Safranski: Wir implantieren gedankenlos Islam

8. November 2015

Rottweil. Der 1945 in Rottweil geborene, sehr bekannte Philosoph, Schriftsteller und Publizist Rüdiger Safranski wurde von der Neuen Zürcher Zeitung zu Deutschland und dem islamischen Flüchtlingsansturm interviewt. Er sagte eigentlich dasselbe wie das Rottweil Blog hier, sicher vornehmer, aber ansonsten:

NZZ: Das Jahr 2015 war gerade in Deutschland besonders ereignisreich, vor allem wegen der Flüchtlinge. Ein deutsches Schicksalsjahr?

Safranski: Das weiss man erst hinterher. Jedenfalls finde ich beängstigend, mit welcher Gedankenlosigkeit die öffentlich nachdenkende Klasse die Probleme der Zuwanderung behandelt.

Was macht Ihnen Angst?

Der politische Islam, wie er sich in der Mehrzahl der Staaten des Nahen Ostens manifestiert, ist eine einzige Katastrophe. Nicht der Islam als Religion ist die Gefahr, sondern die politische Ordnung, die er heutzutage hervorbringt. Diesen politischen Islam tragen viele mit sich, und damit wird in Deutschland zum Beispiel der Antisemitismus, und zwar der islamische Antisemitismus, mächtig werden. In Frankreich ist das schon zu spüren, da fühlen sich Juden nicht mehr sicher.

Viele der Muslime wissen nicht, was es heisst, eine andere Religion zu respektieren. Man hat vergessen, dass auf den Flüchtlingsbooten Christen ins Wasser geworfen wurden. In den Flüchtlingslagern bekämpfen sich die ethnischen und religiösen Gruppen, sie sind also schon dabei, ihre Verfeindungen, die Ursache ihrer eigenen Flucht, in unser Land einzuschleppen. Die Trennung zwischen Religion und Staat ist ihnen verständlicherweise unbekannt. Die jungen Männer bringen ihr Machogehabe mit, bringen die Gewalt mit, was für alle schlimm ist, besonders aber für die Frauen.

Deutschland ist im Multikulturalismus erprobt. Warum soll es nicht auch diese Herausforderung meistern?

Wenn die Zahl der Muslime zu gross wird, steht die ganze liberale Gesellschaft selbst auf dem Prüfstand, weil besonders in Deutschland die Integrationskraft gering ist, weil man nicht mit sich selbst im Reinen ist. Es ist nicht lange her, da hielt man «Leitkultur» für etwas Rechtsradikales und empfand die Forderung, die deutsche Sprache zu lernen, als Zumutung und repressive Assimilation.

Viele Deutsche setzen den Befürchtungen die Willkommenskultur entgegen.

Ein paar Tage, ein paar Wochen lang, die meinungsstarken Feuilletonisten vielleicht noch ein wenig länger, aber dann werden auch sie wieder ganz gewöhnliche Leute, welche die Arbeit gerne den Profis überlassen und bloss darauf achten, im unmittelbaren Umfeld nicht von den Neuankömmlingen gestört zu werden. Die Begrüssungskultur macht nur eine Weile lang Spass, vor allem, wenn man ahnt, dass das dicke Ende erst noch kommt. 70 Prozent der inzwischen etwa eine Million Flüchtlinge, so hört man, sind junge Männer, die ihre Familien nachziehen werden. Es werden also sehr bald mehrere Millionen sein. Dann werden die Proteste in der Bevölkerung rabiater, und wenn die Ausschreitungen zunehmen, wird im allgemeinen Meinungsklima aus dem Deutschland als moralischem Vorbild ganz schnell wieder das Deutschland der faschistischen Gefahr.

Wie entkommt das Land dieser Falle?

Man muss den Flüchtlingen nahe der Region, aus der sie geflohen sind, helfen, und man kann nur bestimmte, vereinbarte Kontingente aufnehmen. Das wird nicht ohne handfeste Grenzen möglich sein. Wir lügen uns um die Tatsache herum, dass Europa auch eine Festung sein muss, schliesslich haben wir auch wirklich etwas zu verteidigen. Die nächste Flüchtlingswelle rollt schon aus Afghanistan an. Von den zig Millionen aus den Elendsregionen Afrikas, Bangladesh und Pakistan sprechen wir gar nicht…

Warum tut Ungarn, was sich Deutschland nicht erlaubt? Warum verhalten sich die andern Balkanländer ähnlich?

Weil sie schon einmal zum islamischen Herrschaftsbereich gehörten, erst 1908 hat sich das Osmanische Reich ganz aus dem Balkan zurückgezogen. Diese Länder sehen die Flüchtlingsbewegung nicht unter humanitären Gesichtspunkten, sondern wollen den Islam nicht zurückhaben. Man darf nicht vergessen, dass noch im jugoslawischen Bürgerkrieg muslimische Gesellschaften und christliche Gesellschaften auf einander losgegangen sind. Und was machen wir jetzt? Unter diesen Voraussetzungen der Flüchtlingsströme implantieren wir mächtige islamische Kulturen im Land, und kein Mensch kann wissen, was daraus entsteht.

Wie erklären Sie sich diesen deutschen Sonderweg?

Man sieht sich selbst als Rettungsanker aller Vertriebenen und Verlorenen, man praktiziert Gesinnungsethik statt Verantwortungsethik. Gesinnungsethisch ist der Satz von Merkel: Es gibt für die Aufnahme der Flüchtlinge keine Obergrenze, verantwortungsethisch wäre es, zu sagen: Es gibt für ein einzelnes Land wie Deutschland eine Obergrenze. Die deutsche Politik ist vorgeprescht. Nun merkt man: Die europäischen Länder wollen das, was Merkel tut, nicht mittun. Sie wollen sich auch nicht von der deutschen Moralmission erpressen lassen.

Ist die deutsche Gesinnungsethik eine Reaktion auf die eigene Geschichte?

Es gibt in der deutschen Öffentlichkeit eine grosse Bereitschaft, sich schuldig zu fühlen. Man hat viel dafür getan, die verbrecherischen Aspekte der Nationalgeschichte zu verstehen und sich zu läutern. Auch dadurch ist ein Übermass an Moralisierung in die Politik geraten. Politik muss sich an moralische Grundsätze halten, aber sie hat keine moralische Mission. Der Diskurs über die Flüchtlinge wird teilweise so geführt, dass ein Staat die Pflicht hat, alle Flüchtlinge aufzunehmen. Merkel sagte, da gebe es keine Grenze. Das ist Unfug: Zur Souveränität eines Staates gehört es, sein Gebiet zu schützen, da kann man nicht sagen, die Grenze lässt sich nicht schliessen. Natürlich lässt sich eine Grenze schliessen, wenn man es will.

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Dies ist ein Auszug. Das ganze Interview guck da! Fettdruck von mir.

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4 Antworten to “Safranski: Wir implantieren gedankenlos Islam”

  1. Schantle Says:

    Moschee

    Oberhausener Gemeinde plant Gebetsruf „Allāhu akbar“

    Vom Minarett der neuen Moschee soll der Muezzin die Gläubigen rufen. Gleichstellung des islamischen Vereins mit christlichen Kirchen angestrebt.

    http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/oberhausener-gemeinde-plant-gebetsruf-allahu-akbar

  2. caro Says:

    es muss eine grenze geben ..der staat muss die Sicherheit und das Wohl seiner Bürger bewahren.Das ist unser Recht.!Bürgerrecht steht vor Asylantenrecht .


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