werden, im Bitzwäldle werden Beeren gesammelt und Wildsauen mit Pfeil und Bogen gejagt.

Einziges Problem, wo man so schnell nicht alles selber machen kann, sind Kleider und Schuhe. Dazu dürfen einmal im Jahr der Dritte-Welt-Laden und die Arbeiterwohlfahrt nach Zepfenhan kommen und Kleider spenden. Man denkt auch an Tauschhandel. Langfristig wird man aber in Zepfenhan Bären-, Fuchs- und Wolfsfelle tragen, Pullover und Socken sind aus eigenen Schafen gestrickt, Schuhe und Sandalen aus Zepfenhaner Kuhleder.

Es ist dem Ortschaftsrat klar, dass nicht alle jetzigen Einwohner unter den neuen Umständen bleiben wollen, aber man denkt an einen größeren Bevölkerungs- und Häusertausch.

So haben mehrere Neukircher, denen es dort zu laut ist, wie der Plattenleger Baur und die Göckele-Maiers, schon den Umzugs-Leiterkarren bestellt. Aus Rottweil kommen die Geigenlehrerin Ute Bott und der Nowack, die den Turm nicht sehen wollen, der Burger Maxe und andere Grüne. Frank Sucker, der neue grüne Sprecher, wird sein dreistöckiges Haus in der Konrad-Witz-Straße gegen einen großen Zepfenhaner Bauernhof tauschen. Damit gehe für ihn ein Traum in Erfüllung.

Im übrigen soll es in Zepfenhan ruhig sein. Leise Geige spielen darf die Bott, wenn sie Schallschutzfenster einbaut, aber öffentliche Blasmusik ist verboten, denn die Gelbbauchunken im Bitzwald (früher Bitzwäldle) müssen ihre Ruhe haben. Selbstverständlich sind auch Motorsägen, Laubbläser und Motorrasenmäher unmöglich, denn es wird in Zepfenhan kein Benzin, keinen Diesel und kein Öl (außer Nähmaschinenöl) mehr geben.

Weitere ökototale und ökoradikale Maßnahmen werden im Lauf der Zeit vom Ortschaftsrat bekanntgegeben. Vom Kreis Rottweil will man aber weg, Zepfenhan wird von der Landkarte verschwinden und selbständig sein. Fahrradminister Hermann war gestern überglücklich und will auch nach Zepfenhan ziehen, wenn er nächstes Jahr abgewählt wird!

Kommentar: Ich wünsche den Zepfenhanern aus vollem Herzen viel Erfolg, denn ich bin froh, wenn ich in Rottweil endlich keine Grünen mehr sehe!

2 Antworten to “Zepfenhan erstes grünes Öko-Dorf im Ländle!”

  1. Erzengel Says:

    Schantle es gibt auch einige die genauso denken wie du !!!


Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: