Warum wollen Grüne Balingen-Bus?

28. April 2016

Rottweil. Die Grünen wollen eine für den Kreis Rottweil 160.000 Euro teure Buslinie Rottweil-Balingen. Warum? Erst ganz am Schluß des Bote-Artikels heute wird das klar:

Die Linie trage zu einer Verbesserung der Mobilität für Flüchtlinge im Vaihinger­hof bei und sorge für eine Entspannung der problematischen Schülertransfers von Zepfenhan und Neukirch nach Rottweil.

Geht es mehr um die Jesiden im Schafstall oder um die Schüler im Göckelmaierdorf oder um Balingen? Der restliche Kreistag wird kaum zustimmen.

Der Busverkehr in unserer Kleinstadt und im Kreis ist abgesehen vom Schülertransport eigentlich eine mittlere Katastrophe. Von morgens früh bis abends acht (da ist Schluss) sieht man immer wieder Geisterbusse durch die Gegend fahren.

Die Grünen sind ja auch für parallele Radwege überall hin? Wer steigt dann in den Bus? Wer fährt aus den Kreisdörfern nicht mit dem Auto? Und den Nowack und die Gekle-Maier hab‘ ich auch noch nie in einem Bus gesehen! Kein bekannter Grüner hier fährt Stadtbus! Witzigerweise liest man heute in einem anderen Bote-Artikel das:

Zimmern: Die zusätzlichen Busse nutzt kaum jemand
Mit dem Stadtbus vom Eschachtal nach Rottweil: Diese Möglichkeit hat an vier Samstagen und Dienstagen kaum ein Bewohner der Zimmerner Ortsteile genutzt…

Auch die Bienenköniginnen nicht! Tja?? Aber eins muss man den Grünen lassen: endlos sorgen sie für Nachrichten, kommen ins Blättle, werden zitiert und diskutiert. Und dann gewählt! So geht Politik! Aber die anderen Parteien pennen!

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5 Antworten to “Warum wollen Grüne Balingen-Bus?”

  1. Schantle Says:

    (Der Bote-Artikel. Armin Schulz war auch noch nie im Stadtbus!)

    Die Grünen-Fraktion im Gemeinderat macht sich Sorgen. Es geht um eine mögliche Regio-Buslinie zwischen Rottweil und Balingen. Die Nachbarn, die Kreisräte im Zollernalbkreis, haben dieser Linie bereits zugestimmt. Sie kommt indes nur zustande, wenn auch der Kreistag in Rottweil sein Okay gibt.

    Die Rottweiler Kreisräte tagen am kommenden Montag. Es sieht aber bislang nicht danach aus, als würden sie zustimmen. Offensichtlich hat der Verwaltungsausschuss vor Tagen in nichtöffentlicher Sitzung die Einführung dieser Linie, die den Kreisetat jährlich mit 160 000 Euro belasten würde, abgelehnt. Ebenso könnte nun auch das komplette Gremium, der Kreistag, verfahren. Dann wäre eine schnellere und direktere Verbindung zwischen den beiden Städten Balingen und Rottweil mit Haltepunkten unter anderem in Schömberg für längere Zeit vom Tisch.

    Das befürchtet auch die Grünen-Fraktion im Gemeinderat der Stadt. Unterzeichner ist neben anderen Hubert Nowack, der auch im Kreistag sitzt. Die Fraktion stellt den Antrag, der Gemeinderat der Stadt Rottweil möge beschließen, dass sich die Stadt für die Einrichtung einer Regio-Buslinie Rottweil-Balingen mit einem Beteiligungsangebot gegenüber dem Landkreis aktiv einsetzt.

    Möglicherweise kommt dieser Antrag zu spät. Denn die Rottweiler Stadträte kommen erst wieder am 1. Juni alle zusammen, die Kreisräte bereits am kommenden Montag. Dann soll das Thema abschließend behandelt werden.

    Die Linie würde eine spürbare Verbesserung im Nahverkehr mit sich bringen und die beiden Landkreise wieder stärker zusammenrücken, nachdem vor geraumer Zeit aufgrund einer geänderten Linienführung eine wichtige Busverbindung zwischen den beiden Landkreisen gekappt wurde. Zum Leidwesen einiger Pendler und Schüler, die die Realschule in Schömberg besucht hatten und sich nach einer neuen Schule umsehen mussten. Aber auch nach Rottweil mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu gelangen, ist von Zepfenhan und Neukirch aus schwieriger geworden.

    Die Grünen sehen einige Vorteile in der Regio-Buslinie: Sei sei eine echte Alternative zum Individualverkehr für Berufspendler, Schüler, Touristen und Besucher der Stadt. Der Bus stärke den Personennahverkehr im ländlichen Raum, denn er sei schnell, zuverlässig, planbar, ständig verfügbar und biete eine stündliche Verbindung.

    Der Bus würde wochentags von 5 bis 24 Uhr, am Wochenende von 7, beziehungsweise von 8 bis 24 Uhr fahren. Als Niederflurfahrzeug sei das Transportmittel barrierefrei und folglich ideal für Personen mit körperlichen Einschränkungen.

    Die Stadt profitiere von der neuen Buslinie unmittelbar durch eine attraktive Anbindung für die erwarteten Besucherströme zu den touristischen Projekten, schwärmen die Grünen-Stadträte. Neben Nowack sind dies Jochen Baumann und Ingeborg Gekle-Maier. Die Linie trage zu einer Verbesserung der Mobilität für Flüchtlinge im Vaihinger­hof bei und sorge für eine Entspannung der problematischen Schülertransfers von Zepfenhan und Neukirch nach Rottweil. Die Grünen-Stadträte schlagen eine Kostenbeteiligung vor. Nach welchem Schlüssel steht noch nicht fest. Dieser sei noch nicht abgestimmt.

  2. Bergbewohner Says:

    Auf der Vorstufenlandschaft der Schwäbischen Alb gelegen, passen die Bergdörfer landschaftlich nicht zur altehrwürdigen Reichsstadt Rottweil, das ist unbestritten. Viele der Bürger dort wollen nicht mehr zum Rottweiler Speckgürtel gehören. Das Geld geht den Bach hinunter und nicht umgekehrt. Das ist kommunale Physik. Viele Bergdörfler fühlen sich mehr zu Schömberg/Balingen hingezogen, weil gute Schulangebote und Arztpraxen nahe sind.

  3. Oskar A. Says:

    Da geb ich dem Bergbewohner vollkommen recht. Die Bergdörfer fühlen sich strukturell und wirtschaftlich eher dem Raum Schömberg/Balingen verbunden. Viele Einwohner hätten auch einer Eingemeindung nach Schömberg bzw. einer Eingliederung in den Zollernalbkreis zugestimmt, wenn das möglich gewesen wäre. Der Beamten- und Lehrerstadt Rottweil gegenüber ist man allgemein eher abgeneigt. Das sieht man aber auch in Rottweil. Als jetzt der Georgi-Markt war, gab es kaum Kunden vom Umland. Früher war das besser. Nach dem Markt ist man noch in den Mohren oder in den Goldenen Ochsen. Zudem hat die Kreisstadt allgemein keine großen Sympathiewerte mehr (Ausnahme: Schulen), ob von Zimmern, Lauffen, Deisslingen oder Villingendorf her. Woran das wohl liegt? Es hat viel mit der „reichsstädtischen“ Arroganz und Überheblichkeit der Rottweiler zu tun. Wer hier kein Regierungsrat oder Oberstudiendirektor ist, ist nicht viel wert. Ich weiß, von was ich rede, auch wenn es dem Schantle nicht passt. Aber auch die Schramberger wären lieber im Kreis VS als in RW. Die Krankenhaus-Schließung hat diese negative Entwicklung noch forciert. Noch nicht einmal eine Fusion der Volksbanken ist zustande gekommen. Muss leider mal gesagt werden. Und dann soll noch das Busangebot verbessert werden. Für wen denn??? Im Nachhinein betrachtet, wäre ein Großkreis VS doch besser gewesen.

  4. Klabautermann Says:

    Dort wo Invasoren wohnen, da ist ein Lager mit leckeren

    Dingen für die Birne.

    Und damit dies verteilt werden kann, braucht man halt

    gute Verkehrsanbindungen.

    Einfach knackig und gut.

  5. Schantle Says:

    Der Balingen-Bus wurde vom Kreistag abgelehnt wegen Kosten!


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