Bernd Lucke mit seiner toten Alfa in Villingen

29. Oktober 2015

Region Rottweil. Gestern hielt AfD-Gründer Bernd Lucke in Villingen einen Vortrag, jetzt als Alfa-Vorsitzender. Warum war Lucke, der sich mit der AfD große Verdienste erworben hat, so blöd und hat die Partei gespalten? In Villingen sagte er dazu nix.

Mit Blick auf die Flüchtlingssituation sparte das Mitglied des europäischen Parlaments nicht mit Kritik an der deutschen und europäischen Politik. „Die Mechanismen gemeinsamer Flüchtlingspolitik funktionieren nicht“, sagte Lucke. In Staaten wie Griechenland oder Italien würden die Flüchtlinge entgegen europäischen Rechts nicht registriert, sondern ganz einfach „durchgewunken“. Dies führe letztendlich dazu, dass „starke Staaten“ wie Deutschland oder Schweden einen Großteil der Lasten zu tragen hätten. Überdies würden die Außengrenzen der EU nicht ausreichend geschützt, so Lucke. „Das ist ein klares Versagen Europas.“ Auch die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel griff Lucke an. Es sei falsch, dass es mit Blick auf die Flüchtlingszahlen keine Obergrenzen geben könne. „Es gibt keinen unbegrenzten Anspruch, hier aufgenommen zu werden.“

Nix Neues und dem würde die AfD auch nicht widersprechen. Seine neue Partei Alfa ist eine Totgeburt. Immerhin hat sie in Villingen eine Landtagskandidatin: Hier der Bote und da der Südkurier!

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8 Antworten to “Bernd Lucke mit seiner toten Alfa in Villingen”

  1. Klepfer Says:

    Es ist bitter, dass ausgerechnet Lucke so einen Abgang gehabt hat. Mir war der Lucke von allen AfDlern mit einigem Abstand der Liebste. Mit der Alfa sehe ich das aber wie Schantle auch. Es ist nur eine Totgeburt, die dem Lager des gesunden Menschenverstandes bei den nächsten Wahlen Stimmen raubt. Die entsprechenden Kräfte müssen sich zusammenschliessen und dürfen sich nicht zerstreiten und verzetteln.

    Das Ziel muss heissen: Merkel muss weg!

  2. Oskar A. Says:

    Was heißt: „Merkel muss weg!“ Gabriel steht schon in den Startlöchern. Das Ziel muss es sein, das System der Blockparteien aufzubrechen. Erst wenn es (theoretisch und praktisch) möglich, dass eine AfD oder eine Alpha-Partei mit der CDU oder FDP koalieren kann, wenn es freie Kombinationen gibt, ist das Ziel erreicht.

  3. Pegasus Says:

    Seit dieser Lucke im EU-Parlament sitzt wurde er immer mehr zu einem überzeugten Europäer. Für die Russland-Sanktionen hat er mit ein paar anderen ehemaligen AfDlern auch noch gestimmt, obwohl er wusste das er damit gegen den Parteitagsbeschluß verstoßen hat. Er hat sich leider den etablierten Parteien zu stark angeglichen und das rächt sich nun mit Nichtbeachtung seiner Partei „ALFA“!

  4. Klepfer Says:

    @Oskar A.

    Da hast Du recht.


  5. Ja, der Herr Prof. Dr. Lucke hat versucht die von ihm gegründete Partei zu spalten. Das war wohl nix.

    Sein Motiv liegt auf der Hand und ist der Name der neuen Partei- er wollte –für immer– das „Alpha“ Männchen sein.-Naiv-

    Gefährlicher als er und „Alpha“ ist für den Bestand der AFD und einer wirksamen A P O in Zeiten der GROKO aber die Thüringer Fraktion der AFD.

    So überflüssig“Alpha“ neben der CSU ist, so überflüssig ist die Thüringer Fraktion der AFD neben der NPD.

    Wer im Landtag von Thüringen eine Registrierungauskunft von Homosexuellen fordert, obwohl gleichzeitig in der Partei ein Arbeitskreis der Homosexuellen besteht, führt zu mehr als Fragezeichen in den Köpfen von Sympathisanten.

    Wenn diese Widersprüche so bleiben, die auch im Widerpruch zu Wilders und Marie Le Pen stehen, darf man nicht wundern, wenn die AFD , die auch zerstritten ist mit der Führung von Pegida und Co, deren Führung auch noch eine „Partei“ gründen will, endet wie alle Neugründungen, nämlich im NICHTS und alle anderen auch.

    Nunqam retrosum.

    Nur eine Einheitsfront, wie auch immer im Außenauftritt, die auch ehemalige Günlinge einschließt, eine Einheitsfront,die auch Kritisch ist zu den Staatskirchenvertretern(nun wirklich kein Freunde von AFD und Pegida) und nicht nur zu den Islamisten/ zum Islam, eine Einheitsfront, die Israel nicht an den Pranger stellt, ist mehrheitsfähig in Deutschland und vermag den Absturz Deutschlands und Europas in Chaos , Gewalt und Anarchie, die Entstehung syrisch/irakischer Verhältnisse, den Verlust von Freiheit und Demokratie zu verhindern.

    Alle anderen außerparlamentraischen Oppositionsversuche, insbesondere wenn es weiter durch Provokateure initiierten sich aufbauenden Gewaltexzessen beider Seiten kommt, führt nur zu dem, was eigentlich verhindert werden sollte: zur Anwendung der Vorschriften der sog. Notstandsverfassung, Einsatz der Bundeswehr und Nato gegen zivile Aufstände —zur Diktatur.

    Ich warne vor diesem Weg.

  6. Michelmütz Says:

    „Das Ziel muss heissen: Merkel muss weg!“
    Die Merkel ist nicht das Problem – sondern die Politik, die sie vefolgen bzw. abnicken muss.

  7. Pegasus Says:

    Apropos „Merkel muss weg!“ Immer mehr Bürger klagen die Merkel und ihre „Mitkämpfer“ an. Unter anderem wegen Hochverrats. Hier der Bericht:
    http://www.zukunftskinder.org/?p=52393

  8. Kurtz Says:

    @PanEuropa
    Sie scheinen ja durchaus ein politisch interessierter und informierter Mensch zu sein. Umso mehr wundert mich, dass Sie so leichtgläubig und ungeprüft Zeitungsmeldungen weiter geben. Die AfD Thüringen hat keinesfalls eine Registrierungauskunft von Homosexuellen gefordert. Die AfD-Abgeordnete Corinna Herold hat lediglich eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Herold schreibt zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen:
    „Für die LSBTI gibt es natürlich keine Registrierung und sie darf es auch zukünftig nicht geben. Es gibt allerdings wissenschaftliche Forschungen zu diesem Thema und den entsprechenden Bevölkerungsanteilen. Mich hat interessiert, an welchen Zahlen sich die Landesregierung nach der Heranziehung dieser Forschungsarbeiten orientiert hat.

    Der MDR hat verzerrend aus meiner Anfrage zitiert und damit die Öffentlichkeit offensichtlich in die Irre geführt. Bei dem Bericht des MDR habe ich jegliche Objektivität und Neutralität vermisst, die eigentlich im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks liegen müssten.

    Die rot-rot-grünen Regierungsfraktionen haben sich in ihrem Koalitionsvertrag ausführlich mit dem Problemfeld Minderheitenrechte für LSBTI beschäftigt. In sechs Unterpunkten wurden zukünftige Handlungsfelder abgesteckt. Damit werden LSBTI in Thüringen zum Gegenstand landespolitischen Regierungs- und Verwaltungshandelns.

    Aufgrund dieses Hintergrunds habe ich eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Sie soll die Datengrundlage, auf welcher sie im Bereich LSBTI tätig werden will, offenlegen. Für eine effiziente Regierungsarbeit ist eine solide Datenbasis notwendig. Schließlich sollen öffentliche Gelder dazu verwendet werden, ein spezielles Landesprogramm aufzulegen, um vorhandene oder vermutete Diskriminierungen besagter Personengruppe aufzuspüren und abzustellen. Zudem habe ich die Landesregierung aufgefordert, diese behaupteten Diskriminierungssituationen zu konkretisieren. Außerdem soll es Schulungsprogramme für Lehrkräfte geben. In diesem Zusammenhang ist für mich von Interesse, wie viele Programme und Einzelschulungen die Landesregierung dabei im Blick hatte. Das waren die einzigen Ziele meiner Kleinen Anfrage.“


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