Tuttlingen bis Kiel: Polizei in Schieflage

24. Oktober 2015

Region Rottweil. Der Tuttlinger Polizeipräsident Ulrich Schwarz, Herr über 1600 Polizisten, redet immer wieder die grünrote Polizeireform schön. Jetzt ist Personalratschef Vogler darum zurückgetreten. Und die rote Kieler Polizei verschwieg Asyl-Kriminalität. Zuerst TUT:

Vogler betont: „Die Stimmung bei der Polizei ist so schlecht wie nie.“ Polizeipräsident Schwarz habe eine andere Wahrnehmung als der Großteil der Beschäftigten, meint Vogler. In den Reihen der Polizei herrsche gar ein Klima der Angst: „Die Polizisten trauen sich nicht, öffentlich über Missstände zu sprechen oder Leserbriefe unter ihrem Namen zu schreiben“, beklagt er. „Viele haben auch Angst, Probleme intern bei der Polizeiführung anzusprechen.“

Die Flüchtlingskrise gebe den Kollegen den Rest (SWR). Das zu unserem Tuttlinger Polizeipräsidium, zu dem Rottweil gehört. Guck da und guck da! In Kiel wird derweil ein Verdacht zur Gewißheit:

Die Polizei soll Journalisten der Zeitung „Kieler Nachrichten“ inoffiziell dazu aufgefordert haben, nicht über Polizeiberichte zur Flüchtlingslage zu schreiben. Das berichtet die Nachrichtenseite „Meedia“. Demnach erstellt die Kieler Landespolizei seit September sogenannte „Lagebilder Flüchtlinge“ in denen es um Straftaten von und gegen Flüchtlinge geht. Obwohl die Fälle in den internen Papieren als „relevante Ereignisse“ eingestuft werden, sollen sie von den Behörden dennoch nur selten öffentlich mitgeteilt werden.

Guck da und guck da! Wo noch?

8 Antworten to “Tuttlingen bis Kiel: Polizei in Schieflage”

  1. support Says:

    Wer heute den Schwabo Bericht von dem Überfall auf eine 74jährige Dame in Unterkirnach im Detail liest, wird sich fragen warum sich die Täterbeschreibung so mager gestaltet. Trotzdem laufen von dieser Sorte genügend in Maria Tann umher… Wird mit Absicht vertuscht bzw. verschleiert.

    Auch die Vergewaltigung in Ellwangen am 07.10. kam erst nach 14Tagen in den Medien. Der Täter ein Pakistani und natürlich kein Tourist!

    Dem Afgahni in VS werden ua. sexuelle Straftaten an 4 verschiedenen Frauen vorgewofen aber nur eine Tat wurde überhaupt in den Medien veröffentlicht…

    Und die Polizei vertritt breit grinsend auf eine Presseanfrage:“Bei uns wird nichts vertuscht“?

    Man darf gespannt warten bis wann das erste Opfer einen Rechtsanwalt für Disziplinarrecht einschaltet und so manchen Pressesprecher öffentlich vorführt, viel Erfolg!

  2. support Says:

    Unruhe in Donaueschingen wächst:

    … OB Paulys Aussage, die Kriminalitätsrate sei nach Angaben der Polizei mit der Flüchtlingswelle nicht wesentlich gestiegen, quittierten sie mit lautem Lachen und warfen der Polizei Wegschauen und Verharmlosen, der Stadt Tatenlosigkeit sowie beiden Manipulation der Tatsachen vor: Es passiere in den Straßen viel mehr, aber nur wenig davon werde an die Presse weitergegeben, Dinge werden heruntergespielt…

    Verwundert dies noch jemand?

  3. Oskar A. Says:

    Aber anscheinend hat die ältere Dame auch keine deutliche Personenbeschreibung abgeben können. Wie auch immer.
    Aber wenn man bedenkt, ab 1979 war das ehemalige Kloster und frühere Internat Maria Tann für sechs Jahre ein Provisorium für die damalige Fachhochschule für Polizei und ist jetzt eine Flüchtlingsunterkunft, jammerschade um diesen Nutzungswechsel!
    Früher hieß es: „Bist Du nicht artig und faul, kommst Du nach Maria Tann!“ Aber die heutigen „Bewohner“ scheinen auch nicht artig zu sein. 😦

  4. Oskar A. Says:

    Anbei noch ein Link zur Geschichte von Maria Tann: Diente immer irgendwie als Drill- und Erziehungsanstalt.
    http://www.schwarzwaldschule-triberg.de/index.html

  5. der vom Stadtrand Says:

    Ich habe da mal eine Frage:

    Wer hat wann eine ganz normale Polizeistreife in Rottweil gesehen??

    Ich sehe nur die Polizei mit Blaulicht bei Einsatzfahrten.

  6. Friederika Says:

    @ d. v. Stadtrand – Neulich kam mir ein Polizeifahrzeug in der Königstraße ohne eingeschaltetem Blaulicht entgegen. Das Hören des Martinshorns, sei es DRK oder Polizei, hat in den letzten Monaten tagsüber vehement zugenommen, unabhängig davon, wo man sich gerade räumlich in Rottweil aufhält.

  7. Doc Says:

    Hallo Support! Du sprichst ein großes Problem an: Das Beamtenrecht. Im Gegensatz zu den Soldaten, sind bei Beamten Beschwerden und Disziplinarklagen frist-, form und fruchtlos.
    Für einen Rechtsstaat ein Skandal.
    Es kommt aber noch dicker:
    Das faule. korrupte Pack ruht sich auf eindeutiger Nazi-Rechtssprechung aus: Der Straftatbestand „Amtsmißbrauch“ den vermutlich der größte Teil unser beamteten Sesselfurzer begehen, wurde auf FÜHRERWEISUNG 1940 abgeschafft. Haben unsere Demokröten ihn wieder eingeführt, um NS-Unrecht zu korrigieren? Denkste!
    Die sind noch schlimmer, als die Nazis, weil sie zu allem noch verfluchte Heuchler sind, die fröhlich Nazimethoden anwenden!

    Doc

  8. Friederika Says:

    Sind Beschwerden über einen nicht verbeamteten Verwaltungsfachangestellten, so z.B. wegen verzögernder oder sogar nicht Bearbeitung von Asylanträgen, sichtliche Inkompetenz bei der Ausfüllung von Anträgen etc. auch form-, frist- und fruchtlos?


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