Asyl-Hammer Vaihingerhof: knapp 100 Einwohner – plus 70 Asylanten im Schafstall!

13. November 2015

Rottweil. Der absolute Hammer! Der zu Rottweil gehörende kleine Weiler Vaihingerhof kriegt ins leere AWO-Heim im Schafstall demnächst 70 Asylanten! Man kann also fast sagen fifty-fifty! Landratsamt, Stadt und SchwaBo, allesamt sind sie begeistert! Oh je!

In Kürze, außerdem: Es kommen 50, später 100 Asylanten ins St. Anna-Haus hinter dem Spittel, 35 in die Schlachthausstrasse, 15 ins Zepfenhaner Rathaus und laut NRWZ 100, laut Bote 80 zum Nowack ins Neckartal!

Besonders ahnungslos begeistert ist Corinne Otto im Bote! Dazu irgendwann später mehr! Zeitungstexte im Kommentar!

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17 Antworten to “Asyl-Hammer Vaihingerhof: knapp 100 Einwohner – plus 70 Asylanten im Schafstall!”

  1. Friederika Says:

    x-mas naht, der Stall zu Bethlehem öffnet die Tore und alle singen gemeinsam im Chor: Ihr braven Kinderlein kommet, kommet zuhauf in den Vaihinger Hof. Dann kann man dort gleich vor Ort einen Tafelladen einrichten.

  2. Schantle Says:

    Vaihingerhof wird Flüchtlingsheim

    Was für eine erstaunliche Geschichte: Im kleinen Weiler Vaihingerhof werden Mitte Dezember rund 70 Flüchtlinge erwartet. Und sie sind willkommen. Eine Bürgergemeinschaft wird das ehemalige AWO-Freizeitheim kaufen und es für die Unterbringung zur Verfügung stellen.

    Von Corinne Otto

    Das außergewöhnliche Projekt, entstanden in enger Kooperation mit der Stadt, den Bürgern, dem Landkreis und dem Integrationsministerium, wurde gestern direkt vor Ort vorgestellt. Im „Schafstall“, wie das prägnante Gebäude mitten im Ort gemäß seiner ursprünglichen Funktion bei den Einwohnern heißt, flimmert trotz frostiger Temperaturen förmlich die Luft: Allen Beteiligten ist anzumerken, dass hier etwas ganz Besonders im Gange ist. Bürger, die selbst gestalten und aktiv werden wollen, eine Stadt, die die Flüchtlingsunterbringung aktiv steuern will und ein Sozialdezernent, der sein Glück kaum fassen kann. Mitten in der angespannten Situation können nun 70 Frauen und Kinder aus einer Krisenregion hier untergebracht werden.

    Gutes Zusammenspiel

    Bernd Hamann hatte den leer stehenden Vaihinger Hof seit langem „in der Schublade“. Für das ehemalige Freizeitheim, das aktuell der Stadt und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehört, wird seit 2013 ein Käufer, eine neue Nutzungsmöglichkeit gesucht. 19 Zimmer, 70 Betten, eine Großküche – eigentlich ideal. Aber 70 Flüchtlinge in einem Weiler mit rund 80 Einwohnern unterbringen? „Das war mir doch zu heikel“, so Hamann.

    Doch das Blatt wendete sich dank zweier Faktoren: Die Stadt Rottweil hatte Kontakt mit dem Integrationsministerium aufgenommen, um auf die spezielle Situation vor Ort – ein leer stehendes Gebäude plus Möglichkeiten der Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen durch das Vinzenz-von-Paul-Hospital – aufmerksam zu machen. Und in einer Gruppe von Bürgern vom Vaihingerhof reifte seit längerem die Idee, dass man selbst in der Hand haben will, was aus dem „Schafstall“ wird. In den vergangenen zwei Wochen dann ging alles ganz schnell: Bürger aus rund 20 Familien haben sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen und werden gemeinsam den Erwerb des AWO-Freizeitheims – der Kaufpreis liegt im sechsstelligen Bereich – finanzieren. Dazu gibt sich die Gemeinschaft in den nächsten Tagen eine Rechtsform – eine GmbH & Co. KG oder die Sonderform einer AG.

    Bürger am Ruder

    „Uns geht es um ein Gesamtkonzept“, betont der Sprecher der Bürgergemeinschaft, Paul Seifriz. Man wolle die Entwicklung im Ort selbst in die Hand nehmen und denke langfristig: Der „Schafstall“ wird zunächst an den Landkreis für die Unterbringung der Frauen und Kinder vermietet. Währenddessen wollen die Bürger den linken, noch nicht ausgebauten Teil des Gebäudes in Eigenleistung sanieren und dort Platz für Büros, Schulungsräume oder Wohnungen schaffen. „Ideen haben wir hier genug, mal schauen, wie wir das mit dem Denkmalamt hinbekommen“, meint Seifriz.

    Nach der Zeit der Flüchtlingsunterbringung soll der Gesamtkomplex dann als Schulungs- oder Inklusionsstätte mit Übernachtungsmöglichkeit vermietet werden. Zwei potenzielle Mieter habe man schon in Aussicht, erklärt Seifriz. Die Bürger sind sich völlig im Klaren, dass der Zeitkorridor ungewiss ist. Bernd Hamann geht in diesem Fall von einer Unterbringung der Flüchtlinge von zwei bis drei Jahren aus. „Wir denken, dass wir mit den Menschen solange eine gute Zeit verbringen können“, sagt Paul Seifriz. Vor der Ankunft der Frauen und Kinder soll noch ein Spielplatz hinter dem Haus hergerichtet werden.

    Ankunft Mitte Dezember

    Schon am 15. Dezember wird es ernst. Dann landet laut Fachbereichsleiter Bernd Pfaff, der an der Koordination maßgeblich beteiligt war, voraussichtlich der Flieger mit den Flüchtlingen in Stuttgart. Von dort werden sie direkt abgeholt. Im Vaihinger Hof können sie zur Ruhe kommen, sich eingewöhnen, langsam selbstständig werden. Bei Bedarf stehen Therapie- und Begleitangebote durch das Vinzenz-von-Paul-Hospital vor Ort zur Verfügung.

    Stadt steuert aktiv

    „Uns war es wichtig, die Flüchtlingsunterbringung zu unterstützen und aktiv zu steuern“, sagt Oberbürgermeister Ralf Broß, der das Projekt Vaihinger Hof als vorbildhaft bezeichnet. Und bei den 70 Plätzen dort wird es nicht bleiben. „Ziel ist es, Luft zu schaffen, damit nicht auf die Kreissporthallen zurückgegriffen werden muss“, erklärt der OB, weshalb man intensiv nach weiterem Wohnraum gesucht habe. Das Ergebnis:

    >  Im Vaihingerhof kommen 70 Flüchtlinge unter.

    >  Im Haus St. Anna beim alten Spital in der Stadtmitte werden zeitgleich weitere 40 Frauen und Kinder untergebracht, im Januar nochmals 50 bis 60. Der derzeitige Mieter, das Vinzenz-von-Paul-Hospital, wird dafür seine Nutzung ins Hauptgebäude verlagern.

    > In Zepfenhan wurde die Wohnung über dem Ratssaal für 15 Personen gerichtet.

    > Das ehemalige WKD-Gebäude in der Schlachthausstraße wurde ertüchtigt und bietet jetzt Platz für 35 Personen.

    > In einer Privatinitiative schafft Stadtrat Hubert Nowack in seinem Gebäude im Neckartal Platz für rund 70 Menschen.

    Die Stadt Rottweil sei ein vorbildlicher Partner und liege bei der Zahl der untergebrachten Flüchtlinge – aktuell 283 – ordentlich im Plus, lobt Bernd Hamann ausdrücklich. Das Projekt Vaihingerhof wird natürlich auf die Gesamtzahl angerechnet. OB Ralf Broß geht trotz alledem fest davon aus, dass auch die anderen Kommunen im Kreisgebiet ihr Möglichstes tun und die dem Verteilschlüssel entsprechenden Plätze bereitstellen.

    Für die Bürger des Vaihinger­hof ist nun noch einiges zu tun, damit Mitte Dezember alles für die Ankömmlinge vorbereitet ist. Dann hat der kleine Weiler bei Neukirch plötzlich doppelt so viele Einwohner – und das neue Miteinander beginnt.

    SchwaBo 13.11.15

  3. Schantle Says:

    Stadt Rottweil plant Flüchtlingsunterkunft in Vaihingerhof

    Autor/Quelle: Peter Arnegger
    12. November 2015

    Die Stadtverwaltung plant die Unterbringung von Flüchtlingen in Vaihingerhof bei Rottweil. Nachdem die Einrichtung einer Ferien-, Freizeit- und Bildungsstätte in privater Trägerschaft dort gescheitert ist, soll das ehemalige Freizeitheim der Arbeiterwohlfahrt Asylbewerber beherbergen: Frauen und Kinder aus Kriegsgebieten, ausschließlich diese.

    Am Donnerstagabend ist der Plan, der einerseits von der Stadtverwaltung und andererseits von 20 Familien aus Vaihingerhof ausgeht, im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert worden. Die an die 100 Einwohner des Fleckens waren im Vorfeld informiert, sie wirkten bei der Projektentwicklung mit. Widerstand gibt es deshalb offenbar keinen. Der Ortschaftsrat hatte das Projekt begrüßt, der Gemeinderat hat zugestimmt.

    Die Stadt Rottweil hat die Aufgabenstellung vom Landkreis bekommen, Flüchtlingsunterkünfte anzubieten. Schon wird die Göllsdorfer Turnhalle, die eigentlich abgerissen und neu errichtet werden sollte, vorgehalten, weitere Kapazitäten aber seien nötig, hieß es dieser Tage. Das, obwohl die Stadt mehr als die ihr nach einer kreisweiten Quote zuzurechnenden Flüchtlinge bereits aufgenommen hat. Entsprechend dankbar zeigte sich der Flüchtlingskoordinator im Landratsamt, Bernd Hamann, am Donnerstag dankbar.

    Was Oberbürgermeister Ralf Broß in jedem Falle vermeiden will: die Belegung von Hallen. „Ich bin für eine dezentrale Lösung”, sagte er. Sozialdezernent Hamann konnte das nachfühlen aber nicht bestätigen: Die Aussage, nicht die Kreissporthalle belegen zu müssen, „hat eine Halbwertszeit von 24 Stunden”, sagte er. Der Landkreis Rottweil muss im November mehr Flüchtlinge aufnehmen, als vom Land noch vor kurzem prognostiziert – 282 statt 264. Ende des Monats wird die Gesamtzahl im Landkreis damit bei rund 1300 liegen (wir haben berichtet). Rottweil beherbergt mehr als 280 von ihnen.

    Nun kommen 70 Frauen und Kinder aus Kriegsgebieten. Am 15. Dezember soll ihr Flieger in Stuttgart eintreffen, sie sind für Rottweil bestimmt. Für Neukirch-Vaihingerhof. Für den Schafstall dort, den sogenannten Vaihinger Hof. Dass nur diese Flüchtlinge kommen, geht auf eine Initiative der Stadtverwaltung in Person von Fachbereichsleiter Bernd Pfaff zurück. Er war in Stuttgart beim Integrations- und beim Staatsministerium mit dem Hinweis vorstellig geworden, dass die Stadt dank des Vinzenz-von-Paul-Hospitals über eine gute Infrastruktur für die Betreuung von Kriegsflüchtlingen biete. Eine Idee die beim Land einschlug.

    Parallel hatte Peter Hirsch, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt in Rottweil, den Vaihinger Hof dem Landratsamt angeboten. Den wollte Hamann zunächst nicht so recht, konnte sich, wie er am Donnerstag sagte, nicht vorstellen, dass 70, 80 Flüchtlinge auf ebenso viele Einwohner kommen sollten. Mit der Pfaff’schen Idee, ein Sonderkontingent an Frauen und Kindern aufzunehmen, löste sich bei Hamann die Anspannung.

    Der Mann vom Landratsamt empfand noch mehr: „eine Gänsehaut”, wie er sagte. Denn in Vaihingerhof steckt eine Bürgerinitiative hinter dem Projekt, 20 Familien, die Geld auf den Tisch legen, um das Gebäude von der Eigentümerin, der Arbeiterwohlfahrt, zu kaufen, für eine sechsstellige Summe. Und die es dann für die nächsten Jahre dem Landratsamt zur Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung stellen – entgeltlich, natürlich, wie der Sprecher der Bürgergesellschaft „Schafstall”, Paul Seifriz erklärte -, um während dieser Zeit ein eigenes, tragfähiges Konzept der weiteren Nutzung auf die Beine zu stellen. Mit dem Kernziel, die künftige Nutzung als Nachbarn selbst zu bestimmen.

    Pläne, den Vaihinger Hof mit Leben zu füllen, gab es wiederholt, seit die Arbeiterwohlfahrt sich dort zurück gezogen hat. Ab Mitte der 80-er Jahre nutze der Verband das Haus als Freizeitheim, 2013 kam das Ende. Zuletzt stand das Gebäude leer. Eine beauftragte Rottweiler Immobilienfirma versuchte vergeblich, den Vaihinger Hof an den Mann zu bringen, hatte 60 Besichtigungen aber am Ende kaum einen Interessenten zu bieten, der das finanzielle Risiko auf sich zu nehmen bereit wäre. Die Bürger sind es, sie wollen mit viel Eigenleistung Kosten sparen.

    Noch ist nicht abzusehen, wie die Flüchtlinge selbst auf den Plan reagieren werden, sie einige Kilometer Luftlinie etwa von Rottweil und Balingen entfernt einquartieren zu wollen – bald in großer Abgeschiedenheit und mitten im Winter. So gibt es den Fall aus der Region: In den Bad Dürrheimer Ortsteilen Sunthausen und Biesingen hatten städtische und ehrenamtliche Mitarbeiter alles vorbereitet, um 18 Flüchtlinge gut unterzubringen und freundlich willkommen zu heißen. Nach einstündigem, vergeblichem Warten stellte sich heraus, dass nur einer bereit war, aufs Dorf zu gehen, die anderen 17 Asylbewerber waren spurlos verschwunden.

    Doch mag es den aus Kriegsgebieten Geflüchteten gerade zupass kommen, dass sie in die Stille und Ruhe versetzt werden, mutmaßte Hamann etwa.

    Zumal die Stadt Rottweil ein weiteres Gebäude für weitere zunächst 50 und später insgesamt 100 Frauen und Kindern aus Kriegsgebieten bereitstellen will: das Haus St. Anna, das zum ehemaligen Spital gehört. Das ist das rückwärtige Gebäude, das zum Konvikt hin führt. Das rote, das Stadtbild prägende Haus St. Vinzenz wird vom Vinzenz-Hospital zurzeit für Wohngruppen genutzt.

    Auch das ehemalige Gebäude des Wirtschaftskontrolldienstes in der Schlachthausstraße steht leer, auch dort hinein sollen Flüchtlinge kommen, die Stadt rechnet mit etwa 35. Nur gut vier Quadratmeter Wohnfläche stehen einem von ihnen zu. Der Stadtkapelle hätte das Gebäude als Proberaum nicht gereicht, rechnet die Stadtverwaltung vor, 35 Flüchtlinge aber passen hinein.

    Auch Zepfenhan will sich an der Flüchtlingsunterbringung beteiligen: 15 Menschen sollen dort in einer etwa 70 Quadratmeter großen, leer stehenden Wohnung im Obergeschoss des örtlichen Rathauses unterkommen.

    Und im Neckartal will der Stadtrat der Grünen Hubert Nowack in seinem eigenen Gebäude 100 Plätze schaffen, gab OB Broß am Donnerstag bekannt. Zusammengenommen sei dies ein „beispielhaftes bürgerliches Engagement”, sagte der OB.

    Das ehemalige Arbeitsamt in der Marxstraße, das leer steht, ein Gebäude des Bundes, eignet sich nach Darstellung des Sozialdezernenten Hamann nicht als Flüchtlingsunterkunft. Der Aufwand, es dafür herzurichten, wäre unverhältnismäßig hoch, sagte er. NRWZ

  4. Schantle Says:

    Wieviel Einwohner der Vaihingerhof hat, weiss anscheinend keiner: in Wiki haben sie 100, beim Bote 80.

  5. Friederika Says:

    Im Schwabo schafft der Nowack 70, in der NRWZ 100 Plätze für Flüchtlnge.

  6. Klepfer Says:

    Na ja. Bei dem Gebäude vom Hubert Nowack handelt es sich wohl um die ehemalige Garage der Pulverfabrik. Im Erdgeschoss hat er seine Zimmerei, im Obergeschoss will er jetzt 100 Asylanten reinpferchen. Die Hütte hat zwar zwei bauliche Rettungswege, ist aber trotzdem ein sicherheits- und brandschutztechnisches Waterloo. Im EG gibt es zerspanende Holzbearbeitung, die Decken haben keine quailfizierbaren Brandschutzeigenschaften und die Treppenhäuser entsprechen auch nicht den Anforderungen. Im EG gibt es mit der Zimmerei Brandlasten und Brandgefahren (zerspanende Holzfertigung) ohne Ende. Ich habe mal ein bisschen was von Brandschutz gehört und war in dem Schuppen mal vor vielen Jahren drin. Daher weiss ich auch so einigermassen Bescheid. Eigentlich könnte man die Leute da auch gleich ins Krematorium schicken.

    Nachdem ich weiss, dass der Herr Nowack durchaus was von Technik versteht, verstehe ich seine Nonchalance hinsichtlich der (zumindest ab jetzt) bewussten Gefährdung von 100 gutgläubigen Leuten nicht. Wenn ich da an die sicherheitstechnischen Bedenken von Frau Bott (die Frau von Herrn Nowack, die als Geigenlehrerin in diesen technischen Fragen vermutlich durch ihren Ehemann beraten wurde) hinsichtlich des Testturms (Umfallen durch Windlast, Windhosen durch Profilierung des Turmes etc. pp.) denke, fehlen mir die Worte.

    Es stimmt im Übrigen, dass das Land ganz bewusst die Sicherheit in diesen Fragen massiv herunterfährt. Für den Minister Winfried Hermann von den Grünen ist das Leben eines Asylanten eben bei weitem nicht so wertvoll wie das eines Deutschen. Wollen Sie da mitmachen, Herr Nowack?

    Siehe: https://mvi.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mvi/intern/dateien/PDF/Fluechtlingsunterbringung_Hinweise_Brandschutz.pdf

    Im Gegensatz zum Schantle trage ich ja keine Privatfehde mit dem Zimmermeister Nowack bzw. seiner Frau aus. Daher meine gut gemeinte Bitte an den Herrn Nowack: Fragen Sie sich vor Nutzung des Gebäudes als Asylantenheim bei echten Fachleuten schlau. Zwei Vorschläge: Bauverständiger Holger Kurz von der Stadt und/oder Kreisbrandmeister Mario Rumpf vom Landratsamt. Sie selbst wissen zwar, wie man Gebäude ordentlich herstellt, von Gebäuden im Vollbrand und den diesbezüglich von ihnen ausgehenden Gefahren können Sie fachlich nichts verstehen, weil es hierzu einer speziellen Ausbildung bedarf. Ich glaube nicht, dass Sie irgend jemand ins Unglück stürzen wollen.

    Auf dieser Aufnahme sieht man das betreffende Gebäude im Hintergrund (Quelle: Rottweiler Bilder): http://rottweil.net/frame/Ansichten/GewerbeparkNeckartal/WestlichesNeckartal/Neckartal102/September2010/Neckartal_102_Klaviererei_09.09.2010_08.jpg

  7. Friederika Says:

    Ich weiß nicht, wie alt die zu beherbergenden Flüchtlingskinder sind. Aber Kinder sind nun einmal von Natur aus sehr neugierig. Was ist, wenn sie neugierig in die Werkstatt gehen, an den Maschinen spielen und sich verletzen. Kinder kann man nicht rund um die Uhr betreuen.

  8. Bergbewohner Says:

    Das ist nichts als die niederträchtige Rache der Stadtseckel dafür, dass wir das Zuchthaus nicht genommen haben.

  9. Klabautermann Says:

    Tue Gutes und verdiene dabei kräftig dabei.

    Ein gute Moral haben die Leute!!!

  10. Oskar A. Says:

    Weiss jemand, wer diese 20 Bürgerfamilien sind, die sich für den Vaihingerhof als Flüchtlingsunterkunft einsetzen. Stehen dahinter private oder mehr öffentliche Interessen?

  11. Schantle Says:

    Bad Wildbad – Der Bad Wildbader Gemeinderat wurde Ende Oktober über die Verhandlungen informiert: Der Landkreis wird analog zu den Landeserstaufnahmestellen eine kreiseigene Erstaufnahmestelle in der bisherigen Indoor-Soccerarena einrichten.

    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-wildbad-fluechtlingsaufnahme-ist-zeichen-der-solidaritaet

    Waldachtal
    Passen Flüchtlinge nicht in Kurkonzept?

    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.waldachtal-passen-fluechtlinge-nicht-in-kurkonzept

    Waldachtal Lützenhardt
    Asylbewerber bei der Mutter-Kind-Klinik?

    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.waldachtal-asylbewerber-bei-der-mutter-kind-klini

  12. tomir83 Says:

    Hat dies auf Tomislav Radic rebloggt.

  13. Schantle Says:

    Neue Unterkunft für Kriegsflüchtlinge in Rottweil: ein richtig rundes Angebot

    Ein Kommentar

    Autor/Quelle: Peter Arnegger –

    13. November 2015

    Wo gibt es das schon: Sieben unterschiedlichste Beteiligte bringen all ihre Interessen in einem einzigen Projekt unter. Zur Zufriedenheit aller, ohne, dass einer von ihnen einen Kompromiss eingehen müsste. Zur Zufriedenheit fast aller – Meckerer gibt es immer. In diesem speziellen Fall aber sind sie außen vor. Außenstehende.

    Es geht um die Idee, in einem leer stehenden, ehemaligen Freizeitheim in Vaihingerhof bei Rottweil 70 Flüchtlinge unterzubringen.

    Diesen Sieben hilft das:
    •Sozialdezernent Bernd Hamann vom Landratsamt Rottweil, händeringend auf der Suche nach Wohnraum, bekommt Platz für 70 auf einen Schlag. Er muss keine Unruhe vor Ort befürchten, denn …
    •… die Nachbarn – Beteiligte Nummer zwei – bieten die Unterkunft selbst an. Sie bestimmen damit die Zukunft des leer stehenden Gebäudes selbst, was ihr Antrieb ist. Sie müssen keinen auswärtigen Investoren befürchten, der Was-auch-immer aus dem Gebäude macht. Den Bürgern zurechnen kann man vielleicht die Vertreter des Ortschaftsrats mit ihrem Vorsteher Walter Keller, die das Vorhaben befürworten.
    •Oberbürgermeister Ralf Broß – als Vertreter der Stadtverwaltung Beteiligter Nummer drei bei diesem Projekt – kann den Zeitpunkt, zu dem eine Sporthalle belegt werden muss, weiter hinaus zögern. Auch er hat 70 Plätze auf einen Schlag bekommen in einem Gebäude, das eigentlich der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehört. Den Gemeinderat hat er im Boot.
    •Diese Rottweiler AWO – Beteiligte Nummer vier – mit ihrem Geschäftsführer Peter Hirsch hat ihr seit April 2013 leer stehendes Gebäude, für das sie aufkommen muss, es aber nicht mehr nutzen kann und möchte, endlich los. Dass die künftige Nutzung sich mit ihren unternehmerischen Zielen deckt, ist ein schöner Nebeneffekt.
    •Die Landesregierung in Stuttgart ist Beteiligte Nummer fünf. Vereinfacht gesagt, benötigt auch sie Unterkünfte für Flüchtlinge, vor Ort wickeln die Landratsämter das ab. In diesem Falle aber geht es um Frauen und Kinder aus Kriegsgebieten, weswegen die Landesregierung ein besonderes Interesse hat, diese unterzubringen. Bestenfalls, wenn auch bei Bedarf vor Ort die Möglichkeit einer therapeutischen Begleitung besteht, heißt es von Seiten der Landesregierung. Therapeutische Begleitung – bei diesem Stichwort horchte Bernd Pfaff, Fachbereichskleiter in Rottweil, auf. Dafür gibt es Profis in der Stadt: im Vinzenz-von-Paul-Hospital. Pfaff brachte Profis und Platz zusammen: 70 Frauen und Kinder in Vaihingerhof, laut OB Broß „in absehbarer Zeit” weitere 100 Frauen und Kinder im ehemaligen Spital mit ambulanter Betreuung nach Bedarf vor Ort – damit nimmt Rottweil der Landesregierung eine ganze Menge ab.
    •Christine Hamp von Geno-Immobilien – Beteiligte Nummer sechs – hat den „Schafstall” in Vaihingerhof aus dem Angebot, hat ihn erfolgreich vermitteln können. 60 Besichtigungen waren notwendig, mit Interessenten teils aus der Schweiz, zwei Bieter gab es am Ende, zum Zug kommen die Bürger, der Verkauf läuft aber dennoch über das Immobilienunternehmen.
    •Und schließlich die Flüchtlinge – Beteiligte Nummer sieben. Hier geht es um besondere Flüchtlinge: um Frauen und Kinder aus umkämpften Gebieten. Um Frauen und Kinder, die wie bei einer Schiffskatastrophe zuerst gerettet werden, aus einer humanitären Verpflichtung heraus. Sie sind keine Balkanroutenwanderer, sie werden spätestens am 15. Dezember per Flieger in Stuttgart eintreffen, im Rahmen des Hilfsprogramms ausgeflogen aus einem Kriegsgebiet. Sie werden ein sicheres, ruhiges Zuhause für eine Übergangszeit – Flüchtlingskoordinator Hamann schätzt für zwei bis drei Jahre – vorfinden, ein aufnahme- und hilfsbereites Umfeld. Und wenn ihnen der Vaihingerhof doch zu abgelegen ist, gibt es ein Alternativangebot mit derselben Betreuung in einem Gebäude des ehemaligen Spitals mitten in Rottweil, dem Vinzenz-von-Paul-Hospital sei Dank.

    Das ist ein richtig rundes Angebot. Kreisrund, ohne eine einzige erkennbare Delle. Selbst die betroffenen Bürger stehen dahinter, nehmen eigenes Geld in die Hand, um die Flüchtlingsbetreuung vozufinanzieren. Nehmen damit auch wieder Geld ein, wie ihr Sprecher Paul Seifriz erklärte, und erwirtschaften sich so die Grundlage für ein selbstbestimmtes Folgeprojekt in zwei, drei Jahren.

    Unglaublich, aber das scheint mitten in Deutschland möglich.

    Da müssten den Meckerern eigentlich die Argumente ausgehen. Doch: Natürlich gibt es immer noch Meckerer. Sie finden sich etwa auf Facebook zusammen und verurteilen das Projekt an sich – meist, ohne die Details zu kennen. Und teils holen sie aus: Den Flüchtlingen werde das Geld in den Hintern geblasen, an die Obdachlosen, beispielsweise, denke niemand.

    Zitat: „Für mich unvorstellbar 😕 es ist ja alles recht und gut wenn man hilft…aber hat sich einmal jemand Gedanken über die eigenen Leute gemacht? Jetzt kommt der Winter und wir haben genügend Obdachlose Wann hat man sich jemals so den Arsch auf gut deutsch aufgerissen für die eigenen Leute????? Nie …weil die eigenen gehn alle am Arsch vorbei
    Und dann wundert sich jeder warum der Hass immer größer wird.”

    Unabhängig davon, dass sich bis vor ein paar Wochen niemand um die Obdachlosen geschert hat, hinkt der Vergleich. Gerade die Arbeiterwohlfahrt und die örtlichen Kirchen haben schon sehr lange gute und genutzte Angebote für Nicht-Sesshafte und Hilfsbedürftige. Und in Hamburg, wo sie der Frage nachgegangen sind, hat sich heraus gestellt, dass selbst hiesige Obdachlose betreten schweigen, wenn sie sich eines der Massenquartiere für Flüchtlinge mal selbst angeschaut haben. So wollten auch sie nicht leben. Oder die Wohnungen: Etwas mehr als vier Quadratmeter, eine Fläche von rund zwei mal zwei Metern, wird einem Flüchtling zugestanden. Kaum ein anderer Mensch lebt in Mitteleuropa so. In einem Haus, das der Rottweiler Stadtkapelle zu klein ist, werden bald 35 Flüchtlinge untergebracht. Diese kommen nicht für einen Abend zum proben. Diese werden dort leben.

    Deshalb wäre es jetzt an der Zeit, einfach mal zu schweigen. Mindestens, die Meckerei einzustellen. Es wäre an der Zeit, hinzuschauen, wie sich das Projekt in Vaihingerhof entwickelt. Und gegebenenfalls, sich selbst einzubringen, denn der Zeitplan ist sehr ehrgeizig. Bis 15. Dezember muss alles bereit sein, spätestens.

  14. Schantle Says:

    Ja Arnie,
    nur hast du keine Ahnung und liegst 180 Grad daneben! Ich werde dich aber noch aufklären. Wart ab!

  15. Friederika Says:

    13.11.2015: Aus dem Nachbarland Frankreich

    Terror in Frankreich
    Mehr als 120 Menschen sterben bei Anschlagsserie in Paris
    […]
    An mehreren Orten in Paris schossen schwer bewaffnete Terroristen um sich, überfielen Restaurants sowie ein Konzerthaus und versuchten sogar in das Fußballstadion zu gelangen, in dem gerade Frankreich und Deutschland in einem Testspiel aufeinandertrafen. Die bisherige Bilanz: Mehr als 120 Tote und unzählige Schwerverletzte. […]

    Quelle: t-online.de
    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_76124806/terror-in-frankreich-mehr-als-120-menschen-sterben-bei-anschlagsserie-in-paris.html

  16. Schantle Says:

    Meßstetten: Unruhen in der Landesaufnahmestelle in Meßstetten – großes Polizeiaufgebot beruhigt Lage

    Heute Abend, kurz vor 19.30 Uhr, kam es in der Landeserstaufnahmestelle in Meßstetten zu Unruhen zwischen Flüchtlingen. Die Situation eskalierte. Mitarbeiter des Sicherheitspersonals wurden angegriffen, dabei wurde auch mit Gegenständen geworfen. Einige Personen, der circa 200 bis 300 Beteiligten, erlitten leichte Verletzungen. Eine genaue Verifizierung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Zahlreiche Polizeistreifen, Einsatzbeamte der Bereitschaftspolizei sowie Beamte des benachbarten Polizeipräsidiums Konstanz, insgesamt circa einhundert, konnten die Lage mittlerweile beruhigen. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Ein Hauptunruhestifter nahm die Polizei vorläufig fest. Über die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung liegen noch keine Erkenntnisse vor.

  17. support Says:

    Flughafen Stuttgart (ES): Auseinandersetzung in Flüchtlingsunterkunft – vom 13.11.2015

    Am Donnerstagnachmittag ist es in der Flüchtlingsunterkunft in der Halle 9 auf der Landesmesse zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen syrischen und irakischen Staatsangehörigen gekommen. Gegen 17.15 Uhr gerieten zunächst zwei Frauen verbal in Streit. Als sie sich voneinander wegstießen, mischten sich die Angehörigen in den Streit ein und es kam zu Handgreiflichkeiten. Durch das Security Personal und mehrere Polizeistreifen konnte die Auseinandersetzung rasch beendet werden. Drei Personen wurden über Nacht in Gewahrsam genommen. (ms)

    PM


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