Zum besseren Verständnis!?

24. Oktober 2015

(dearw Rottweil-Islam) – auf das Bild zur Vergrösserung klicken

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24 Antworten to “Zum besseren Verständnis!?”

  1. Schantle Says:

    Dearw
    Das kann man auch einfacher machen: ein kleiner Link und gut is:

    http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Der-Islam-im-Krieg-gegen-sich-selbst

    Ohne Deinen Artikel zu lesen, weiß ich, was drinsteht:

    Der Islam ist eigentlich toll, aber es gibt ein paar böse Buben, die sind aber nicht der „richtige“ Islam, denn der ist eine „Religion des Friedens“. Der Islamismus hat mit dem Islam nix zu tun usw. Und früher haben die Mohammedaner uns viel gegeben usw und so fort!

    Woher weiß ich das? Ich guck erst auf den Autor und der hat nur bei roten bis tiefroten linken Zeitungen geschrieben, so einen nehm ich nie ernst, man weiß im voraus, was kommt. Obwohl die Roten Atheisten sind, in den Islam sind sie verliebt!

    Gehlen ist Nahost-Korrespondent verschiedener deutschsprachiger Zeitungen (z.B. der Frankfurter Rundschau oder des Tagesspiegel, seit 2008 der Zeit) in Kairo. Er arbeitete unter anderem als Politik-Redakteur bei der Südwest Presse und beim Tagesspiegel.

    Guck, schon erwischt! Vergiss den Käs!

  2. Schantle Says:

    Wer mal dazulernen will, der lese das. Heute würde sich die FAZ, die sich in ein linkes Blatt verwandelt hat, sich nicht mehr getrauen, das abzudrucken:

    Der Islam will die Welteroberung

    Die Kriegsregeln sind flexibel, das Kriegsziel bleibt: Mohammeds kämpferische Religion / Von Egon Flaig

    „Dann wollen wir, daß die Fahne des Islam wieder über diesen Landschaften weht, die das Glück hatten, eine Zeitlang unter der Herrschaft des Islam zu sein und den Ruf des Muezzins Gott preisen zu hören. Dann starb das Licht des Islam aus und sie kehrten zum Unglauben zurück. Andalusien, Sizilien, der Balkan, Süditalien und die griechischen Inseln sind alle islamische Kolonien, die in den Schoß des Islam zurückkehren müssen. Das Mittelmeer und das Rote Meer müssen wieder islamische Binnenmeere wie früher werden.“ Diese Sätze stammen nicht von Al Qaida; sie finden sich im Programm, das der Gründer der Muslim-Brüderschaft Hassan Al Banna in einer Rede formulierte. Die Bruderschaft zählt heute Millionen und hat sich weit über Ägypten hinaus verbreitet. Ihre Intellektuellen agieren in Europa und in den Vereinigten Staaten; sie gelten als ,moderat“ und werden von den Medien entsprechend bedient. Planmäßige Rückgewinnung „verlorener“ Gebiete gehört in die Programme von Staaten, welche um territoriale Machtausübung kämpfen, also von politischen Gemeinschaften. Wie kann sie ins Programm einer Religion gehören? Ist der Islam eine Religion wie andere?

    Seit Beginn der klassischen Zeit zwischen dem neunten und dem elften Jahrhundert teilen die islamischen Juristen die Welt in zwei Teile, nämlich das „Haus des Islam“ und das „Haus des Krieges“. Diese Zweiteilung hängt nicht davon ab, wo Muslime in großer Anzahl leben oder gar die Mehrheit darstellen, sondern davon, wo der Islam herrscht – in Gestalt der Scharia – oder wo er nicht herrscht. Diese Dichotomie ist also keine religiöse, sondern eine politische. Zwischen diesen beiden Teilen der Welt herrscht naturgemäß so lange Krieg, bis das Haus des Krieges nicht mehr existiert und der Islam über die Welt herrscht (Sure 8, 39 und 9, 41). Daher besteht nach klassischer Lehre für die muslimische Weltgemeinschaft die Pflicht, gegen die Ungläubigen Krieg zu führen, bis diese sich bekehren oder sich unterwerfen.

    Dieser Krieg heißt Dschihad. Lautete der Missionsauftrag Jesu, alle Völker zu bekehren, ihnen aber ihre politische Ordnung zu lassen, so besteht das Ziel des Islam darin, alle Nichtmuslime politisch zu unterwerfen, ihnen aber ihre Religion zu lassen, falls es Buchreligionen sind. Der allgemeine Befehl Gottes zum Dschihad wird entnommen aus Sure 9, 29. Gewiß, winzige pazifistische Strömungen im Islam haben diese Interpretation nicht akzeptiert. Die Schiiten akzeptieren sie zwar, verlangen aber, daß ein echter Imam die muslimische Gemeinschaft anführt (und auf einen solchen warten sie schon mehr als dreizehn Jahrhunderte), daher gilt für sie vorläufig nur der defensive Dschihad, also falls die muslimische Gemeinschaft angegriffen wird.

    Dagegen haben die andere Strömungen, etwa die sogenannten charidschitischen, die Aussage von Sure 9, 29 radikalisiert: Sie sehen im Dschihad eine individuelle Pflicht jedes tauglichen Muslim, welche als sechste Säule neben den anderen fünf kardinalen Pflichten steht. Konsequenz dieser Lehre: Wenn jeder entweder an der kollektiven Kriegführung gegen die Ungläubigen teilnehmen muß oder – falls die muslimische Gemeinschaft dafür momentan zu schwach ist – allein, gruppenweise auf eigene Faust kriegerisch agieren muß, dann sind Attentate und Terroranschläge das Richtige. Was die Charidschiten für den offensiven Dschihad verlangen, gilt bei den meisten Vertretern der orthodoxen Lehre der Sunna für den defensiven: Wird der Islam angegriffen oder islamisches Territorium von Ungläubigen besetzt, dann wird der Dschihad zur individuellen Pflicht; eine Fatwa des Großmufti der Al-Azhar-Universität in Kairo von 1948 – gerichtet gegen Israel – läßt daran keinen Zweifel. Jedwede feindliche Macht, welche sich an die Haager Landkriegsordnung hält und streng unterscheidet zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten, gerät hierbei in größte Schwierigkeiten.

    Der Kriegszustand dauert an, bis das Haus des Krieges vernichtet und die Welt erobert ist. Darum nennt Majid Khadduri den Islam eine „göttliche Nomokratie auf imperialistischer Basis“. Friedensverträge, welche islamische Herrscher mit nichtislamischen abschlossen, gelten nur als Waffenstillstände; deshalb wurden sie in der Regel für höchstens zehn Jahre abgeschlossen; zwei Rechtsschulen erlaubten nur drei bis vier Jahre Frieden. Die kurzen Fristen ermöglichten es den militärisch überlegenen Muslimen, die Gegenseite unentwegt zu erpressen; auf diese Weise sind im Laufe der Jahrhunderte riesige Mengen an Geldern und Menschen an die muslimische Seite geflossen. Als sich die Kräfteverhältnisse verschoben, mußten muslimische Herrscher die Praxis ändern. So schloß 1535 Suleiman der Prächtige mit dem französischen König einen Frieden, der so lange gelten sollte, wie der Sultan lebte – ein Bruch mit der Tradition. Christliche Theologen versuchten – angesichts einer Pluralität von Staaten – zu definieren, was ein „gerechter“ Krieg war und was nicht; Kriege einzig um des Glaubens willen galten überwiegend nicht als gerecht. Für muslimische Gelehrte ist hingegen das „Haus des Islam“ eine politische Einheit, welche keinen inneren Krieg duldet; darum ist allein der Krieg zur Unterwerfung der Ungläubigen legitim gewesen und obendrein Pflicht, wie der berühmte Gelehrte Ibn Chaldun im vierzehnten Jahrhundert kategorisch sagt: „Im Islam ist der Dschihad gesetzlich vorgeschrieben, weil er einen universalen Auftrag hat und gehalten ist, die gesamte Menschheit freiwillig oder gezwungen zur Religion des Islam zu bekehren.“

    Die Kriegsregeln des Dschihad sind flexibel. Von der Schonung über Massenversklavung bis zur massenhaften Tötung ist nach Khadduri alles möglich, genau wie bei Griechen und Römern. Das unterscheidet die heiligen Kriege des Islam fundamental von denjenigen des alttestamentlichen Israel, welche vorsahen, daß außerhalb Israels alles Männliche zu töten, auf israelischem Boden hingegen alles Lebendige überhaupt zu vernichten war (Deuteronom. 20, 10-20). Wir pflegen uns darüber zu empören, was die Kreuzfahrer 1099 in Jerusalem anrichteten. Indes, die Kreuzfahrer handelten nach gängigem Kriegsrecht; muslimische Eroberer taten derlei unentwegt und überall: 698 traf es Karthago, 838 Syrakus; der berüchtigte Wesir des Kalifats von Córdoba, Al Mansur, führte in siebenundzwanzig Jahren fünfundzwanzig Feldzüge gegen die christlichen Reiche Nordspaniens, versklavend, vernichtend und verwüstend; es traf Zamora (981), Coimbra (987), León, zweimal Barcelona (985 und 1008), dann Santiago de Compostela (997).

    Am furchtbarsten verwüsteten die Dschihads das damals noch so städtereiche byzantinische Anatolien; das Massaker von Amorium (838) ist lange ein Fanal geblieben; die städtische Kultur Anatoliens hat sich davon nie wieder erholt.

    Herren und Unterworfene: Der Kampf wird im Namen der Scharia geführt

    Der Seldschuke Alp Arslan ließ ganze armenische Städte massakrieren, am furchtbarsten 1064 die Hauptstadt Ani. Mehr als berechtigt darum das Urteil von Bat Ye’or: „Die Maßlosigkeit, die Regelmäßigkeit und der systematische Charakter der von den islamischen Theologen zur Norm erhobenen Verwüstungen unterscheiden den Dschihad von anderen Eroberungskriegen.“ Gewiß, die Massenversklavung blieb das beliebteste Kriegsziel. So entstand schon im achten Jahrhundert die größte Sklavenhaltergesellschaft der Weltgeschichte; sie benötigte eine ständige Zufuhr immer neuer Sklaven; sie transformierte den afrikanischen Kontinent zum größten Sklavenlieferanten, ein Schicksal, welchem Europa knapp entkam.

    Singulär ist die enorme Geschwindigkeit, mit der binnen neunzig Jahren ein arabisches Großreich zwischen Südfrankreich und Indien entstand, ohne daß ein einzelner Eroberer die Expansion gelenkt hätte. Der erfolgreichste Imperialismus der Weltgeschichte erregte nicht zuletzt die Bewunderung Hegels: „Nie hat die Begeisterung als solche größere Taten vollbracht.“ Wenn „Begeisterung“ solches vermochte, worauf beruhte sie? Die Antwort ist einfach: auf dem Märtyrertum. Ein Ereignis des Jahres 963 in Konstantinopel illustriert das: Kaiser Nikephoros Phokas hatte soeben die arabischen Besatzer aus Kreta vertrieben; nun plante er einen großen Krieg, um Ostanatolien und Nordsyrien von der muslimischen Herrschaft zu befreien. Ein Konzil sollte ihm helfen; eindringlich bat er die versammelten Bischöfe, sie sollten Soldaten, die im bevorstehenden Kampf fielen, zu Märtyrern erheben. Diesen Soldaten wäre also das Paradies sicher gewesen. Der Patriarch stellte sich gegen den Kaiser: Kein kirchliches Konzil sei imstande, Gottes Ratschluß zu antizipieren; allein Gott entscheide über das Heil.

    Eine welthistorische Schlüsselszene. Der Kaiser wußte, was auf dem Spiele stand. Immer wieder hatten die Byzantiner erleben müssen, wie die muslimischen Truppen mit einer Tapferkeit kämpften, zu der die Christen nicht imstande waren. Gefallene Muslime gelten als Märtyrer für den Glauben und marschieren als Gefallene geradewegs ins Paradies. In den beiden Religionen unterscheidet sich der Begriff des Märtyrers fundamental. Christliche Märtyrer imitieren das Leiden Jesu, erleiden passiv Folter und Tod; muslimische Märtyrer sind aktive Kämpfer.

    Maßgeblich für die Todesbereitschaft der Krieger ist das unverbrüchliche Versprechen, daß, wer für seinen Glauben stirbt, das ewige Heil erhalte (Sure 4, 74-76). Muslime sollten einer zehnfachen Übermacht standhalten (Sure 8, 66-67); spätere Rechtsgelehrte erlaubten, wie Khadduri schreibt, den Rückzug, falls man einer mindestens doppelten Übermacht des Feindes gegenüberstand. Da die entscheidende Ressource jedes Krieges der kämpfende Mensch und seine Opferbereitschaft ist, half es den Byzantinern nichts, technisch den Arabern und Seldschuken gleichwertig zu sein; langfristig mußten sie unterliegen, falls ihre Kampfmoral nicht dieselbe Höhe erreichte. Höhere Todesbereitschaft bringt enorme Vorteile in der Gefechtssituation: so lassen sich waghalsige Operationen angehen und kühne Manöver, die den Feind überraschen und verwirren; so lassen sich Siege erzwingen, die technisch und materiell fast nicht möglich scheinen, und Schlachten gewinnen, die unter üblichen Bedingungen verloren sind.

    Nikephoros wußte um die militärischen Konsequenzen von Sure 4, 74-76; er war der erste, der die prinzipielle kriegerische Unterlegenheit der christlichen Religion zu korrigieren suchte. Doch die Bischöfe der Ostkirche sahen sich außerstande, ihre Theologie so zu manipulieren, daß ein kriegerisches Märtyrertum hätte entstehen können. Dabei blieb es. Die byzantinischen Kaiser mußten ihre schweren Abwehrkriege gegen die ständigen sarazenischen und seldschukischen Aggressionen führen, ohne daß ihnen die Religion dort half, wo Hilfe am nötigsten war.

    Erst die Westkirche veränderte die theologisch-politische Situation: als Papst Urban II. 1095 zum ersten Kreuzzug aufrief, versprach er den christlichen Kriegern den Erlaß der Sünden: Gefallene Kreuzeskrieger umgingen demnach das göttliche Gericht; sie wurden insofern den Märtyrern gleichgestellt, obschon ihnen dieser Name verwehrt blieb. Der Papst als Oberhaupt einer monarchisch organisierten Kirche tat genau das, was ein Konzil östlicher Bischöfe nicht vermochte: Er verfügte über das Heil. Die Papstkirche konnte nun ebensolche „Heiligen Kriege“ führen, wie der Islam es seit Jahrhunderten zu tun pflegte. Worin unterscheiden sich dann Kreuzzüge und Dschihad? Kreuzzüge konnte allein der Papst ausrufen; daher blieben sie sehr selten – verglichen mit den unzähligen, unaufhörlichen und ubiquitären Dschihads der islamischen Welt.

    Und die Ziele von Kreuzzügen blieben genau begrenzt; im November 1095 nannte Urban II. in Clermont Grund und Ziel des Kreuzzuges: „Es ist unabweislich, unseren Brüdern im Orient eiligst Hilfe zu bringen. Die Türken und die Araber haben sie angegriffen und sind in das Gebiet von Romanien (Konstantinopel) vorgestoßen; und indem sie immer tiefer eindrangen in das Land dieser Christen, haben sie diese siebenmal in der Schlacht besiegt, haben eine große Anzahl von ihnen getötet und gefangengenommen. Wenn ihr ihnen jetzt keinen Widerstand entgegensetzt, so werden die treuen Diener Gottes im Orient ihrem Ansturm nicht länger gewachsen sein.“ Die ersten Kreuzzüge bezweckten, entweder bedrängten Christen zu Hilfe zu kommen oder die Heiligen Stätten in Palästina zu befreien oder von den Muslimen unterworfene Christen zu befreien. Dagegen hielten die muslimischen Rechtsgelehrten immer am Endziel fest, das „Haus des Krieges“ zu erobern und alle Ungläubigen zu unterwerfen.

    Urban II. sah richtig. Wäre Konstantinopel schon 1100 gefallen, dann hätte die enorme militärische Kraft der türkischen Heere Mitteleuropa vierhundert Jahre früher heimgesucht. Dann wäre die vielfältige europäische Kultur wahrscheinlich nicht entstanden: keine freien städtischen Verfassungen, keine Verfassungsdebatten, keine Kathedralen, keine Renaissance, kein Aufschwung der Wissenschaften; denn im islamischen Raum entschwand das freie – griechische! – Denken eben in jener Epoche. Jacob Burckhardts Urteil – „Ein Glück, daß Europa sich im ganzen des Islams erwehrte“ – heißt eben auch, daß wir den Kreuzzügen ähnlich viel verdanken wie den griechischen Abwehrsiegen gegen die Perser.

    Indes, wurden Kreuzzüge nicht häufig mißbraucht? Gewiß. Kreuzzüge „entgleisten“ und wurden „zweckentfremdet“, wie etwa jener, der 1204 zur Eroberung des christlichen Konstantinopel führte. Doch das passierte mit Dschihads weitaus häufiger. Wenn die Sklaven knapp wurden, führten Emire nicht nur Dschihads gegen nichtmuslimische Völker, welche zu versklaven geboten war, sondern immer häufiger auch gegen islamisierte Völker, unter dem Vorwand, es seien keine wahren Muslime. Das geschah vorwiegend in Afrika und gegen Schwarzafrikaner, so, als zuerst Songhay 1468, dann die Marokkaner 1552 Mali überfielen, so auch, als seit dem achtzehnten Jahrhundert religiöse Reformer im Sahel ihre Dschihads gegen die muslimisierten Haussa-Städte führten, woraus das Kalifat Sokoto entstand – mit der drittgrößten Sklavenmenge nach Brasilien und den amerikanischen Südstaaten. An den Folgen dieser immer weiter gehenden Dschihads mit ihren Genoziden und Massenversklavungen leidet Afrika bis heute.

    Indes, für welche politische Ordnung führten die Muslime ihre Heiligen Kriege mit dieser Vehemenz und diesem Erfolg? Für die Scharia. Eine politische Ordnung, die erstens Herren und Unterworfene streng absondert, zweitens die politische und soziale Ordnung der menschlichen Verfügung weitgehend entzieht. Bleiben wir beim ersten Aspekt: In der Scharia sind die Muslime die Herren, die Anhänger anderer Buchreligionen – Christen, Juden, Parsen, Buddhisten – Unterworfene, „Dhimmi“; dabei handelte es sich nicht um religiöse Minderheiten, sondern um gewaltige Mehrheiten, vor allem in Syrien, in Anatolien, oder um die Christen Nordafrikas.

    Die Unterworfenen durften keine Waffen tragen, sie waren wehrunfähig, somit keine vollwertigen Männer. Christen und Juden mußten besondere Farben oder Kleidungsstücke tragen (diese Diskriminierung führte zum Judenstern), um als „Dhimmi“ kenntlich zu sein; sie durften nicht auf Pferden reiten, sondern nur auf Eseln, damit sie ständig an ihre Erniedrigung erinnert wurden; sie zahlten einen Tribut (Jizya), den sie persönlich entrichteten, wobei sie einen Schlag an den Kopf erhielten. Sie mußten sich von Muslimen schlagen lassen, ohne sich wehren zu dürfen; schlug ein „Dhimmi“ zurück, dann wurde ihm die Hand abgehackt, oder er wurde hingerichtet. Die Zeugenaussage eines „Dhimmi“ galt nicht gegen Muslime; diese brauchten für Vergehen an einem „Dhimmi“ nur halbe Strafe zu tragen; und wegen eines solchen Unterworfenen konnten sie nie hingerichtet werden. Umgekehrt waren grausamste Hinrichtungsarten überwiegend den „Dhimmi“ vorbehalten.

    Sogar jene Diskriminierung der Juden, zu der vierhundert Jahre nach dem Islam die Westkirche auf dem IV. Laterankonzil von 1215 schritt und die uns so barbarisch anmutet, bezweckte und erreichte keine Erniedrigung dieses Ausmaßes. Eine besondere Drangsalierung brachte die türkische Herrschaft: seit 1360 wurde in unregelmäßigen Abständen bis zu einem Fünftel aller christlichen Kinder in die Sklaverei abgeführt. Sie wurden zwangsbekehrt.

    Diese Sklavenmenge dürfte im Laufe von vier Jahrhunderten in die Millionen gegangen sein; davon wurden Hunderttausende ausgewählter Knaben zu fanatischen Muslimen und zu Elitekämpfern erzogen, zu den berüchtigten Janitscharen: eine Politik zur systematischen Vermehrung der muslimischen Bevölkerung und zur allmählichen Auslöschung der Christen. Sie hatte Erfolg. Die „Dhimmitude“ versetzte die Nichtmuslime in eine radikale Andersheit: Die Menschen in diesem Zustand als „Bürger zweiter Klasse“ zu bezeichnen ist Schönrednerei. Wie der Nationalsozialismus die Menschen in Herren- und Untermenschen auf rassischer Basis spaltete, so hat es die Scharia auf religiöser Basis getan. Als erste Weltreligion schuf der Islam eine Apartheid, in der die christlichen oder auch parsischen Mehrheiten kolonisiert und allmählich islamisiert wurden. Islamische Toleranz hieß: Duldung der Unterworfenen als Gedemütigte und Erniedrigte. All das ist durch Studien zur „Dhimmitude“ bekannt. Aber wer will von den millionenfachen Opfern hören?

    Der Islam hat riesige Territorien religiös „gesäubert“: der zweite Kalif machte den Hidjaz, also Arabien außer dem Jemen, „christenrein“ und „judenrein“; die Alternative hieß Konversion oder Vertreibung. Das hat – von alttestamentlichen Fällen abgesehen – niemals zuvor eine Religion gemacht. Ebenso „reinigten“ die Almohaden und Almoraviden ihr Spanien nach dem Zusammenbruch des Kalifats 1031: Zehntausende Juden wie Christen mußten entweder konvertieren oder ins christliche Nordspanien oder in die Levante fliehen. Gewiß, englische und französische Könige und dann die Könige Spaniens selber taten später das gleiche; sie wandten dabei ein muslimisches Rezept an.

    Und die Pogrome? Seit dem Kalifen Al-Mutawakkil (847 bis 861) schwappten immer wieder Verfolgungen über den Orient und Nordafrika, wobei Juden und Christen zwangsbekehrt, vertrieben oder massakriert wurden. Die ständige Zerstörung von Kirchen ging bis ins vorletzte Jahrhundert weiter. Allmählich zerlaufen auf dem verklärten Bild des muslimischen Spanien, welches der europäische Antiimperialismus im neunzehnten Jahrhundert geschaffen hat, die blumigen Farben. Sorgfältige Aufarbeitung der Dokumente bringen darunter ein anderes Bild zum Vorschein. Dort kam es 889 in Elvira und 891 in Sevilla zu umfassenden Pogromen gegen Christen. Im marokkanischen Fez wurden 1033 über 6000 Juden massakriert. 1058 wurde das christliche Antiochia unter Folter und Todesdrohungen muslimisch gemacht.

    Das erste große Pogrom gegen Juden auf europäischem Boden fand 1066 im muslimischen Granada statt; dabei kamen 1500 jüdische Familien um. 1135 wurde das Judenviertel Córdobas niedergebrannt, die Zahl der Massakrierten nicht zu wissen mag heilsam sein. 1159 standen sämtliche Christen von Tunis vor der Wahl, zu konvertieren oder zu sterben. Um diese Zeit wurde das ehemals so vitale Christentum Nordafrikas vollends vernichtet. Die Pogrome im christlichen Herrschaftsgebiet sind kein Ruhmesblatt der europäischen Kultur; aber ihre Ausmaße bleiben zurück hinter jenen der islamischen Welt. Wir brauchen dringend eine vergleichende Geschichte religiöser Unterjochung.

    Reden wir von Integration der Juden? Nirgendwo unter der Herrschaft des Islam, und auch nicht im spanischen Kalifat, waren Juden Bürger ihrer Stadt; sie blieben stets Unterworfene. In manchen deutschen Städten – Worms, Augsburg und anderen – des Hochmittelalters waren die Juden Stadtbürger besonderen Rechts, sie hatten das Recht, Waffen zu tragen, und waren bessergestellt als ärmere christliche Einwohner. Sie waren bis ins vierzehnte Jahrhundert, als sich ihre Situation verschlechterte, weit besser integriert, als die Juden im muslimischen Spanien es jemals sein konnten. Wer die politische Integration für die wichtigste hält, kann nicht umhin, Augsburg über Córdoba zu stellen. All das ist seit über fünfzehn Jahren wissenschaftlich bekannt. Aber wer will es hören?

    Seine Vergangenheit nicht zu kennen heißt, sie wiederholen zu müssen. Wer weiterhin das Märchen von der islamischen Toleranz verbreitet, behindert jene muslimischen Intellektuellen, die ernsthaft an jener Reform des Islam arbeiten, die im neunzehnten Jahrhundert so erfolgversprechend begann. Denn er beraubt sie der Chance, eine Vergangenheit zu überwinden, die ansonsten zur abscheulichen Gegenwart zu werden droht. Gelänge es den Reformern, den Islam radikal zu entpolitisieren, dann könnten die Muslime zu wirklichen Bürgern in ihren Staaten werden. Übrig bliebe jene hochgradig spirituelle Religion, die nicht nur Goethe fasziniert hat: Hegel nannte den Islam die „Religion der Erhabenheit“. Dazu könnte er werden.

    Text: F.A.Z., 16.09.2006, Nr. 216 / Seite 37

  3. Schantle Says:

    Vor 9 Jahren in der FAZ, heute UNDENKBAR! Sie würden den Artikel lieber verbrennen, als drucken!

    Bitte liebe Leser, kopieren Sie den Text und heben ihn auf, wenn Sie das Thema interessiert. Er wird irgendwann aus dem Internet verschwinden. Bei der FAZ ist er nicht mehr anzuklicken!

    Prof Flaig war an der Uni Greifswald, ist wohl im Ruhestand und hat auch ein gutes Buch zur moslemischen Sklaverei geschrieben!

  4. Klabautermann Says:

    Schantle

    Weltgeschichte der Sklaverei.

    Sehr interessant zu lesen.

    +++++

    Habe schon mal hier einen Artikel zu markieren und

    zu drucken.

    nicht funktioniert.

    Wer kann mir helfen???

  5. Friederika Says:

    @Klabauter: Mozilla: Text markieren

    –> Datei –> Drucken –> Unter Druckbereich „Markieren“ auswählen –> Button „Drucken“ klicken


  6. @Schantle
    Der SWP-Artikel ein wenig differenzierter, als du ihn hier darstellst:
    „“Sunnitische Muslime sollten ihre übliche Reaktion „Das ist nicht der wahre Islam“ als sinnlos aufgeben, forderte der türkische Intellektuelle Gökhan Bacik in einem Essay mit dem Titel „Was ist los mit dem sunnitischen Islam?“ In seinen Augen ist die Megakrise nur zu bewältigen mit einer neuen sunnitischen Theologie, die künftig jede Gewalt kategorisch ablehnt. „Es reicht nicht aus, radikale Gruppen als pathologische Fälle abzutun“, argumentiert er. „Wir müssen versuchen zu verstehen, warum unsere Lehrtradition diese Leute so nährt, wie sie es tut.“ “

    Insgesamt wird die intrinsische Scheisse des Islams natürlich trotzdem nicht angemessen behandelt.

    Der Link auf den Artikel „ging“ gestern, heute nicht mehr.

    Und hier ausnahmsweise mal was zu Merkels Deutschland…
    So sieht’s Hadmut Danisch:

    http://www.danisch.de/blog/2015/10/25/wer-hat-schuld-an-der-radikalisierung/

  7. Klabautermann Says:

    Friederika

    Sage Danke und wünsche einen schönen Sonntag.

  8. dearw Says:

    du solltest den Artikel lesen, es ist differenzierte als nur gut-böse

  9. dearw Says:

    interessanter Artikel; habe ihn über mein facebook-Netzwerk geteilt und bin auf die Reaktionen gespannt

  10. Schantle Says:

    dearw,
    lies Du lieber erst mal den Artikel vom Flaig, den ich Dir reingesetzt habe, dann weisst Du alles, was Du wissen mußt!

  11. dearw Says:

    Text mit der Maus oder Touch markieren (ggf. Strg+A), kopieren (Strg+C) und in anderes Programm (Word, e-Mail-Client, Textfelder in Online-Plattformen …) einfügen (Strg+V)

  12. dearw Says:

    alles sicher nicht, doch er ist eine Bereicherung

  13. Schantle Says:

    Es soll doch keiner glauben, dass Erdogan und andere Moslems und Islam-Vereine und Imame nicht die allergrößte Freude hätten, wenn wir hier von Moslems überschwemmt werden. Die lachen sich doch kaputt!

    Houari Boumedienne (bürgerlicher Name: Mohammed Boukharrouba), von 1965-1978 algerischer Staatspräsident. Er hielt 1974 eine bemerkenswerte Rede mit folgender Passage:

    „Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und gewiss nicht als Freunde. Denn sie werden als Eroberer kommen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern. Der Bauch unserer Frauen wird uns den Sieg schenken“.

    Allerdings gibt es auch Konkurrenz. Nicht jeder Türke freut sich über Syrer!

  14. Dr.med.Wurst Says:

    Der Prophet spricht….hört mal ab 3:00….Ziemlich nahe dran! Wer noch Zweifel am Plan hat dem kann man nicht mehr helfen….

  15. Dr.med.Wurst Says:

    Ein Fundstück aus dem Netz:
    ——————————————————————
    European leaders talk about two things these days; preserving European values by taking in Muslim migrants and integrating Muslim migrants into Europe by getting them to adopt European values.

    It does not occur to them that their plan to save European values depends on killing European values.

    Europe invested in the values of its welfare state. The Muslim world invested in large families. Europe expects the Muslim world to bail out its shrinking birth rate by working and paying into the system so that its aging population can retire. The Muslim migrants however expect Europe to subsidize their large families with its welfare state while they deal some drugs and chop off some heads on the side.

    ——————————————————————

    Der Mann bringts auf den Punkt, der ganze Artikel ist sehr lesenswert sofern man fit in Englisch ist….

    http://www.frontpagemag.com/fpm/260511/death-europe-daniel-greenfield

  16. dearw Says:

    guter Beitrag vom ZDF: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2480124/Ein-Staat—zwei-Welten%253F

    einige von den interviewten jungen Erwachsenen oder Jugendlichen (z. B. Minuten: 03:16/03:26/03:35/04:23/06:00 ff.), sollten über ihre Aussagen nochmals eine Nacht schlafen und bei Bestätigung ihre deutsche Staatsbürgerschaft sofort wieder abgeben müssen!

  17. Friederika Says:

    Dearw- gib mir bitte eine Antwort auf nachstehenden Kommentar:

    “Hoffnung auf ein besseres Leben”, so ein heutiger Bericht in der Printausgabe des Schwarzwälder Bote.

    Ich zitiere: “Bytygi ist frustriert. Er würde sich gerne mitteilen, ‘aber er kann kein Deutsch lernen, weil der Unterricht hier auf Englisch ist.’

    Weshalb wird in Rottweil auf Englisch unterrichtet, wenn die Flüchtlinge deutsch lernen sollen?

    Was läuft hier schief?

  18. dearw Says:

    die Frage kann ich nicht beantworten, aber diese kann sicher über

  19. Friederika Says:

    @dearw – dann müsste ich mich ja outen 😉

  20. dearw Says:

    ziemlich beschränkt so ein anonymes Leben 😀

  21. Friederika Says:

    @dearw – Ich lasse mir was einfallen.

  22. Dr.med.Wurst Says:

    Na Dearw,

    dann frag mal die Jugendlichen, ob sie das machen wollen! Die werden Dir was husten….

    Das ist Schema F und jeder, der mit solchen Muslimen zu tun hat kennt es:

    Man richtet sich in seiner islamischen Parallelwelt ein, lehnt einfach alle Werte der Aufklärung und des Grundgesetzes als Beleidigung des Glaubens ab und folgt nur den Traditionen und dem heiligen Buch. Wenn jemand Dich dafür kritisiert, haust Du ihm eine aufs Maul oder schreist „Opfer“, weil Du weißt, dass die linke Journaille und die Anti-Deutschen sofort Gewehr bei Fuß stehen und „Nazi“ rufen werden. Also halten alle, die noch einigermaßen bei Verstand sind den Mund, mit dem Nebeneffekt, dass die Gesellschaft signalisiert, dass es Ok ist.

    Also schaffts Du Dir eine Familie mit 5 Kindern an und kassierst jeden Monat Sozialhilfe, je mehr Kinder umso mehr. Daheim darf Aische das Elend verwalten, während Du mit den Kumpels zum Schischa-Rauchen gehst oder deutsche Frauen vögelst.

    Das machst Du dann auch noch Bandenmässig mit deinen Kumpels zusammen, indem Du einfach mal wie hier (s.Link) 1400 Kinder über mehrere Jahre hinweg organisierten, brutalen Massenvergewaltigungen aussetzt.

    Alle wissen es, keiner tut was. Die Politik und die Verwaltung, die Polizei. Sie schauen weg (Gründe s.o.) bis es sich nicht mehr verheimlichen lässt. Kinder ab 11 Jahren werden brutalst vergewaltigt, anschließend mit Benzin übergossen und dann bedroht, dass sie angezündet, werden sofern sie etwas erzählen sollten.

    Und was macht die islamische „Community“? Sie schweigt. Kein Wort der Entschuldigung, nichts! Warum auch, der Koran erlaubt es!

    http://www.welt.de/vermischtes/article131625721/1400-Kinder-in-englischer-Stadt-sexuell-missbraucht.html

    Vielleicht ist es Dir auch zu langweilig und gehst in der Zwischenzeit mal als IS-Kämpfer nach Syrien, mal so richtig Rambo spielen, Leute köpfen, während das Sozialamt in Berlin die Rechnungen daheim übernimmt (Man könnte auch sagen, wir finanzieren den IS, oder?)

    https://berndsandmann.wordpress.com/2015/09/09/berliner-djihadist-bekommt-6-jahre-wow-wie-hart/

    Wir sind es also, die in Pavlovscher Manier diese Kids und die Radikalen dahinter dafür sogar belohnen!

    Wenn Du dann am Ende von Vater Staat gesponsort demographisch genügend Macht hast um die Verhältnisse nach deinen ideologischen Vorstellungen zu verändern wirst Du alle Störfaktoren wie ein Grundgesetz, christliche Werte und Kirchen und den Staat, an dem Du die hochgezogen hast einfach aus dem Fenster werfen! Und das demokratisch!

    Ich sehe da keinen Unterschied zwischen dem Islam und den Nationalsozialisten

    1) Der Nazi hatte „Mein Kampf“, der Islam den „Koran“
    2) In beiden Ideologien werden Menschen, die nicht dem richtigen Glauben angehören als wertlos erachtet und müssen getöten, geschlachtet oder versklavt werden
    3) Judenhass
    4) Ablehnung der Demokratie und Unterdrückung jeglicher Opposition
    5) Hohe Geburtenraten als Waffe, um die Kräfteverhältnisse zugunsten der gläubigen/“arischen“ Menschen und den ungläubigen/“rassisch minderwertigen“ Menschen zu verschieben.

    Ich frage mich also, Dearw:

    Warum wollt ihr und speziell die Linke ihren eigenen Todfeind so groß machen, wenn doch absehbar ist, dass ihr am Ende dessen erste Opfer sein werdet?

    Warum kämpft Links nicht mit dem selben Eifer gegen den Islamofaschismus sondern befördert ihn?

    Warum steht ihr alle, die ihr euch den Werten unserer Kultur so verpflichtet fühlt, nicht auf und handelt gegen Menschen die genau diese verachten?

    Leuten, die Euch sogar frech ins Gesicht sagen, dass sie nur euer Geld, euren Schutz, eure Meinungsfreiheit wollen, damit sie am Ende genau wieder die Verhältnisse und Ordnung bei uns etablieren können, vor deren realen Versagen und Folgen sie geflohen sind?

    Dank Leuten wie Euch werden meine Kinder in einem anderen Deutschland aufwachsen, einem Deutschland das keiner so gewollt hat, an dem keiner Schuld hat, dass am Ende aber Realität sein wird. Ihr seht die Realitäten, aber ihr meint gegen sie ankämpfen und gewinnen zu können. Wenn ihr das wollte, dann müsst ihr das tun, aber nehmt uns nicht in Geiselhaft wenn ihr untergehen wollt.


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