Referendum – Aus für Homoehe in Slowenien

21. Dezember 2015

(Klepfer/Rottweil) Referenden scheinen der limitierende Faktor sogenannter „progressiver“ Politik in Europa zu sein. Nach einem Referendum haben die Slowenen die vor neun Monaten durch das Parlament eingeführte Homo-Ehe einfach wieder abgeschafft.

Links:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/homo-ehe-slowenen
http://derstandard.at/2000027856861/Slowenien

Advertisements

9 Antworten to “Referendum – Aus für Homoehe in Slowenien”

  1. Dorfschantle Says:

    Guten Morgen Klepfer,
    du bist aber schon früh auf den Beinen – oder noch nicht im Bett? Normalerweise ist doch die Klepferei erst ab 8 Uhr gestattet.
    Mit munteren Grüßen aus der Frühschicht
    Dorfschantle

  2. klepfer Says:

    Guten Morgen und Gruß zurück! EIn früher Vogel…;)

  3. ebbele Says:

    Ob sie nun heilbar ist oder nicht mag umstritten sein, unzweideutiger Fakt ist die Abartigkeit bzw. Unnatürlichkeit dieser sexuellen Orientierung. Der Mensch quer durch alle Kulturen ist sich darüber im Klaren – nur hier im „Westen“ wird uns seit Jahrzehnten mittels multimedialer Massensuggestion das Gegenteil eingetrichtert.

  4. ebbele Says:

    Hier noch ein Leserbrief zum Thema, der bereits 1995 im SchwaBo (Lokalteil RW) abgedruckt wurde:

    Homosexualität macht krank

    Ist Homosexualität eine natürliche, angeborene Orientierung einer Minderheit und nur eine andere Form von Liebe, Sexualität und Partnerschaft, oder ist sie eine sexuelle Verirrung, die der natürlichen Ordnung wider-spricht? Woher stammen denn die gewaltigen Ordnungen in der Natur? Sind sie aus dem Nichts entstanden oder stammen sie aus dem Willen eines Schöpfers? Und der Mensch – hat er sich selbst geformt oder ist er das Geschöpf Gottes? Wie ist das alles entstanden?
    „Gott ist offenbar; denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß der Mensch keine Entschuldigung hat“ (Röm 1,20). Der Mensch ist im Bild Gottes geschaffen, zur Gemeinschaft und in Abhängigkeit zu seinem Schöpfer. Und Gott schuf den Menschen „als Mann und Frau und segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt die Erde“. Zu diesem Zweck gab Gott den Menschen den Bund der Ehe: „Sie werden ein Fleisch sein, und was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden“. Dieses ‚Ein-Fleisch-Werden‘ wird besonders deutlich bei der Entstehung neuen Lebens im Mutterleib. Das Neugeborene ist aus den Erb-informationen seiner Eltern gebildet. Das also ist die Ordnung Gottes: Er will Leben!
    Sexualität, die nun außerhalb der Ehe und nicht mit dem Ziel des ‚Eins-Seins‘, sondern nur zur Befriedigung der eigenen Lust praktiziert wird, ist pervers und somit Sünde. Darunter fällt unter anderem auch die Homo-sexualität. Im Gesetz Mose steht geschrieben: „Du sollst nicht bei einem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, das wäre ein Greuel.“
    Diese Form der Sexualität ist in den Augen Gottes so gravierend, dass sie in Israel mit der Todesstrafe und mit dem Ausschluss aus dem Volk Gottes bekämpft werden sollte. Und diese Abschreckung dient zum Schutz der Gesellschaft und des Menschen. Denn der Beitrag der Homosexualität zur Gesellschaft ist Tod und nicht Leben. Auch weiß man heute in medizinischen Kreisen sehr wohl, dass männliche Homosexualität auch ohne Aids-Infektion das Immunsystem schwächt und erwiesenermaßen pathologisch ist und nicht gay (fröhlich), sondern krank macht.
    Doch religiös-bedingte Sex-Begrenzungen gelten heute als rückständig, und man ist schnell dabei, jene, die darauf hinweisen, als Nazis zu bezeichnen. Der Ober-Nazi wäre dann der Gott der Bibel, den es dann so schnell wie möglich abzuschaffen gilt; am besten jetzt gleich im „Jahr der Toleranz“.
    Gerade das hat sich der Humanismus auf seine Fahne geschrieben. Der Mensch sei, so meinen sie, im Kern seines Wesens gut und deshalb müsste man ihn von jeglicher Bevormundung (zum Beispiel Gebote Gottes) befreien. Homosexualität, Promiskuität, Pornographie und Abtreibung sind die Früchte der sexuellen Emanzipation. Jeder Mensch soll das Recht haben, seine sexuellen Bedürfnisse ganz nach seiner Lust auszuleben, und das wird dann noch als Liebe bezeichnet. Homosexualität ist die direkte Folge dieser ‚Aufklärung‘.
    [ Eine Entwicklung, die der Apostel Paulus durch den Geist Gottes schon vor Jahrhunderten beschrieben hat: „Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit dem Bild vom vergänglichen Menschen … darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften, denn ihre Frauen haben den natürlichen Gebrauch ver-tauscht mit dem wider-natürlichen und auch die Männer sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen“ (Röm 1,22ff). ]
    Gott greift ein und richtet (zum Beispiel: Aids), und auch Jesus erwähnte sehr oft die Hölle. Nicht, weil er Spaß daran hatte, die Menschen einzuschüchtern, sondern weil das gerechte Gericht Gottes sicherlich stattfindet. Die Wirklichkeit wird sich nicht dem Wunschdenken des Menschen anpassen, sondern der Mensch sollte sich der Wahrheit beugen. Das umso mehr, da Gott noch wartet, „weil er keinen Gefallen am Tod des Gottlosen hat, sondern vielmehr daran, dass der Gottlose umkehre und lebe“.

  5. klepfer Says:

    @ebbele

    Na ja. Ich bin ja auch ein klassischer Heterosexueller. Mit gleichgeschlechtlicher Sexualität kann ich nicht viel anfangen und die praktische Vorstellung ist für mich eher widerwärtig. Nicht meine Welt. Ich mag halt Frauen.

    Trotzdem gestehe ich den Homos und Lesben natürlich ganz ausdrücklich das Recht zu, ihre Sexualität so zu leben wie sie möchten, so lange sie dabei keine dritten Personen schädigen. Von mir aus kann man homosexuellen Partnerschaften ruhig einen formalen Rahmen geben, was ja mittlerweile auch geschehen ist. Den seltsamen Leserbrief aus den 90ziger-Jahren kann ich für mich nicht nachvollziehen. Religion kann und darf zumindest in der Gesetzgebung keine ausschlaggebende Rolle mehr spielen.

    Die Aussage des Leserbriefs: „….Sexualität, die nun außerhalb der Ehe und nicht mit dem Ziel des ‘Eins-Seins’, sondern nur zur Befriedigung der eigenen Lust praktiziert wird, ist pervers und somit Sünde…..“ ist aus meiner Sicht zwar durchaus religiös begründbar, bleibt aber die private Ansichtssache einer extrem kleinen, ausschließlich religiös motivierten Minderheit, die gesellschaftlich keine relevante Rolle mehr spielt.

    Ich finde es im Übrigen akademisch interessant, dass insbesondere religiös motivierte Menschen ungefragt und brutal in die Freiheit anderer hemmungslos eingreifen, um ihrem „Gott“ zu huldigen. Das gilt für Muselmanen genauso wie für fundamentalistische Christen, Hindus oder Juden. Witzigerweise ist dabei immer der Sex das Vehikel zur Sünde. Das hat einen einfachen Grund. Jeder von uns hat dieses biologische Grundbedürfnis tief in seinem Gehirn (man könnte bildhaft auch vom „Motherboard“ sprechen) einprogrammiert und ist daher völliger Sklave seiner biologischen Bedürfnisse. Daher werden alle auch zwangsläufig früher oder später zu Sündern. Nicht das Leben von Sexualität ist pervers sondern das krankhafte Unterdrücken der Lust führt zu allerlei Verirrungen. Nicht umsonst gibt es unter zöllibatsgeplagten Priestern die meisten Päderasten und Homos und bislang zöllibatär lebende Dschihadisten vergewaltigen arme Jesidenmädchen.

    Welcher glücklich verheiratete Mann schaut nicht auch einmal einem gutgebauten 17-jähigen Mädel auf den wohlgeformten Hintern bzw. Busen und welche normale Frau ist vor Versuchungen aller Art gefeit? Ich zitiere mal aus Matthäus 5: „…..Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: „Du sollst nicht ehebrechen.“ Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen…..“. Das bedeutet dem entsprechend, dass jeder normal empfindende Mensch im Sinne der Bibel früher oder später zwangsläufig „schuldig“ wird.

    Nur Schuldige brauchen Vergebung. Nur so macht der Kreuzestod Jesu wirklich Sinn. Denn: Wer von uns braucht soviel Vergebung, dass man jemanden dafür tatsächlich ans Kreuz nageln müsste. Wenn die Sexualität kein Quell der Sünde mehr ist, hätte dann Gottvater durch sein Versagen der Nothilfe Jesus tatsächlich sterben lassen müssen als dieser zu ihm schrie: „Vater, Vater, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34; Mt 27,46). Irgendwie habe ich ja auch schon das eine oder andere in meinem Leben verbockt, aber zum Kreuzigen reicht es bei mir (leider auch incl. meiner sexuellen Verfehlungen) dann doch nicht. Gott hätte Jesus besser beizeiten abgehängt und wäre so ein guter Vater geblieben.

    Seitdem ich mir als Pubertierender tiefere Gedanken über diesen theologischen Zusammenhang machte, geht mir das Geschlechtsleben Anderer völlig am verlängerten Rücken vorbei. Es gilt m.E. vielmehr: Jeder nach seiner Facon und möglichst viel Spass dabei. Ganz ehrlich – Ich finde das Verlassen Jesu durch Gottvater viel schlimmer als alles, was Du oder ich im Bett mit einer willigen Frau alles so anstellen könnten. Meinen eigenen Söhnen täte ich so eine Kreuzigung im Übrigen niemals an. Dazu bin ich zum Glück ein zu guter Vater. D.h, aus meiner Sicht ist das Verhalten Gottes in diesem Punkt schlicht unethisch.

    Jaja ich weiss. Ich bin ein übler Ketzer und Häretiker. Trotzdem: Frohe Weihnachten!

    Anmerkung: Das ethische Problem homosexueller Partnerschaften ist mittlerweile vielmehr, dass hier der Wunsch nach „Nachwuchs“ besteht, der entweder durch bedenkliche Methoden (Leihschwangerschaften, Samenspenden, Eispenden etc. pp.) oder durch Adoption realisiert wird. Für die in diesen Verbindungen aufwachsenden Kinder besteht m.E. die Gefahr, Teil eines sexualiserten Lebensentwurfs eines bzw. einer Homosexuellen zu werden und dabei um die Erfahrung einer klassischen Familie betrogen zu werden. Das bedeutet, dass dann Homosexualität zu Lasten Dritter, d.h. der betroffenen Kinder in den sogenannten „Regenbogenfamilien“ ausgelebt wird.

  6. klepfer Says:

    @dearw

    Siehe oben. Wie siehst Du das als gläubiger Mensch?? Gehe ich da zu weit?

  7. klepfer Says:

    Warum?

  8. ebbele Says:

    Hallo klepfer,

    danke für diese umfassende Antwort, auf die ich jetzt aber nicht detailliert eingehen werde. Das würde hier den Rahmen sprengen – ja es wäre ein ganz anderer Diskussionsfaden – ja womöglich ein neues Blog.

    Über folgendes könnte man allerdings nachdenken:

    Warum wissen, glauben bzw. sind die meisten Menschen, quer durch alle Kulturen und Zeitalter und unabhängig von ihrer Religion davon überzeugt, daß Homosexualität abartig ist?
    Kommt einem hier das Stichwort „Natur“ in den Sinn leitet sich daraus folgerichtig die Frage nach Entstehung und Herkunft derselben ab.
    Auch in dieser Sache – nämlich der Frage nach Gott, als Ursprung aller Dinge – findet sich eine erstaunliche Übereinstimmung der Menschen, die sich in einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Religiosität äußert.
    Warum gibt es aber derart viele, extrem unterschiedliche und sich teilweise widersprechende religiöse Anschauungen, wenn doch die meisten Erdbewohner davon überzeugt sind, daß es nur EINen höchsten Gott geben kann?
    Zuerst unabhängig davon stellt sich dem Menschen auch die Frage nach „Wahrheit“- womit Sachverhalte gemeint sind, die jeden Menschen in gleicher Weise betreffen und nicht der eigenen Anschauung unterworfen sind. Es können ja, rein aufgrund der Logik, nicht sich zwei widersprechende Aussagen gleichzeitig WAHR sein.
    Die Frage nach GOTT und die Frage nach WAHRHEIT sind untrennbar miteinander verbunden. Denn der Mensch auf sich selbst geworfen ist in jeder Hinsicht einfach zu begrenzt, hier feste und damit verläßliche Aussagen zu treffen – vor allem, wenn diese Feststellungen auch in das Leben anderer Menschen hineinreichen.
    Jesus Christus hat von sich behauptet er wäre die „WAHRHEIT“. War er ein Lügner?
    Zu den christlichen Wahrheiten gehört auch folgendes: Jeder Mensch ist Sünder, per Geburt, hoffnungslos verloren ohne Anspruch und Anteil am Reich Gottes. Das hat Jesus in der Bergpredigt den Menschen unmißverständlich klar gemacht: Ehebruch beginnt beim begehrlichen Blick und Mord bei einer herablassenden Aussage.
    Wenn Gott bereit war seinen eigenen Sohn zu opfern, um hoffnungslos verlorene Sünder aus ihrer verzweifelten Lage heraus zu holen, offenbart uns das nicht die große Liebe Gottes zu uns Menschen, die sich in ihrem Leben einen Dreck darum geschert haben, was ihr Schöpfer von ihnen wollte?
    Zuletzt: Nach dem Tod Jesu folgte – übrigens wie vorhergesagt – die Auferstehung aus den Toten. Dieser geschichtliche Fakt war der Startschuß für die Ausbreitung des Christentums.


Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: