„Gottesacker“ gegen Hängebrücke

27. Februar 2016

Rottweil. Noch ist kein einziger Plan veröffentlicht, da regt sich Widerstand gegen die Idee einer Hängebrücke über das Neckartal. Der dämlichste Einwand: im Bockshof sei ein „Gottesacker“ gewesen und der brauche Ruhe!

Also die letzten hundert Jahre hat das keinen gekümmert. Obdachlose veranstalteten da teils laute Saufabende, die Bürgerwehr schießt zu Neujahr im „Gottesacker“ mit Kanonen, das Zimmertheater spielt jeden Sommer dort und so weiter. Lasst euch was Besseres einfallen, wenn euch Touristen in Rottweil stören, wie das FFR verlauten läßt.

Besonders lustig ist auch, wie es auf dem Ruhe-Christi-Friedhof zugeht. Dort lassen ja jetzt viele ihre Angehörigen als Asche unter Bäumen verstreuen. Möglichst schnell will man nicht mehr an die denken, aber im Bockshof fällt einem ein mittelalterlicher Kirchhof ein.

Eine Antwort to “„Gottesacker“ gegen Hängebrücke”

  1. Schantle Says:

    Wohin soll Rottweil sich entwickeln? Soll es Touristenmagnet werden oder dynamischer Wirtschaftsstandort? Diese Fragen wirft das Forum für Rottweil auf. In dem Bericht heißt es weiter: „Ohne diese abzulehnen, gehören grundsätzliche Überlegungen zur Ausrichtung der Stadtpolitik vor die Entscheidung dafür oder dagegen gesetzt.“ Im Gegensatz zum Gewerbeobjekt Thyssen-Krupp-Turm berühre die Brücke direkt die Innenstadt, äußert Stadtrat Reiner Hils. Rottweil müsse überlegen, ob es hunderte von Besuchern täglich aushalten wolle. Bernhard Pahlmann formuliert es zugespitzter: „Es muss möglich sein, ins Grundsätzliche zu gehen und zu fragen: ›Wollen wir hier einen Europa-Park?

    Bote!


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