Strafbefehl gegen Uli Zakl, Heiligenhof

6. März 2016

Kreis Rottweil. Uli Zakl vom Heiligenhof in Deißlingen hat einen Strafbefehl des Amtsgerichts Titisee-Neustadt wegen Beleidigung von Leuten aus Löffingen gekriegt, wo er früher gewohnt hat, und hat dagegen Einspruch eingelegt. Ich verrate damit nix, denn er hat den ganzen Fall selber öffentlich ins Internet gestellt.

Hiermit möchte ich vor allem seine Internetseite bekanntmachen, damit er noch mehr Leser kriegt. Vielleicht sind auch Juristen darunter. Die Seite heißt:

Löffingen macht platt!
Über die Stadtverwaltung Löffingen und deren Machenschaften

Man kann sich nicht in zwei Minuten in den Fall einlesen. Das Amtsgericht bringt aber doch sehr unterschiedlich starke Ausdrücke als Beleg. Wenn ich zu einem Bürgermeister, der Link heißt, schreibe „Link – ein Name wird Programm“, kann niemand das als Beleidigung erkennen, auch „Sozi-Bankster“ nicht, „kleine dreckige Ratte“ wiegt dagegen klar schwerer. Wobei bei Beleidigungen auch die Umstände gewertet werden müssen.

Die Internetseite von Uli Zakl enthält alle möglichen Angaben wie Email-Adresse und ein Kontaktformular. Er ist bestimmt für jeden Tipp dankbar, damit er die 1800 Euro nicht zahlen muss!

5 Antworten to “Strafbefehl gegen Uli Zakl, Heiligenhof”

  1. Friederika Says:

    „Diese Beschimpfungen sind okay:

    Dass ein Sozialarbeiter seinen Vorgesetzten als „altes Arschloch“ bezeichnet, ist laut dem Landesarbeitsgericht Köln (Az.: 10 Sa 337/96 vom 04.07.1996) keine schwere Beleidigung.

    Das Schimpfwort „Wichser“ ist nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 2 Sa 232/11 vom 18.08.2011) ebenfalls nur eine Abmahnung wert.

    Wer die Kollegin als „blöde Kuh“ und den Chef als „Idioten“ bezeichnet, wird grundsätzlich zunächst abgemahnt und verliert nicht direkt den Job.“

    Quelle: Focus online, 10.09.2014
    http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/beleidigungs-knigge-mein-chef-der-psychopath-diese-beleidigungen-kosten-sie-nicht-den-job_id_4123719.html

    Beschimpfungen in der Konstellation Vorgesetzter/ Mitarbeiter.

    Sind unter den Klägern vielleicht ehemalige „Duzfreunde“ von U. Zakl?

  2. Friederika Says:

    Schwäbische Schimpfwörter:

    A wiaschds Luadr
    Eine unverschämte Frau

    Aldr Rehboggschella
    Scherzhaft-derbe Begrüßung – wörtl.: Alter Rehbockhoden

    Granadabachl
    Großer Depp, Schimpfwort

    Granadadaggl
    Granatendackel, großer Depp, Schimpfwort

    Quelle:
    http://www.schwaebisch-schwaetza.de/schwaebische_schimpfworte.html

    In Mundarttheatern kommen zuhauf (schwäbische) Schimpfworte vor. Dem Besucher werden ja geradezu die Schimpfwörter in den Mund gelegt. 😉

  3. tomir83 Says:

    Hat dies auf Tomislav Radic rebloggt.

  4. Dorfschantle Says:

    Höchst bemerkenswert ist Zakls Einspruch gegen den Strafbefehl wegen angeblicher mehrfacher Beleidigung. Ich habe mich kurz eingelesen. Sie ist so ernst wie unterhaltsam und zeigt: Zakl ist ein kluger Kopf, der sich zu wehren weiß. Vielleicht nehme ich mir Zeit für die öffentliche Hauptverhandlung. Das wir auf jeden Fall interessanter als vor der Lügenglotze zu hocken oder Lügenblätter zu lesen. Ich vermute: Das gibt großartiges Kabarett beim freiem Eintritt. Damit kein Missverständnis aufkommt: Mit dieser Äußerung möchte ich nicht Herrn Zakl lächerlich machen. Vor ihm habe ich großen Respekt. Von der Klarheit seiner Einspruchsbegründung könnte sich mancher Kauderwelsch-Rechtsanwalt eine dicke Scheibe abschneiden.

  5. zaraposta Says:

    alles Auslegungssache, siehe hierzu auch Punkt 16 bei meinem Blog


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