Heuchler Bratzler und Walter Leopold

3. Juni 2016

Rottweil. Gestern kam im heuchlerisch-pseudokritischen Bratzler-SWR ein dünnes Filmchen gegen unsere Rottweiler Hängebrücke. Kritiker waren der bekannte Clown gegen alles, Bernhard Pahlmann, der Ex-Stadtarchivar Hecht gegen alles, der  in der Lorenzgasse wohnt und seine Ruhe haben will, die Pastorin Lutz – ich will weiter pennen -, und ausgerechnet der Walter Leopold! Unmöglich, was der abläßt!

Die geplante Hängebrücke vor seiner Terrasse stört den Herrn. Aber warum? Ausgerechnet der Leopold soll bloß still sein, was Denkmalschutz und Reichsstadt Rottweil angeht. Ausgerechnet diese Familie hat es vor einigen Jahren geschafft, einen neumodischen Protzpalast direkt gegenüber dem Bockshof genehmigen zu lassen und an den Hang zu knallen.

Das heißt, jeder Einheimische und Tourist, der vom historischen Lorenzpark über den Kriegsdamm guckt, sieht eine großkotzige, neumodische Protzvilla, die alles andere als historisch aussieht. Ich weiß nicht mehr, wer damals diese unpassende Sauerei genehmigt hat – vielleicht war der Dr. Hecht auch dabei – aber ich weiß, dass es damals grosse Proteste gegen diese einmalige und eigentlich umögliche  Bausünde gab.

Wer heute im Sommer rüberguckt, sieht nicht mehr viel, die Bude ist zugewachsen. Im Winter sieht man mehr! Und jetzt kommt dieser Leopold und will keine Hängebrücke vor seiner Nase. Sei bloß still, Herr Egoist!

6 Antworten to “Heuchler Bratzler und Walter Leopold”

  1. Schantle Says:

    Leopold Protz-Villa

  2. Schantle Says:

  3. Schantle Says:

  4. Schantle Says:

    Ist das althistorisch?

  5. Schantle Says:

    Also dass die zwei Leopolds einen idyllischen mittelalterlichen Blick rüber auf den Bockshof haben, gucken seither hunderttausende Touristen rüber vom Bockshof auf eine neumodische Protzvilla, die mit Mittelalter aber auch gar nix zu tun hat:

    Und jetzt stört den Herrn eine geplante Hängebrücke! Ziehen Sie doch woanders hin, dann können wir Ihre unpassende, unhistorische Bude abreissen!

  6. Oskar A. Says:

    @ Schantle:

    Ja, vor vielen, vielen Jahren gehörte das Grundstück und eine kleine gelb verputzte Villa am Anfang der Duttenhoferstraße im Stil der fünfziger Jahre einem kinderlos verheirateten Dr. Siller, Inhaber der Rottweiler Firma Moker. Nach dem Tod und Verkauf wurde die alte Villa gnadenlos abgerissen und dann die protzige Villa von Leopold entgegen allem Denkmalschutz so erbaut, wie sie sich heute gibt. Wahrscheinlich bestanden gute Connections zu den Rottweiler Baubehörden. Leider ist im Internet nicht mehr viel darüber zu finden. Aber im Archiv des Schwabo oder des früheren „Volksfreundes“ müsste noch was zu recherchieren sein.


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