Rottweil schwäbische Hauptstadt 1946?

28. März 2016

Rottweil. Vor 70 Jahren nach dem Krieg gab es hier diverse Pläne für neue Parteien, einen neuen schwäbischen Staat und eine neue Hauptstadt, z.B. Rottweil. Die Franzosen waren nicht ganz abgeneigt.

Nachdem die Wehrmacht 1940 Frankreich in sechs Wochen besetzt hatte, kamen die Franzosen mit Hilfe  der Amerikaner alle als tapfere Partisanen und kleine Napoleone 1945 zurück und besetzten unseren Landstrich bis nach Österreich. Sie holten, was sie kriegen konnten, unser zweites Gleis, aber auch viel Holz und andere Sachen, trotzdem dachten sie auch ans Regieren.

Da waren ihnen 1946 Bestrebungen neuer Parteien und Verbände gerade recht, einen anderen Staat zu gründen. So wollte der damalige Rottweiler Bürgermeister Dr. Mederle einen „Schwäbisch-Alemannischen Heimatbund“ ohne Badenser und gegen Preußen bilden, wobei man andererseits die Schwaben in Bayern und bis nach Vorarlberg ins Boot holen wollte. Dabei kam Rottweil auch als Hauptstadt des neu gedachten Staates zur Sprache.

Den Franzosen andererseits wären 25 noch kleinere Staaten lieber gewesen, jeder etwa so groß wie das Oberamt Spaichingen. Auch gegen die Kleinstadt Rottweil als Hauptstadt hätten sie sicher nix gehabt.

Man stelle sich vor, der Staatspräsident Schwabens kommt aus dem Rathaus seiner mickrigen 10.000 Seelen-Hauptstadt Rottweil in die Millionen-Metropole Paris mit ihren prachtvollen Bauten und Schlössern und wird dort von einem Lakai 3. Grades im Souterrain des Louvre empfangen, um kniend Befehle entgegenzunehmen. Welche Ehre! Das hätte den Franzosen schwer gefallen!

Besser, dass das nicht geklappt hat! In Google sind ein paar Seiten des Buches Abendland – Alpenland – Alemannien von Jürgen Klöckler über die hiesige  Nachkriegsgeschichte kopiert online, wo auch Rottweil mehrmals diesbezüglich erwähnt ist.

3 Antworten to “Rottweil schwäbische Hauptstadt 1946?”

  1. meld mich auch mal wieder Says:

    Man stelle sich vor, der Staatspräsident Schwabens waere der Schantle 😉

    Schantle wuerde jedem gruenangehauchten in den popo treten ..

  2. ewing Says:

    @ meld mich auch mal wieder

    Schantle wäre mir tausendmal lieber als Wahnfried Krätzmann!

  3. support Says:

    Schade das es nicht klappte, da wäre uns so manche osteuropäisch emigrierte Grüne erspart geblieben und zuhause in ihrem Puff geblieben…


Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: