Schramberg: Leichen voller Schwermetall und CO2

1. Juni 2016

Kreis Rottweil. Ein Investor will in Schramberg ein Krematorium bauen und „Friedwälder“, um die Leichen zu verstreuen. Im SchwaBo  meldet sich heute dazu ein grün angestrichener „Landschaftsplaner“. Er findet, Leichenasche gehört nicht in den Wald, sie ist zu dreckig, schwermetallbelastet und verbraucht zuviel Energie beim Verbrennen! Ganz neue Aspekte! Auszug:

Was spricht aus Ihrer Sicht gegen Einäscherungen?

Umweltgründe. Denn erstens besteht der menschliche Körper bekanntlich überwiegend aus Wasser und benötigt viel fossile Energie, um in Asche verwandelt zu werden. Zweitens: Totenaschen sind schwermetallbelastet, veröffentlichten Analysen zufolge mit bis zu 4000 Milligramm allein des Schwermetalls Chrom pro Kilo. Zum Vergleich: Die Vorsorgewerte für Böden laut Bodenschutzverordnung sind bei 30 bis 100 Milligramm, je nach Art der Böden, festgeschrieben.

Woher kommt das Schwermetall?

Nach derzeitiger Kenntnislage hängt das offenbar vor allem mit dem im Kremationsofen verbauten Hochleistungsstahl zusammen. Heutige Krematorien werden bei hohen Verbrennungstemperaturen von 850 bis 1200 Grad gefahren. Um solchen Temperaturen standhalten zu können, werden hitzebeständige Chrom-Nickel-Stähle verbaut, die aber wiederum den Nachteil haben, dass bei jeder Einäscherung etwas davon abplatzt und sich in den Aschen anreichert. Eigentlich müssten die Aschen dekontaminiert werden, bevor sie auf Friedhöfen oder gar in Friedwäldern beigesetzt werden. Technisch möglich ist das und wird bei den Aschen aus Müllverbrennungsanlagen angewandt, erscheint für Totenaschen aber nicht sehr pietätvoll und wäre auch mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Sie kritisieren also die Krematorien, aber auch das Bestatten der Aschen in Wäldern?

Ja. Schlimm genug, dass mit dem Einäschern viel fossile Energien benötigt und im Ofen Schwermetalle freigesetzt werden. Aber dann noch kontaminierte Aschen in die Wälder vergraben, alles in Sulgen? Ich habe nichts gegen privatwirtschaftliche Ideen und verstehe auch, dass es interessant sein könnte, die Aschen gleich in der Nähe beizusetzen, denn es kommen ja mit der Zeit viele Tonnen zusammen. Aber wo ist denn das Gemeinwohlinteresse dabei? Die Frage sollte doch eher sein: Was können wir tun, um unnötige Umweltbelastung in Wäldern zu vermeiden? Gibt es nicht auch Bäume auf Friedhöfen? Dort sind die Böden schon vorbelastet und auch keine so sensiblen Naturbereiche wie Wälder…

Alles klar? Um fair zu sein, der Mann will selber altmodisch in einen Sarg, und ich halte von „Friedwäldern“ und Aschestreuen auch nix. Es geht bei diesem Klimbim nur um eines: Geiz ist geil! Die Erben wollen die Oma für Zweifuffzich loswerden. Aber wenn ich schon wieder diesen CO2- und Umweltkäse jetzt auch bei Leichen lese, da kann man nur noch lachen!

Vielleicht könnte man die Toten gleich in einen extra aufgestellten Container werfen und in einer Müllverbrennungsanlage entsorgen, die sind sauber. Oder wir legen die Leichen frisch in den Wald. Vielleicht kommt eine Gelbbauchunke oder ein Wolf oder bald eine Hyäne? Hauptsache Ökosiegel!

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Eine Antwort to “Schramberg: Leichen voller Schwermetall und CO2”

  1. Bergbewohner Says:

    Die Botschaft dieses paranoiden Menschenverächters an die noch Lebenden ist: als Rentner werdet ihr viel zu alt und wenn ihr tot seid, ist eurer Körper nur noch Sondermüll.


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