Dampfte Massenmörder Lenin durch Rottweil?

30. Dezember 2015

Rottweil. Fuhr der russische Massenmörder Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) einst per Eisenbahn durch Rottweil? Feststeht, dass der Bolschewik und spätere kommunistische Diktator Lenin mit Hilfe der deutschen Regierung im April 1917 in einem plombierten Waggon von Zürich nach Rügen fuhr und von dort per Schiff über Schweden weiter nach Petrograd (St. Petersburg). War er in Rottweil?

Ja, sagt Oberndorfer Narro und schickt dazu einwandfreie Belege:

„… zumal die beiden Lenin-Waggons nach ursprünglichem Plan von Singen über die Schwarzwaldbahn nach Karlsruhe fahren sollten. Da diese Linie zu nahe an der Kriegsfront zu Frankreich verlief und vorrangig dem militärischem Nachschub diente, wurden die beiden Waggons, die immer nur an Regelzüge angekoppelt wurden, von Singen über Tuttlingen – Rottweil – Horb nach Stuttgart, entgegen dem ursprünglichen Plan, geführt.

Michael Pearson schreibt in seiner Dokumentation: „Der plombierte Waggon“, Universitas, 1977, S. 74 f. über den 10. April 1917: „Der Zug fuhr in sanftem Bogen in Rottweil ein. Die Reisenden konnten die drei [?] Kirchtürme der mittelalterlichen Stadt sehen, die das Gewirr der hohen alten Backsteinhäuser überragten. Sie ließen den Bahnhof hinter sich und überquerten zwei Neckarbrücken“.

Fritz Platten, ein Schweizer Sozialist, der den Zug begleitet hatte und für sich in Anspruch nimmt, die Lenin-Reise organisiert zu haben, gibt den Streckenverlauf irrig über die Schwarzwaldbahn an. Da sich viele Geschichtsbücher auf ihn als Augenzeugen berufen, kolportieren sie diesen und andere Fehler.

Auch waren die beiden Waggons nicht durchgehend verplombt. Der Übergang zu den mitfahrenden Deutschen Offizieren war durch einen Kreidestrich markiert, den aber nur der Schweizer Fritz Platten übertreten durfte.

Dieser war 1921 Mitbegründer der Kommunistischen Partei der Schweiz, musste zurückgekehrt ins vermeintlich sozialistische Paradies Russland 1937 die Erschießung seiner vierten Frau Berta Zimmermann als angebl. Spionin miterleben, wurde 1938 selbst im Rahmen einer stalinistischen Säuberung zu Arbeitslagerhaft verurteilt und starb im Jahre 1942 am 22.04., Lenins Geburtstag, im russischen Lager Kargopol. – Die Revolution frisst ihre Kinder.

Und im zweiten Kommentar :

… ich kenne folgende Quellen:
Pearson, Michael: Der plombierte Waggon, Universitas Verlag Berlin, 1977; dto. Ausgaben 1982 und 1984, antiquarisch und als Taschenbuch 1990 neu verlegt angeboten.
Titel der englischen Originalausgabe: The sealed train; ins Deutsche übersetzt von Götz Pommer.

Weiterhin: Platten, Fritz: Die Reise Lenins durch Deutschland im plombierten Wagen, isp-Verlag Ffm, 1985; nur antiquarisch zu erwerben.

isp-Verlag steht für „internationale sozialistische publikationen“. Das Buch hat inhaltliche und orthografische Fehler. Da Platten im Zug mit fuhr, gilt er als Augenzeuge und seinen Angaben wird Glauben geschenkt.

Das Kaiserreich hatte Lenin dazu benutzt, Russland ins Chaos zu stürzen, was auch gelang. Es kam zur bolschewistischen Oktoberrevolution, St. Petersburg wurde zu Leningrad, der Krieg mit uns beendet und der rote Terrorist Lenin hatte freie Bahn, die nächsten Jahre bis zu seinem Tod 1924 zwischen 4 und 13 Millionen „Sowjetbürger“ – soweit gehen die Schätzungen auseinander – zu ermorden, was sein Nachfolger als Massenmörder, Josef Stalin, dann um mindestens 30 Millionen Opfer erhöhte.

Was aber die heutige linksversiffte BRD nicht daran hindert, dieser verbrecherischen Massenmörderreligion namens Kommunismus täglich zu huldigen und sie zu verharmlosen, und in Thüringen herrscht 25 Jahre nach dem Mauerfall – was  für eine Schande – der Kommunist Bodo Ramelow als Ministerpräsident.

Zur Reise Lenins guck da in Wiki! Herzlichsten Dank an Oberndorfer Narro für seine zwei interessanten Kommentare, die er beim Gäubahn-Thema gebracht hat!

4 Antworten to “Dampfte Massenmörder Lenin durch Rottweil?”

  1. Oskar A. Says:

    @ Oberndorfer Narro:

    Vielen Dank für die gute Recherche. Hier noch einmal der Originaltext von M. Pearson. Bei der Streckenbeschreibung werden aber auch Tuttlingen und Horb erwähnt. Danach durchschneidet der Neckar Horb. Jetzt sind wir eindeutig auf der Neckarbahn. 😉
    „The track curved down into Rottweil . The passengers could see the three spires of the medieval town set behind a wall of high old red-brick houses . The train passed through the station, crossed the waters of the Neckar over two bridges as the river twisted through the valley and penetrated a long tunnel, cutting through the hills.“

  2. Oskar A. Says:

    Auch die Graphik zeigt eindeutig den Weg über Rottweil und Horb nach Stuttgart.

  3. Klabautermann Says:

    Es ist sogar noch in Singen bekannt auf welchem Gleis

    der Zug nach einem kurzen Halt durchfuhr.

  4. Schantle Says:

    Ich glaube in Rottweil wurde das nie angesprochen oder irgendwie geschrieben.
    Dass Lenin hier durch ist, kam nie.

    Die Weltmeister von Bern sind übrigens auch durch Singen, aber dann Richtung München!


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