Der „Bio“-Knast kommt!

12. August 2015

(deaew – Rottweil-Esch) Die Justizvollzugsanstalt Rottweil-Esch gibt: „… eine … JVA (welche) landschaftlich integrieren lässt.
Das betont Landschaftsplaner Johann Senner, Büroinhaber von Planstatt Senner mit Hauptsitz in Überlingen, bei einem Vor-Ort-Termin gestern Nachmittag, an dem auch Bürk und Lothar Huber, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung, teilnehmen. …

Der Turm gilt indes, trotz mancher Kritik, als Paradebeispiel dafür, dass in der ältesten Stadt im Land, zukunftsweisende Projekte – zumal in dieser Größe – eine Chance haben. Das bedeutet andererseits: Senner kennt sich in und rund um Rottweil aus. Er weiß, wovon er spricht. Er ist überzeugt, dass sich ein möglicherweise drei- bis viergeschossiges Gefängnis am Standort Esch landschaftlich eingliedern lasse.

Die Topografie mit dem nach Süden hin um 24 Meter abfallenden Gelände sei günstig, um mit geringfügigen Eingriffen beispielsweise die Blickbeziehungen von Dietingen aus auf das Gebiet, oder vom Radweg aus in Richtung Schwäbische Alb nicht zu stören. Zudem weist Senner auf den bereits genannten Architektenwettbewerb hin.

„Das ist ein Glücksfall“, sagt der Experte. Damit schaffe man maximale Transparenz bei maximaler Qualität. Insgesamt erhoffen sich alle drei, dass mit der neuen Vollzugsanstalt für 400 Häftlinge Rottweil ein weiteres Vorzeigeprojekt gelingen und wiederum Wegweisendes schaffen werde. Dieses Mal auf dem Feld des humanen Vollzugs.“

Quelle:
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-jva-im-esch-passt-laut-architekt-ins-umfeld.7237053f-48be-4b6c-8352-f366b5b73921.html

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32 Antworten to “Der „Bio“-Knast kommt!”

  1. Friederika Says:

    In einem „Bio“-Knast stehen wohl auch Löwenzahn- und Brennnesselsalat, Bärlauchsuppe und Wurstbrote garniert mit Ringelblumen, Gänseblümchen auf dem Speisenplan. 😉

  2. support Says:

    Einfach ein Tarnnetz über die gesamte Anlage ziehen…

    a. Entschärfende Signatur
    b. Kein Drohnen-Schmuggel Einsatz möglich!
    c. Spart dem Steuerzahler richtig viel Geld!

    PS: Wie hoch ist das Preisgeld für den Architektenwettbewerb?

  3. Friederika Says:

    Friederikas Logik: In einer Vorzeige-JVA werden wohl nur Häftlinge einsitzen, die wegen „guter Führung“ kurz vor ihrer Entlassung stehen.

  4. support Says:

    Aber nicht die 100 Haftplätze für Abschiebe-Häftlinge vergessen!

  5. dearw Says:

    Preisgeld? k. A. – bestimmt das Land

  6. support Says:

    Diese Anlage kann man auch unterirdisch bauen, darüber noch paar Windmühlen und den Rest mit Photovoltaik zupflastern, ja so gefällt das dann jedem Gr. :mrgreen:

  7. support Says:

    Die Windmühlen könnten die Häftlinge bei Windflaute locker mittels Fahrrad-Generator bzw. Hamster-Rad am Rotationsleben zur Vermeidung von Korrosionsschäden, erhalten und in der Nacht das Licht der Beleuchtung, Suchscheinwerfer usw. Fremdbeleuchtung mittels Handspiegel die Photovoltaik speisen, die Anlage wäre sicherlich hocheffizient, oder?

    @dearw
    Frage mal nach wie hoch das Preisgeld ist, die Auschreibung ist ja sicherlich EU-weit? Donkschee^^

  8. dearw Says:

    Bitte mich nach meinem Urlaub nochmals daran erinnern!

  9. Pegasus Says:

    Diese sogenannten Experten kenne ich durch unsere tägliche Lügenpresse zur genüge. Ist der Fall nicht so eingetreten wie die Experten felsenfest im Vorfeld behauptet haben, dann verschwinden sie in der Versenkung und lassen sich lange Zeit nicht mehr blicken, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Außerdem hat dearw in einem anderen Kommentar behauptet das Rottweil bereits eine Gefängnisstadt wäre. Nur ein kleines Problem, kein normaler Mensch vergleicht ein Kleingefängnis mit ein paar Häftlingen mit einem Großgefängnis mit 500 Haftplätzen!

  10. support Says:

    @dearw

    Gerne, dein Urlaub geht aber bestimmt länger, wo biste denn gerade? Also Südfrankreich solltest meiden, da klaut man schon seit Jahren den Wohnwagen samt Insassen 😉

    Fährst besser weiter nach Dalmatien und verweist auf Crna Legija, dann hast da richtig Deine Ruhe, good chilling^^

  11. dearw Says:

    nein, mein Sommerurlaub geht nur 10 Tage und dann nochmals 5 am Ende der Schulferien – derzeit bin ich in Rottweil.

  12. support Says:

    Ürks, laut der NRWZ doch über 100Tage im Jahr…

    Bester Beweis für Lügenpresse 😀

  13. support Says:

    @Friederika-

    Donkschee, so nun gibt es wilde King Prawns (no aquakultur) in Knoblauch-Butter mit Dattel-Tomätchen ausm Backöfeli und richtig strengem echt Bio deutschem Kartoffelsalat, verfeinert mit schwarzwälder Bauchspeck, zuvor natürlich geröstet^^ und bei Dir?

    Hat dies auf dearw rebloggt.

  14. dearw Says:

    @support; „100 Tage ab 2016“ – und, wenn ein Notdienstleistungsunternehmer sagt: 100 Tage Urlaub/Jahr bedeutet das, er arbeitet immer noch 265 Tage/Jahr (ein/e durchschnittliche/r Arbeitnehmer/in 220)

  15. support Says:

    @dearw

    Schön, ich gönne Dir das… Heutzutage bekommt man schnell mal ein burnout oder ein Laster für Süchte, recht hast!

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.ergebnis-des-alkoholtests-pohl-bei-suff-fahrt-absolut-fahruntauglich.af9ee47e-219e-45f7-9e8c-a74389fc51ab.html

  16. Bergbewohner Says:

    Ein idealer Standort für das neue blogger-Gefängnis. Von dort aus können die Schreibhelden ihre würzigen Texte dereinst aus dem Fenster schubsen. Bei guter Thermik mögen die auch weit ins Neckartal hinunterfliegen.

  17. RW-Biker Says:

    Off-topic: Das Netz an der Hochbrücke bringt’s ja voll. Scheint so, als ob das Geld für das Fangnetz umsonst ausgegeben worden ist. Jedenfalls war heute gegen Mittag dort volles Programm mit Polizeiabsperrungen, Krankenwagen im Graben etc. Von den zahllosen Gaffern mal ganz abgesehen.
    Sorry das der Kommentar hier steht, aber dort wo’s passen würde sind die Kommentare schon abgeschaltet.

  18. Schantle Says:

    Kein Problem!
    Unter alte Texte würde ich nix schreiben, denn die liest kaum noch einer.
    Hier ist es sowieso gut, denn dearw ist ja einer der Väter des Netzes!

  19. Friederika Says:

    RW-Biker: Leider wissen wir nicht, wie viele das Fangnetz vor dem Sprung in den Suizid schon abgehalten hat. Werden wir wohl auch niemals erfahren. Sieh es also von der Seite her.

  20. dearw Says:

    seit ca. 45 ein Schnitt über 2/Jahr

  21. support Says:

    Diese Fangnetze schaute ich mir auch schon im Detail an, ist natürlich klar das wenn einer vom Suizid überzeugt ist und da rein springt, leider auch zum nächsten Sprung ansetzt…

    Nächstes Kapitel ist die Umgehungs- und Eschachtal-Brücke!

    Stuttgarter Fernsehturm wurde ja auch mehrfach nach gesichert, trotzdem sprangen immer noch welche.

    Trauriges Kapitel wo der Staat gefordert wäre, nicht mit Netzen, Zäunen mit S-Draht usw. sondern mit mehr Geld im Gesundheits-System insbesondere therapeutischer Hilfe und nicht mittels billigen Chats und Notfallseelsorge via Callcenter, ganz zu Schweigen von psychotherapeutischen Terminen mit einer Wartezeit von -9Monaten!!

  22. Oskar A. Says:

    Laut NRWZ ist der Selbstmörder tatsächlich zuerst im Fangnetz angekommen, hat sich dann aber trotz erheblicher Verletzungen aufgerappelt und ist in einem zweiten Ansatz über das Netz weiter gesprungen. Was ist daran präventiv? Meiner Meinung nach hätte man den erhöhten Schutzzaun auf der Hochbrücke fest installieren lassen, auch wenn es nicht schön aussieht. Auch der Schwabo berichtet heute über den tragischen Vorfall.

    http://www.nrwz.de/aktuelles/tragoedie-an-der-rottweiler-hochbruecke-fangnetz-kann-selbsttoetung-nicht-verhindern/20150813-2222-96389

  23. Oskar A. Says:

    Wie gesagt, ein Schutzzaun hätte mehr zur Suizidprävention beigetragen als das Fangnetz, aber wie gesagt: Schönheit geht vor dem Tod!

  24. Schantle Says:

    Man kann nicht alles verhindern, und die Stadt kann nix dafür, wenn einer springt. Und wie war das eigentlich die vergangenen Jahrhunderte? Wär auch mal interessant.

  25. Oskar A. Says:

    Ich meine, schon von über 100 Toten gehört und gelesen zu haben.

  26. Friederika Says:

    @dearw – 45 wurden abgehalten? Verstehe den Satz nicht.

  27. Oskar A. Says:

    @Friederika

    Ich verstehe den Satz von dearw so: Seit 45 Jahren sind 2 Personen pro Jahr gesprungen. Das wären 90 an Zahl. Das käme eher hin. Soll sich dearw doch selber äußern.

  28. Friederika Says:

    Wenn es nicht die Hochbrücke ist, ist es der Sprung vom Balkon eines Mehrfamilienhauses, eine Kohlenmonoxidvergiftung, Medikamentenüberdosis, Erhängen durch Strick und Aufschneiden der Pulsadern (m. E. die beiden ältesten und bekanntesten Suizidmethoden), die Todesfahrt gegen einen Baum …

    Geschieht der Suizid im stillen Kämmerlein bzw. unter Ausschluss der Öffentlichkeit werden die nächsten Angehörigen nur in den seltesten Fällen den Suizidtod nach draußen dringen lassen. Hier ist dann eher von einem plötzlichen Herzinfarkt o. Ä. die Rede.

    Altersarmut, Existenzängste, Verlust der Realität und Sozialkontakte durch Computerspiele, selbst die beschissenen privaten (nicht die gewerblichen) sozialen Netzwerke werden in den kommenden Jahren die Suizidzahlen ansteigen lassen.

  29. Friederika Says:

    Was ist denn das für eine Seite: Spotted Rottweil?

    https://www.facebook.com/finder.rottweil

    Die ist ja voll krass.


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