Fangnetz an der Hochbrücke sinnlos?

14. August 2015

(dearw – Rottweil) – Mehrere Jahre kämpfte ich darum, dass an die Hochbrücke ein Fangnetz montiert wird. Dies unter anderem deshalb, weil ich als „Nachbar“ regelmässig diese Unglücksfälle mitbekam. Die von mir vorgeschlagene Version war, unterhalb des Brückenüberbaus, verteilt auf die ganze Länge, genügend Haken mit Dübeln einzuschrauben. Links und rechts von der Brücke, sollte in einigen Metern Abstand parallel ein Stahlseil (befestigt mit Mauer- und Erdankern) gespannt werden. Dazwischen schlug ich ein sehr grobmaschiges, leicht durchhängendes Fangnetz aus Kunstfaser vor. Solche Netze werden auf der ganzen Welt für Absicherungen verwendet und gibt es als Meterware in allen Farben. Diese z. B. Polypropylen-Netze halten mindestens 10 Jahre. Danach hätte man dann regelmässig Prüfseile abgeschnitten und zum Test an den Hersteller geschickt. Dieser hätte dann jeweils für weitere Zeiträume die Freigabe erteilt oder den Austausch empfohlen. Ein Ersatznetz hätte dann nur wenige Tausend Euro gekostet und wäre mit einem Hubsteiger austauschbar gewesen. Doch dieser Vorschlag eines („nur“) Handwerksmeisters und akademischen Betriebswirtes scheiterte. Grund für die Ablehnung: „die Ingenieure hätten bei diesem Modell die Sicherheit nicht berechnen können“.

Von Anfang an war klar, dass ein solches Netz nicht jede/n Langzeit-Depressive/n aufhalten können wird, welche/r lange Zeit über Suizid nachdenkt und nur noch die Frage ist: wie und wo. Ziel war es, vor allem die spontanen Selbsttötungen zu reduzieren. Z. B. ein Mensch, welcher in den Kneipen der Innenstadt unterwegs, alkoholisiert und kurz davor in eine für ihn bedrückende Lage geraten ist (Kündigung, geplatzter Kredit, Beziehungskrise …). Kommt eine solche, ich nenne es mal unfachmännisch „Kurzeit-Depression“ mit einem auf dem Weg liegenden und für Selbstmorde bekannten Bauwerk zusammen, so führen möglicherweise Kurzschlussreaktion dazu, die „Gelegenheit“ zu ergreifen. Hätte in diesem Beispiel dieser Mensch die Chance gehabt, „eine Nacht darüber zu schlafen“, wäre er nicht gesprungen. Und, genau dazu soll das Netz dienen, diese Spontan-Selbsttötungen zu verhindern bzw. zu minimieren.

Übrigens an alle Nachahmer; die Höhe vom Fangnetz bis zum Boden reicht  auf  keinen  Fall  für  einen  sicheren  T o d! Viel wahrscheinlicher ist, danach ein Leben lang gelähmt im Rollstuhl zu sitzen!!! Also lieber Werther, überlege es dir gut!

Infolinks zum aktuellen Geschehnis:
NRWZ
Schwarzwälder Bote

29 Antworten to “Fangnetz an der Hochbrücke sinnlos?”

  1. dearw Says:

    Hat dies auf dearw rebloggt.

  2. Friederika Says:

    Wie wäre es mit einer zusätzlichen Videoüberwachung an der Hochbrücke oder akustischen Signalen, sobald jemand auf das Geländer steigt, wie auch immer. Könnte doch auch abschreckend sein.

  3. Schantle Says:

    Dieser eine Fall heißt jetzt nicht, dass gleich noch 100 andere kommen, das ist wahrscheinlich eine Ausnahme!

  4. dearw Says:

    das hoffe ich auch – jedenfalls werde ich jede/n dann in einem erneuten Fall Querschnittsgelähmte/n, nach einem gescheiterten „Sprung“, mit Bild von ihr/ihm im Rollstuhl sitzend und hoffentlich dabei hilflos sabbernd, hier veröffentlichen

  5. Friederika Says:

    @ dearw – Überlege dir das gut! Das liest sich nach einer sadistischen Zurschaustellung!

  6. dearw Says:

    egal wie sich das liest – das Thema berührt mich einfach seit Jahrzehnten emotional sehr stark – es macht sich eh jede/r aus ihrer/seiner Lebenserfahrung ihr/sein eigenes Bild davon, unabhängig davon was ich schreibe bzw. Aussagen will


  7. „…und hoffentlich dabei hilflos sabbernd…“ dearw, du bist ein *****!

  8. Bruddelsack Says:

    Lieber dearw

    Fakt ist doch:
    Suizide hat es schon immer gegeben und wird es immer geben und wird sich auch nie steuern lassen.
    Es wird immer Menschen geben die traumatisiert werden durch das unmittelbare Erlebniss oder die Entdeckung eines Suizides.
    Eine Bahnleiche zu entsorgen ist auch kein feiner Job und da ist der Geruch der Kotze von den Leuten die sich übergeben müssen noch der angenehmere der in der Luft liegt.
    Ein erhängtes Familienmitglied in der Wohnung oder im Haus aufzufinden lässt auch seine Spuren in der Seele des Finders zurück.
    Mit dem Auto in den Gegenverkehr rasen nimmt noch Unschuldige mit in den Tod und hilft vielleicht nur dem Abschlepper einen Auftrag an Land zu ziehen. Ganz zu schweigen wenn ein Einzelner ein Flugzeug in die Alpen jagt. So könnte man unzählige Beispiele aufzeigen dass vielleicht ein Sprung von einer Brücke noch zu den „humansten“ Suiziden gehört. Die die oben an der Brücke stehen und noch runterschauen müssen sollten dabei den Schock ihres Lebens bekommen.
    Wenn Sie dann mit Ihrer immer allwissenden Meinung solch einen Stuss schreiben dann hilft das Keinem weiter. ich weiss nicht, und Sie warscheinlich auch nicht, wieviel Personen hier an der Hochbrücke oder wo auch immer nicht zu Tode gekommen sind und mit schweren körperlichen Schäden weiter leben müssen (teilweise auch gerne wieder leben). Aber diese Leute noch zur Schau stellen wollen, das grenzt für mich an eine Denkweise die eines Stadtrates nicht würdig ist. Dafür sollten Sie sich schämen und sich entschuldigen.
    Und eine Videokamera zu installieren gehört zu den dümmsten Ideen einen Suizid zu verhindern. Da muss sich der Schreiber mal mit dem psychischen Zustand eines akut Suizidgefährdeten auseinandersetzen.
    Es geht den Leuten doch nicht darum einen Suizid zu verhindern, viel eher wollen Sie nicht dass es vor ihren Augen geschieht. Was ich nicht seh (oder weiss) braucht mich auch nicht zu berühren. Gerade dieses ist aber oft die Absicht eines verzweifelten Menschen der einen Selbstmord begeht.
    Und dass dieses Netz an der Hochbrücke rausgeschmiessenes Geld ist habe ich, und auch andere die ich kenne, gesagt als sie die Konstruktion zum ersten Mal gesehen haben.
    Es ist nur eine Frage der Zeit bis sich dies wiederholt.
    Wir sollten eher versuchen eine Gesellschaft zu schaffen in der den Menschen in Notlagen geholfen wird oder es schon gar nicht so weit kommt.
    Aber dies wird ein Wunschdenken bleiben.

  9. Oskar A. Says:

    @dearw

    es ist in diesem Fall ohne Bedeutung, zwischen Langzeit- und Kurzzeit-Depressiven zu unterscheiden. Alle Selbstmordkandidaten müssen abgehalten werden, zu springen. Und im Fall der Hochbrücke wäre ein hoher Schutzzaun die beste suizidpräventive Möglichkeit gewesen, egal wie schön das aussieht. Die Hochbrücke wird stark frequentiert und im Falle eines Fangnetzes kommt es zu erheblichen Verletzungen, wie obiger Fall zeigt. Was macht man mit solchen Fällen, die zwar im Fangnetz landen, aber nicht weiter nach unten springen. Aufwendig bergen muss man alle. Dann müsste man das Fangnetz auch so konstruieren, dass weitere Stürze nach unten nicht mehr möglich sind. Also Fangnetz mit Zaunkonstruktion? Wahrscheinlich technisch kaum machbar. Dann lieber gleich einen Schutzzaun!
    Und bei einem Akut-Selbstmordgefährdeten ist auch nicht garantiert, dass er/sie aus dem Netz weiter nach unten springt.

  10. Vobafenstergugger Says:

    Was Herr Albrecht hier schreibt ist drastisch. Dennoch ist gut und wichtig. Die Zeitungen beachten die Presseregeln zum Werther-Effekt nicht. Im Gegenteil. Sie geben Freitodwilligen noch eine detaillierte Anleitung wie es funktioniert. Es ins Netz, dann weiter, dann bist du tot. Genau diesen Eindruck bekämpft der Urlaubsstadtrat mit seinen sachlich richtigen Abschreckungsaussagen.

  11. Oskar A. Says:

    Bruddelsack kann ich nur recht geben. Eine Selbsttötung trotz Fangnetz ist ein Fall zu viel. Rausgeschmissenes Geld. Wiederholung möglich. Wer Selbstmord machen will, lässt sich durch solch eine Konstruktion nicht davon abhalten.

  12. support Says:

    Wie viele Sprünge soll das Netz eigentlich aushalten?

    Das sollte doch wie z. B. ein Bungee-, Kletter-, Kran-Seil bzw. Sprungtuch, Dachdecker-Netz usw. laut bestehenden Sicherheitsvorgaben irgendwann gewechselt werden zumal auch die Witterung jedem Material auch ohne Benutzung bzw. Belastung zusetzt…

  13. Oskar A. Says:

    Apropos Werther-Effekt: Es ist schwierig, da richtig zu handeln. Schreibt die Presse nicht ausführlich, verschweigt sie vermutlich etwas, schreiben die Lokalblätter zu konkret, dann ist das (hoffentlich nicht) eine Bedienungsanleitung für den nächsten Suizidfall.

  14. Friederika Says:

    @ Bruddelsack – In manchen psychiatrischen Kliniken werden akut gefährdete Patienten mit Videokamera überwacht. Ob eine Kamera nun datenschutzrechtlich zulässig ist oder nicht, das Wohl des Patienten steht im Vordergrund. So kam der Gedanke mit der Kamera an der Hochbrücke auf.
    Oder angenommen, es springt jemand nachts, prallt mit dem Körper auf dem Fangnetz auf, bleibt liegen und fällt ins Koma. Dann bleibt er solange liegen, bis ihn morgens jemand entdeckt? Schon allein deswegen wäre eine Kamera vonnöten.

  15. Dr.med.Wurst Says:

    Wer es drauf anlegt wird seinem Leben ein Ende bereiten. Die Konstruktion, wie sie an der Brücke vorliegt, war von Anfang an für den Arsch und das habe ich auch jeden der es hören wollte gesagt. Wollte nur niemand!

    Drei klare Schwachpunkte:

    1) Die Seiten sind zu weit offen

    2) Der Winkel der Ausleger müsste steiler sein, damit ein „Überkrabbeln“ zum Rand und erneuter Absprung nicht mehr möglich ist bzw. das Netz müsste elastisch sein und den Suizidalen beim Auffangen umhüllen

    3) Man hätte einfach einfach das bestehend Gitter komplette durch eine aestehtisch ansprechende Gitter-Konstruktion (oder Plexiglas, wow!) ersetzt. Mit dem gesparten Geld hätte man dann den Turnus fürs Stadtfest in Rottweil wieder auf ein „jährlich“ umstellen können, das Datum in den warmen Juli verlegt, als sich Mitte September den Arsch abzufrieren und jedem Rottweiler noch ein Freibier ausgeben können!!!

    Anstattdessen diskutieren wir allen Ernstes über Bilder von sabbernden Rollstuhlfahrern! Mannomann, wieder eine typische Rottweiler Provinzposse….

    Mir reicht der sabernde Rollstuhlfahrer in Berlin. Den würde ich zu einem speziell für Ihn veranstalten „Narrensprung“ einladen, nachdem das Netz wieder abgebaut ist, nach dem Motto „Stadtnab – von der Hochbrücke direkt zum Bahnhof!“

  16. Oskar A. Says:

    Da wir hier in Rottweil eine neurologisch/psychiatrische Fachklinik haben – dieser Aspekt ist in dieser Diskussion noch gar nicht berücksichtigt worden – muss man mit dem Thema Suizid ganz anders und sensibler umgehen und alle Maßnahmen treffen, um so etwas zu verhindern. Sind vor der Genehmigung des Fangnetzes überhaupt medizinisch-psychiatrische Gutachter befragt worden, ob sie diese Konstruktion für sinnvoll halten?

  17. Oskar A. Says:

    Vielleicht muss man auch zu bedenken geben, dass viele Antidepressiva erst nach zwei Wochen eine optimale Wirkung erzielen und die Patienten in dieser Zeit in ein Loch fallen und der Gedanke an einen Suizid noch verstärkt wird. Aber psychisch Kranke werden auch in Rottweil immer noch diskriminiert.

  18. support Says:

    Ganz so sinnlos ist das Netz ganz sicher nicht, man stelle sich die gestrige Aktion mal ohne Netz vor?

    Jeder Unbeteiligte der gerade weiter unten im Graben lief, war sicherlich gewarnt beim Blick in Richtung Fangnetz? Vermutlich springt auch keiner geräuschlos in das Netz, ebenso braucht der Selbstmörder etwas Zeit um den weiteren Sprung zu überbrücken? Zum Glück musste ich nicht zuschauen.

    Jeder Landkreis hat solche Problembereiche, die Presseberichterstattung finde ich sogar sinnvoll da es sich auch um ein öffentliches Interesse handelt und die Realität darstellt. In der heutigen Zeit wo jedes Kind schon in einem Suizid-Forum über den effektivsten Lösungsweg sich einlesen kann, m.e. völlig angebracht.

    In meiner Jugendzeit feierten wir im Eschachtal in einer Gartenhütte, die A81 Brücke ist ca. 500 m entfernt. In der Nacht hörten wir einen kurzen Aufschrei was abrupt endete. Tage später erfuhr man von einem Suizid von dieser Brücke!

  19. Engelbert Paulus, Klinik-, Hospiz- und Altenheimseelsorger Says:

    Ich frage mich, was diese Diskussion um Kosten und Gelder soll? Ich frage mich auch, wie die Bergung der Gesprungenen und Verletzten von Statten gehen soll, wenn sie in 18 Meter Höhe liegen. Das vielleicht zum Artikel
    Anders, ganz anders muss das Gespräch geführt werden bzgl. der Hoffnungslosigkeit, Krankheit, Lebenssituationen, die Menschen in die Tiefe, in den Tod treiben. Wir sollten alle Betroffenen in den Blick nehmen…
    In Bälde feiere ich mit Angehörigen eine Trauerfeier einer 94-jährigen, die mehrfach in ihrem Leben Anlässe für Suizid durchlebt hat und … 94 wurde. Glaube und Bestärkung durch nahe Menschen haben sie davor bewahrt, weil bejaht.

  20. Friederika Says:

    Bin gespannt, wann einer der Brüggennetz-Techniker Rottweils die Frage von Herrn Paulus beantwortet:

    Wie soll die Bergung der Gesprungenen und Verletzten vonstatten gehen soll, wenn sie in 18 Meter Höhe liegen?

  21. support Says:

    @Engelbert Paulus, Klinik-, Hospiz- und Altenheimseelsorger-

    Herr Albrecht kann Ihnen von seiner geschätzten 100kg Übungs-Bergung aus dem Fangnetz durch die Feuerwehr sicherlich ein Bild hochladen, weitere Details hier:
    http://www.nrwz.de/inhalt/empfehlungen/Keinen-weiteren-Toten–00049712.html

    https://rottweil.wordpress.com/2010/05/21/heute-nachmittag-selbstmord-hochbrucke/

    „Clemens M. Hürten sagte am 30. Oktober 2011 um 18:04 :

    Egal welche Brücke kommt — Hauptsache, sie wird abgesichert!

    Wie viele Menschen springen von dieser Brücke pro Jahr in den Tod? Nur die Polizei zählt mit (wenn überhaupt) und dann wird solch ein Ereignis vor der Öffentlichkeit verheimlicht. Begründet wird die Nachrichtensperre mit dem “Werther-Effekt”, wonach durch Berichterstattung angeblich “Nachahmungstäter” animiert werden.
    In Bern hat man fünf Brücken mit Suizid-Problematik gehabt und seit Herbst 2009 sind sie alle mit Netzen abgesichert. Seitdem ist niemand mehr herunter gesprungen und – ganz entgegen der Argumentation angeblicher Fachleute – haben die suizidalen keinen anderen Platz als Ausweichmöglichkeit gewählt! Auch in Bern hatte man mit dem dubiosen “Werther-Effekt” argumentiert. Aber Schüler begannen, Öffentlichkeit herzustellen, zu demonstrieren, bis endlich die sture Obrigkeit handeln musste.
    Ich komme aus Rottweil und wir hatten sogar im Stadtzentrum (Hochbrücke) diese Problematik. Jährlich haben sich zwei bis drei Menschen dort getötet, seit Kriegsende also ca. 120 Menschen! Weil man dies vor den Bürgern verheimlicht hat! Zusammen mit einem aufgeschlossenen Stadtratsmitglied habe ich mich engagiert und seit dem 22. November 2010 ist die Brücke abgesichert – und das trotz einem leerem Stadtsäckel!
    Warum ich das schreibe, wo ich doch im fernen Rottweil lebe? Weil mich soeben eine traurige Mutter angeschrieben hat. Ihr Sohn ist von der Müngstener Brücke gesprungen. Sie hat von meinen Aktivitäten gelesen und bat um Tipps, was sie unternehmen könnte, damit die Müngstener Brücke abgesichert wird. Ich schreibe aus Mitgefühl für diese Mutter und weil ich sie damit unterstützen will:
    Suizide dürfen nicht länger vor der Öffentlichkeit verschwiegen werden! Das Tabu des “Werther-Effekt” dient nur der Image-Pflege der Lokalpatrioten und dem Nichtstun der Verantwortlichen. Öffentlichkeit schützt vor Verantwortungslosigkeit der Obrigkeit!
    Herzliche Grüße
    Clemens M. Hürten, gesSso, Rottweil“

  22. Schantle Says:

    dearw Albrecht ist im Urlaub und kann derzeit nicht antworten, er ist offline!

  23. support Says:

    In Zeiten von knappen Kassen wird es wohl unmöglich sein alle Brücken zu sichern, hauptsache die Gumpen, Tümpel, Regenpfützen bekommen „Baden verboten“
    http://www.karl-gotsch.de/Album/D_S_BW.htm

  24. Pegasus Says:

    Ein höheres Gitter bringt meiner Meinung nichts. Der potentielle Kandidat fährt noch mit dem Auto an, packt seine Leiter aus und überwindet mühelos den Gitterzaun. Ich habe bisher nie dieses Fanggitter gesehen, aber ist es nicht möglich über mehrere Ebenen terassenförmig in einem bestimmten Abstand Fangnetze zu montieren bis kurz vor den Boden. Somit kann nur von einem Fangnetz zum anderen gesprungen werden bis zum Boden. Nach dieser Art kann man sich eigentlich höchstens leicht verletzen! Im übrigen muß ich hier dem Kommentar von dearw zustimmen.

  25. support Says:

    Es gab schon Fälle von versuchtem Brücken-Suizid wo mittels Auto als Rammbock das Brücken-Geländer durchbrochen wurde da es gegen Suizid-Sprünge abgesichert wurde!

    Also nicht gleich übertreiben, ob Suizid oder Amok-Taten. Wie sollte man das zu 100% verhindern?

  26. Friederika Says:

    Die Brücke der Selbstmörder
    Kein Ort in den USA übt eine so große Faszination auf Selbstmörder aus wie die Golden Gate Bridge in San Francisco. Mehr als 1250 Menschen nahmen sich seit ihrer Fertigstellung 1937 hier das Leben. Und es werden immer mehr.

    Quelle: Die Welt, 04.05.2007
    http://www.welt.de/vermischtes/article848856/Die-Bruecke-der-Selbstmoerder.html

  27. support Says:

    Je nach Tourguide wird einem auch bei der GGB vor Ort erläutert, das man entweder von der Police per Teaser schachmatt gesetzt wird oder als Futter für Haie, Krebse usw. Viehzeugs dient… Was ich für die Angehörigen noch viel schlimmer empfinde, wenn das Opfer einfach spurlos verschwindet!

  28. Oskar A. Says:

    Anscheinend ist es doch Dieter Albrecht und Clemes M. Hürten zu verdanken, dass überhaupt ein Fangnetz installiert wurde. Broß und der Rest des Gemeinderates waren unfähig, was zu tun.
    In einem anderen Brückenfall argumentierte unser Rottweiler Psychologe folgendermaßen:

    Clemens M. Hürten | 30.12.2010 | 12:43

    Ich bin entsetzt, dass es auch in Kiel die Suizid-Problematik an Brücken gibt. In Rottweil war bis zum 26. 11. 2010 die Hochbrücke ein Suizid-Brennpunkt. Jahrzehnte-lang wurde geduldet, dass ca. 2 Menschen pro Jahr in den Tod sprangen! Nachdem ich zusammen mit einem engagierten Gemeinderatsmitglied den Gemeinderat und den OB unter Druck gesetzt hatte und die Unterlagen des Berner Bündnis Depression verbreitet hatte, wurde am 24. 11. endlich beschlossen, die Brücke wie in Bern (Schweiz) mit Netzen abzusichern, und das trotz klammer Stadtkassen!
    Ich arbeite in Rottweil als Psychologischer Berater und biete den in dieser Sache engagierten Menschen in Kiel hiermit meine Hilfe, Informationen und Vermittlung an: E-Mail: clemens (at) gessso.de

  29. dearw Says:

    http://www.nrwz.de/NRWZdigital/NRWZKW35.pdf

    Seite 9, guter Leserbrief von Clemens M. Hürten


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