Max-, statt Otto-Burger-Passage

5. Mai 2015

max-burger-passage

Rottweil. Forum für Rottweil, Grüne und Piraten wollen die Otto-Burger-Passage in Max-Burger-Passage umbenennen. Gestaltung siehe Foto!

Man kann diese Idee nur begrüßen, denn wenn auch der letzte Begriffstutzige in zehn Jahren endlich gemerkt hat, dass alles Grüne Schwindel ist und war, ist endlich Platz für einen unstreitig verdienten Bürger. Vorschlag: Ronnes-Schantle-Passage. An Fasnet lauf ich dann als einiger da durch! Hier der ex-grüne Ex-Pirat, verdiente Widerstandskämpfer und rote Antifant Tobias Raff dazu:

Rottweil in diffusem Licht
Betrifft: Kommentar »Ungutes Gefühle« vom 4. Mai

Der Gemeinderat Rottweil hat sich also nun in denkbar knapper und demokratischer Entscheidung dazu durchgerungen, die Otto-Burger-Passage nicht umbenennen zu lassen. Das kann man erstmal so hinnehmen. Ob Otto Burger nun ein Nazi war oder nicht, allein schon die Hinweise von Herrn Klein und der dadurch entstandene bloße Verdacht reichen aus, um die Gemeinderatsentscheidung dennoch in einem für Rottweil ganz diffusen Licht erscheinen zu lassen. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob jemand »nur« Mitläufer war oder Überzeugungstäter, Namen von lokalen Größen des Dritten Reichs sollten 70 Jahre nach Kriegsende an keiner Straße oder Passage mehr hängen.

Unverständlich und zugleich aber aussagekräftig ist der gequälte Umgang des Rottweiler Gemeinderats mit dem Thema dennoch. Dabei wäre es mit einem Kompromiss so leicht gewesen. Man hätte ja nur den Vornamen beispielsweise in »Ham« oder »Max« ändern müssen. In beiden Fällen hätte man dann entweder eine wunderschöne deutsche Großstadt oder einen verdienten früheren Lokalpolitiker geehrt. Politik könnte so leicht sein. Wie dem auch sei. Demokratische Entscheidungen sind in sich nicht immer schlüssig, und nirgendwo steht, dass man diese akzeptieren muss.

Tobias Raffnix, Rottweil

Leserbrief SchwaBo heute! Raff hat noch vergessen, dass Max Burger Hauptgefreiter zur See der Reserve ist und auch in Eschbronn Bürgermeister werden wollte, nicht bloß in Rottweil. Selbstverständlich war Burger auch gegen Knast und Rottweil Turm und Stuttgart 21 (guck da). Eine Passage wäre da sicher angemessen!

2 Antworten to “Max-, statt Otto-Burger-Passage”

  1. Vierteleschlotzer Says:

    wenn scho, dann: Peter Seemann Passage


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