Ich hätte Haas fragen sollen, ob er schwul ist!

11. Dezember 2015

(dearw – Rottweil) – Vorgestern lobte ich Andreas Haas noch in seinem facebook-Beitrag „Back in Tübingen“. Ich schrieb sinngemäss: „Er geht professionell damit um und ist ein guter Verlierer“, dies aus meiner Beobachtung am Abend im Ratssaal. Und: Er ist ein Profi, welcher ebenfalls sehr gut für Rottweil gewesen wäre“. Einleitend schrieb ich im Kommentar: „Bitte nicht so viel Mitleid und Angst um Rottweil, auch mit Dr. Ruf wird es gut“. Das hat Haas wohl nicht gefallen. Denn er löschte diesen Kommentar aus seinem Thread. Die Beileids-Beweihräucherungen sollten wohl nicht gestört werden!?

Heute im Schwabo steht, wie Haas nun nachtritt: „Die Entscheidungsfindung, die sich sich nun im Rottweiler Gemeinderat abgespielt habe, sei für ihn „total daneben“. Dass es ein Stadtrat nicht schaffe, zu einer Meinung zu kommen, sei geradezu „unterirdisch“. Er habe gespürt: „Die Menschen im Saal wollten, dass ich gewählt werde.“ Wenn ein Gemeinderat das nicht erkenne, sei er kein Volksvertreter. Machtspiele zu Lasten der Verwaltung und der Bewerber hätten wohl leider hier eine große Rolle gespielt, bedauert Haas.„.

Mein lieber Andreas Haas, auch wenn du es schon gelöscht hast, ziehe ich hiermit ausdrücklich zurück, dass du ein guter Verlierer bist. Und, wer so nachtritt und den gesamten Stadtrat so diskreditiert, wäre definitiv der falsche BM für Rottweil gewesen. Deshalb ziehe ich auch diese Fehleinschätzung meinerseits zurück, dass du ebenfalls sehr gut geeignet gewesen wärst. Und, ich bin für meine Stadt glücklich und zufrieden, dass Dr. Christian Ruf – der einzig souveräne unter den zwei Bewerbern aus der Endrunde – Erster Beigeordneter geworden ist. In knapp 100 Tagen wird´s die Verwaltung, in 2 Jahren der OB und in 8, 16 und 24 Jahren die Stadt ihm danken.

„Sind Sie schwul?“
Auszug aus Wikipedia: „Vor allem in der Jugendsprache findet sich schwul inzwischen auch als allgemein abwertendes Adjektiv für Gegenstände und Sachverhalte, die keinen direkten Bezug auf Homosexualität oder vermeintliche Unmännlichkeit haben.„.
Diese Frage hätte ich Andreas Haas stellen müssen.

@Peter; nur um es gleich vorweg zu nehmen – ich erkläre ausdrücklich, dass ich schwul sein (hier im Bezug auf die sexuelle Orientierung – und nicht als abwertendes Adjektiv für unmännliches Verhalten) nicht für unmännlich oder anormal halte. Ob hetero, homo, bi, queer etc. – das soll jede/r/x für sich selbst entscheiden und, das ist gut so.

@Leser welchen den letzten Abschnitt nicht verstehen; Peter hat mich komplett „entfreundet“, weil er mich bzgl. einer solch „ekelhaften“ Frage für „homophob“ hält.

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35 Antworten to “Ich hätte Haas fragen sollen, ob er schwul ist!”

  1. dearw Says:

    Hat dies auf dearw rebloggt.

  2. dearw Says:

    PS: zu Gerhard Adens Leserbrief, einem FDPler, welcher aus der Partei zwischendurch ausgetreten war, weil er einen schwulen „Chef“ hatte, sage ich jetzt nichts

  3. support Says:

    Dieter, gute Arbeit :mrgreen:

  4. Schantle Says:

    dearw, danke für Zusatzinfos.


  5. Finde, dass Herr Dr. Ruf hätte antworten sollen: „Das geht Sie nichts an, Herr Albrecht, aber wo wir gerade beim Thema sind: Wie treiben Sie es gerne? Mögen Sie die Missionarsstellung, nehmen Sie die Frau von hinten oder verhalten Sie sich eher devot? Lassen Sie sich gelegentlich einen blasen, wenn es Ihnen danach ist und erledigt das Ihre Partnerin gerne für Sie? Haben Sie überhaupt eine?“

    Natürlich hat Herr Ruf richtig geantwortet. Er hat sich zugleich aber auch passiv verhalten, auf Herrn Albrechts Spiel eingelassen.

    Unabhängig davon: Setzt man voraus, Herr Albrecht habe Herrn Ruf wirklich einfach nur stressen wollen, so ist das an sich legitim. Der Einfall, den Stress mit der bekannten Frage auszulösen, ist aus meiner Sicht der dümmstmögliche. Das hätte Relevanz bekommen, wenn Bewerber Haas gewählt worden wäre. Dann hätten wir einen Verstoß, ich bleibe dabei, gegen das Gleichbehandlungsgesetz. Dort geht es darum, „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.“ Der Gedanke läge anschließend nahe, dass eine Nicht-Wahl ihre Ursache in Albrechts Frage gehabt haben könnte.

    Albrecht hat sich – das glaube ich jedenfalls – gedanklich völlig verlaufen. Ich glaube, dass kein Mensch, der anderen wirklich die Freiheit lässt, ihre Lebensform inklusive ihrer Sexualität unabhängig und frei selbst zu bestimmen, einem Bewerber die bekannte Frage gestellt hätte. Ich glaube, dass jemand, der ausreichend Respekt hat vor anderen Menschen, sich ebenfalls nicht so eingelassen hätte. Vielmehr hätte eine wirklich liberale Einstellung dazu geführt, dass die Frage sich gar nicht angeboten hätte oder dass sie unterlassen worden wäre. Ich kann nur zu dem Schluss kommen, dass der Frage an sich eine Aversion zugrunde liegt. Herr Albrecht bezeichnet diesen Gedankengang als „Schere in meinem Kopf.“

    Ich riete Herrn Albrecht, jetzt in sein Wohnmobil zu steigen und recht weit weg zu fahren. Aber ich habe ihm nichts zu raten.

    Ja, ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen. Den Grund dafür hat Herr Albrecht korrekt dargestellt. Das wird in diesem Forum vermutlich nicht verstanden werden, weshalb ich hier argumentativ keine weiteren Angriffsflächen liefern möchte.

  6. dearw Says:

    @Peter;
    dem ist nichts hinzuzufügen
    und du sprichst für dich
    und bleibst in dir gefangen

    Nachtrag;
    was ich im Internet als Privatperson blogge und kommentiere, sind Meinungsäusserungen, auch ohne die Zusätze:
    nach meiner Einschätzung
    meines Erachtens
    meiner Meinung nach
    so denke ich
    meine Ansicht ist

    dies auch wenn ich schreiben würde: Peter ist kleinkariert

    ein Journalist muss da in seiner Zeitung schon besser aufpassen!


  7. PS: der Kontaktabbruch geht von mir als Privatperson aus. Der Zeitpunkt ist aber für mich als Journalist insofern jetzt auch günstig, weil sich Herr Albrecht aus dem öffentlichen Leben auf eigenen Wunsch zurückziehen möchte.


  8. Sehen Sie, das geht mir ebenfalls in dieser Diskussion mit Herrn Albrecht unglaublich auf den Sack: Er schreibt nicht, ich sei seiner Ansicht nach in mir gefangen, sondern ich sei in mir gefangen. Es ist eine Feststellung. Ich bin mit einer Tatsache konfrontiert. Mit solchen Leuten zu streiten, habe ich immer schon als sehr anstrengend empfunden.

    Ich wünschte mir, dass eine Reflexion des eigenen Tuns stattfinden würde. Eventuell mit einer öffentlichen Entschuldigung, denn ich kann mir auch vorstellen, dass so einen Abtritt aus dem öffentlichen Leben kein Mensch haben möchte. Aber wenn nur die anderen schuld sind oder nur die anderen zu doof, die ganze Geschichte zu blicken, dann kann es damit nichts werden. Finde ich.

  9. dearw Says:

    PS:
    Peter Arnegger ist nicht souverän! 😛

    auch ohne, dass die Frage der Fragen an ihn gestellt wird


  10. Jetzt ändert er nachträglich auch noch seine Kommentare hier, weil er in dieses Blogsystem eingreifen kann, was seinem Gegenüber nicht möglich ist. Er mag es Nachtrag nennen, aber so funktioniert keine Diskussion.

    Durch und durch unsouverän, genervt und desillusioniert: Sorry, keinen Bock mehr. Tschüss.

  11. dearw Says:

    Tschüss und gute „Reise“

    übrigens; vergleichbares geschieht auf der NRWZ-Online ebenfalls ab und zu

  12. Aden, Gerhard,Dr.med. Says:

    zu dearw: Ob jemand schwul ist, geht mir am verlängerten Rücken vorbei. Ich bin damals ausgetreten, weil Westerwelle als Außenminister seinen Freund geheiratet hat und sich meiner Meinung dadurch geschwächt hat. Vielleicht lag ich mit meiner Einschätzung gar nicht so falsch, denn als erfolgreich wird seine Zeit als AM
    ja nicht bewertet. Ob allerdings seine Heirat mit dafür verantwortlich wird man je nach Standpunkt unterschiedlich bewerten..

  13. dearw Says:

    @Gerhard; vielen Dank für die Klarstellung

  14. klepfer Says:

    @Aden, Gerhard, Dr. med.

    Ich hielt die mediale Betonung des Schwulseins unseres ehemaligen Aussenministers auch für furchbar daneben, weil es etwas aufdringlich Missionarisches an sich hatte. Eine Art „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“. Andere Nationen haben nun mal andere Vorstellungen von Sexualität. Das fängt in den USA an und hört in Russland auf. Die wollen und werden sich aus gutem Grund von uns nicht erziehen lassen. Daher war eine dergestalt konnotierte Person wie Westerwelle für das Amt tatsächlich völlig ungeeignet. Antidiskriminierungsgesetz hin, Antidiskriminierungsgesetz her. Auch mir geht es ansonsten am verlängerten Rücken vorbei was Schwule tun oder nicht. In dieser Hinsicht leben wir tatsächlich in einem freien Land. Und das ist gut so. 🙂

  15. Dorfschantle Says:

    Arneggers kleine Sexualkunde enthält keine Frauen-freundlichen Praktiken. Was sagt uns das?

  16. Peter Arnegger Says:

    @Dorfschantle: Sagt uns das, dass meine Aufzählung nicht abschließend war? Was sagt uns das denn? Und was fehlt Ihnen? Und worin liegt bei allen meinen Punkten die Frauenfeindlichkeit?

  17. Peter Arnegger Says:

    Ich verstehe schon. Ich bin offenbar schwul. Also in Ihren Augen. Ist ja auch logisch, wer sich gegen Homophobie ausspricht, muss schwul sein. Kann nicht anders sein, oder?

    Ok. Wie sag‘ ich das jetzt meinen Kindern? Und meiner Liebsten?

  18. support Says:

    Gleich folgt noch das Äffle und frägt ob wir alle Lack saufen… Schantle, hast den Sepp gesperrt? Mal ein Tag könnte man den locker ertragen :mrgreen:

  19. Peter Arnegger Says:

    @support: *lol*

  20. Schantle Says:

    support

    wen soll ich gesperrt haben? Entschuldigung, wer glaubt, dass ich den ganzen Tag im Internet rumgammle?

  21. Schantle Says:

    Das zeigt, dass Haas der falsche Kandidat war:

    Die Entscheidungsfindung, die sich sich nun im Rottweiler Gemeinderat abgespielt habe, sei für ihn „total daneben“. Dass es ein Stadtrat nicht schaffe, zu einer Meinung zu kommen, sei geradezu „unterirdisch“. Er habe gespürt: „Die Menschen im Saal wollten, dass ich gewählt werde.“ Wenn ein Gemeinderat das nicht erkenne, sei er kein Volksvertreter. Machtspiele zu Lasten der Verwaltung und der Bewerber hätten wohl leider hier eine große Rolle gespielt, bedauert Haas.

    Grusel! Wer nach verlorener Wahl so einen Mist ablässt, war der falsche Kandidat und hat zu Recht verloren! Im übrigen verzichte ich gerne auf weitere Grüne in der Verwaltung!

    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-wahlverhalten-war-unterirdisch

    http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Haas

  22. support Says:

    @Schantle
    Inzwischen kannst hier Eintritt via bitcoin verlangen und wirst noch fürs rumgammeln belohnt 🙂
    Der Peter weiß auch wer gemeint ist, zuletzt schrieb der als „Ein Rottweiler“ obwohl es ja nur ein geflüchter Dachauer darstellt, jo au wurst^^

  23. Schantle Says:

    Ein Rottweiler wurde längst freigegeben.
    Warum können manche sich nicht einen klaren Namen und immer dieselbe Emailadresse geben und bei dem bleiben. Alle neuen Angaben werden erst mal vollautomatisch gesperrt! Da kann doch ich nix dafür!

    Vor was haben denn manche immer Angst? Wenn einer hier Angst haben muss, bin ich das! Doch nicht einer, der einen Kommentar abgibt! Nach dem guckt doch keiner!

  24. support Says:

    In der freien Wirtschaft ist man ab 45 abgeschrieben, warum sollte man so jemand noch in der A/B Besoldung mit +55 einstellen? Sicherlich nicht weil man ihm das gönnen würde, weiterhin jeden Tag 100km zu gondeln? Die Zeiten sind doch längst vorbei und bin auch kein Experte bezüglich Rathaus-Sachen aber ich denke, der Dr.Ruf war die richtige Entscheidung zumal mit jüngerem Blut!

  25. ebbele Says:

    @Schantle: Hattest Du Angst?

  26. klepfer Says:

    @ebbele: Hast Du eine Freifahrkarte ins Rottenmünster?

  27. Bergbewohner Says:

    Schantle braucht keine Angst zu haben, steht er doch unter dem Schutz der Narrenfreiheit. Das ist ein unverbrüchliches Menschenrecht, besonders für die Rottweiler Narren. Selbst in Zeiten totalitärer Herrschaft und der Tyrannei hatten die Narren Rede- und Denkfreiheit. Das muß auch in diesem Überwachungsstaat und Maulkorbrepublik noch möglich sein. In Rottweil bekommen höchstens die Hunde einen Maulkorb verpasst.

  28. support Says:

    @klepfer
    Zutreffender Verdachtsmoment 😉

  29. dr kurz Ma Says:

    @ Bergbewohner:

    was für ein Unsinn, gerade in totalitären Zeiten haben sich die Fasnets- und Karnevalsvereine oft als die größten Mitläufer und Hetzer erwiesen.

    Und wer zum Beispiel im Nationalsozialismus auch auf einem Narrenumzug die Menschenrechtsverletzungen angeprangert hat, der konnte sich wenig später im Zuchthaus wiederfinden.

    Und als zu Beginn des Jahres Charlie Hebdo attackiert wurde, waren es doch Karnevals- und Fasnetsvereine hier in Deutschland, die als ERSTE islamkritische Wägen oder Mohammed-Nachbildungen untersagt haben, zum Schutz der Kinder.

    Wer so schnell den freiheitlichen Geiste einer duckmäuserischen Sicherheit opfert, von dem ist, wenn es Spitz auf Knopf kommt, sicher keine Beistand für Rebellen zu erwarten.

  30. Waschechter Rottweiler Says:

    Auch wenn ich derzeit außerhalb Rottweils lebe, verfolge ich das aktuelle Geschehen genau. Darf ich eine ernstgemeinte Frage stellen, Herr Albrecht?

    Schauen Sie sich bitte mal ihr eigenes Profil auf FB an. Drei Likes für den geposteten Blog Beitrag. Drei Likes!!! Und davon einer von ihnen selbst. Hinterfragen Sie sich nie selbst ob Dinge die passiert sind gut gelaufen sind?

    Schon die Tatsache, eigens geschriebene Blog Beiträge selbst zu posten wird im Internet schmunzelnd betrachtet. Jugendliche, die z.B. Ihre Beiträge selbst liken, werden ausgelacht und sind in der Regel Mobbing Opfer sonder gleichen. Bitte überdenken sie das mal. Ist nur ein Tipp 😉

  31. ebbele Says:

    Väterchen Stalin an klepfer : Sollen wir den Ebbele nicht besser gleich in Gulag zum Steineklopfen schicken. Kollege kann Supporten in dem er seinen BANNer hochhält.

  32. dearw Says:

    zukünftig überlege ich mir, ob ich mein Handeln an den Likes in facebook ausrichte – gute Idee 😛

  33. ebbele Says:

    @Bergbewohner
    „unverbrüchliches Menschenrecht“ – hahaha – Menschenrechte sind per definitionem immer relativ nie absolut – desweiteren kommt es darauf an, ob Du nicht gerade zu einer Personengruppe gehörst, die außerhalb jeder „menschlichen Gemeinschaft“ steht, für die auch keine Menschenrechte eingefordert werden können (sind z. B. Volkschädlinge „Menschen“ im eigentlichen Sinn?) – und vergiß nicht zuletzt : aus Rechten werden schnell Pflichten, so belehren uns zumindest die „Protokolle“.

  34. dearw Says:

    Haas tritt schon wieder nach – definitiv der Falsche!

    Diesmal behauptet er gar, dass die Frage zur Feststellung der Belastbarkeit und Souveränität an Dr. Ruf „rechtswidrig“ war und, dass „damit das gesamte Verfahren ungültig ist“.

    Lieber Andreas Haas, bitte frag vorher deinen Arzt oder Apotheker bevor du solch einen Mist von dir gibst!

    http://www.nrwz.de/aktuelles/der-gluecklose-buergermeisterkandidat-andreas-haas-nach-dem-entscheid-ueberwiegend-dankbar/20151217-1629-105279


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