Boris Palmers Asylantenmeldung

16. Juni 2016

Region Rottweil. Diese Meldung lassen wir doch nicht untergehen. Der grüne OB Palmer von Tübingen war in einer Asylantenhalle. Das hat er dazu geschrieben:

Boris Palmer
14. Juni um 09:28 · Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland ·

„Lieber leben wir mit Bomben als hier“

Ich habe eine aufwühlende Stunde in einer Flüchtlingsunterkunft hinter mir. Die Stadt hat dem Kreis vor einem halben Jahr die Shedhalle als Notunterkunft angeboten. Damals kamen täglich 10.000 Asylbewerber, der Kreis war auf diese Hilfe dringend angewiesen. Die Kultur, die seit langem die Halle nutzt, musste weichen. Ein notwendiges Opfer.

Nun leben dort etwas mehr als 100 Menschen. Das entspricht dem von Grün-Rot geforderten Standard von 7qm pro Person, nicht den zulässigen 4,5qm. Die Unzufriedenheit mit der Unterkunft ist aber in letzter Zeit laut formuliert worden. Als Vertreter des Eigentümers habe ich mir daher heute ein Bild gemacht.

Die Unterkunft hat alle Nachteile einer Hallenunterkunft. Es gibt keine Privatsphäre. Immer sechs Menschen, nach Möglichkeit jeweils eine Familie, teilen sich einen abgetrennten Bereich ohne Decke. Die Sanitäranlagen (Container) waren aber neu, ihre Zahl ist ausreichend, es gibt zwei Gemeinschaftsräume, ein Arztzimmer. Nicht schön, aber für die vorübergehende Unterkunft während des laufenden Asylverfahrens – anerkannt ist hier niemand – annehmbar. Und bei einer Belegung von 100 Personen eine Größe, die in Deutschland bis heute üblich ist, mit der Fläche pro Person sogar über dem Schnitt. Kein Vergleich zur Unterbringung von fast 400 Personen in einer Turnhalle. Das hatten wir auch bis vor wenigen Wochen.

Als ich die Halle betrete, kommen mir zunächst nur die Männer entgegen. Denen reiche ich die Hand. In der Halle erwartet mich eine Demonstration ausschließlich von Kindern. Sie alle halten Schilder hoch, die menschenunwürdige Zustände beklagen. Die Frauen sind so weit im Hintergrund und alle verschleiert, dass sich kein Kontakt ergibt. Ich lasse mir die Einrichtung zeigen und dabei setzt sich der Tross von ca. 25 Leuten lautstark in Bewegung. Es spricht niemand deutsch oder englisch. Als zwei Dolmetscher ihre Hilfe anbieten, kommt eine Diskussion zustande.

Der Tonfall ist empört, fordernd, fast schon aggressiv. Ich erkläre, dass ich verstehe, dass niemand so auf Dauer leben möchte und wir nur um eines bitten: Zeit, die wir für die Lösung brauchen. Der Landkreis Tübingen hat so viele Flüchtlinge aufgenommen wie die gesamten USA (2500). Eine ältere Dame aus dem Unterstützerkreis sagt: „Ich verstehe die Kritik nicht. Die Halle ist doch gut. Hier sind alle sicher.“ Einer der Männer entgegnet auf dieses Argument: „Lieber leben wir mit Bomben als hier.“ Die Gruppe, die etwa ein Viertel der Flüchtlinge in der Halle ausmacht, stammt größtenteils aus Syrien und Afghanistan. Die Erwartungen sind offensichtlich fürchterlich enttäuscht, die Stimmung ist beängstigend bis depressiv.

Draußen berede ich das Erlebte mit dem Helferkreis und den täglich hier im Einsatz befindlichen Hausmeistern, die teilweise selbst vor 20 Jahren als Flüchtlinge zu uns gekommen sind. Aus dem Helferkreis höre ich Sorge, aber mehrheitlich Hoffnung. Das Engagement ist ungebrochen. Drei Viertel der Flüchtlinge seien zufrieden, eine Demonstration wie eben in meiner Gegenwart haben sie nie erlebt. In letzter Zeit habe eine dubiose Gruppe von Linksautonomen die Flüchtlinge aufgewiegelt und ihnen wohl den Eindruck gegeben, durch öffentlichen Druck könnten sie die Halle schneller verlassen. Die meisten seien dankbar.

Die Hausmeister widersprechen: „Die haben sich vorgestellt, sie bekommen hier sofort ein Haus und alles läuft von selbst. Die Erwartungshaltung ist maßlos. Dankbarkeit gibt es nicht. Und wir hatten vor 20 Jahren nichts von der Unterstützung, die es heute gibt.“ Letzte Nacht habe es wegen Streitereien wieder eine Polizeieinsatzes bedurft, um zwei war der Mitarbeiter im Bett, um sieben Uhr wieder in der Halle. Am Ende ist man sich einig, dass es beides gibt, Dankbarkeit und Undankbarkeit, nur über die Verteilung gehen die Meinungen auseinander.

Währenddessen haben sich die Frauen und Männer wieder strikt getrennt zu je einer Gruppe zusammen gefunden. Es fällt mir ungeheuer schwer, mir vorzustellen, wie wir diese Menschen in unsere Gesellschaft, unser Bildungssystem unseren Arbeitsmarkt integrieren sollen. Wenn das gelingen soll, dann ist das eine Riesenanstrengung über ein Jahrzehnt und überhaupt nur denkbar, wenn die Zahl weiterer Neuankömmlinge begrenzt bleibt. Und ganz bestimmt wird es nicht leicht, wenn auf der einen Seite die AFD vor Islamisierung des Abendlandes warnt und auf der anderen Seite linke Splittergruppen die Chance sehen, „das System“ ordentlich vorzuführen.

Nun ahne ich schon, was kommen könnte. Das schreibt ja der Palmer, der will ja nur seine Kassandra-Rufe bestätigen. Nein, das war gewiss nicht meine Absicht. Und wenn ich auch früh darauf hingewiesen habe, dass eine solche Entwicklung wahrscheinlicher ist, als die schnelle Lösung für das den Mangel an qualifizierten Handwerkern, so muss ich sagen, dass ich diese Intensität nicht annähernd erwartet hätte. Und darf man so ein Erlebnis zur Diskussion stellen? Ich meine nach wie vor, es nutzt niemandem, die Situation anders zu beschreiben, als man sie sieht. Dass sie so ernst sein kann, bedrückt mich. Ich kehre mit dem Bewusstsein zurück, dass wir weit mehr tun müssen, als wir bisher getan haben.

Link ist in diesem Artikel! Damit macht er sich bei seinen roten, deutschfeindlichen grünen Parteifreunden nicht beliebt!

18 Antworten to “Boris Palmers Asylantenmeldung”

  1. ewing Says:

    Willkommen im realen Wahnsinn!

  2. Häberle Says:

    Tja Herr Palmer, bei dem shitstormm den Sie jetzt erwartet hätten Sie wissen müssen „nichts ist gefährlicher als die Wahrheit…“

  3. Bergbewohner Says:

    Als gelernter Mathematiker sollte er nicht nur das Problem treffend beschreiben können, sondern auch eine und zwar die richtige Lösung nennen (berechnen).

  4. Zarin Katharina Says:

    Palmer ist offensichtlich noch der einzigste Realist in diesem Sauhaufen?
    Bei den Grünen ist es sonst noch nicht mal die blose Ideologie wie bei den Kommunisten. Sie haben scheinbar ausschließlich Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen an den Schalthebeln. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass es feste Voraussetzung für ein Parteibuch ist?

  5. Erzengel Says:

    Das ist erst der Anfang wartet darauf was noch auf euch zukommt konvertiert gleich zum Islam .Selbst das OLG hat bestätigt das Kinderehen mit Minderjährigen Mädchen erlaubt ist.

  6. Pegasus Says:

    Was läuft bei uns im Land ab? Es werden Bücher gedruckt die eine türkische Familie als typisch deutsche Familie beschreiben. Anscheinend sitzen überall an den Schaltstellen linke Deutschlandhasser, so auch im Goethe-Institut in Japan, die dieses Buch zum Unterricht verwenden.

    Goethe-Institut in Japan – Ist eine typisch deutsche Familie türkisch?
    Deutscher Schulunterricht in Japan vermittelt Multikulti als „deutsch“

    Eine türkische Großfamilie steht exemplarisch für „die“ deutsche Familie, und Namen wie Ahmet, Murat und Emre erscheinen wie „typisch deutsche“ Namen. So geht es aus einem „Lehrbuch“ hervor, das das Goethe-Institut für den Deutsch-Unterricht in Japan verwendet.

    Vom diesem Institut, dessen oberste Selbstauffassung eher im Bereich linken Ungeistes zu verordnen sein dürfte, sind wir ja schon einiges gewohnt, wie z. B. die Förderung des eher merkwürdigen „Schlepper- und Schleuser-Treffens“ in München im letzten Jahr. Und das bei den Veranstaltungen dieser deutschen „Kulturinstitution“ der Zeitgeist fröhliche Urständ´ feiert, pfeifen die Spatzen vom Dach. Doch das, was die Institutler in Japan von sich geben, schlägt dem (übervollen) Faß den Boden aus: Info zu einem Lehrbuch des Goethe-Institutes
    Die (folgende) Seite aus einem Lehrbuch, das offensichtlich das Üben von Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen in Deutschland zum Zweck hat, macht einfach fassungslos. Als ob es “typisch deutsch” wäre, wird da eine türkische Großfamilie vorgestellt, die offensichtlich im Ausland den Eindruck einer typisch deutschen Familie vorgaukeln soll. Echte deutsche Personen und Namen sucht man vergeblich. Hier die Seite 21 aus dem Lehrbuch: https://conservo.files.wordpress.com/2016/04/goethe.jpg
    Quelle: https://conservo.wordpress.com/2016/04/30/goethe-institut-in-japan-ist-eine-typisch-deutsche-familie-tuerkisch/

  7. was für dich Says:

    Guten Tag – Alles gut?

    Thank you Germany

    Und das Herz vom Bürgermeister erobert, gelungene Integration stellt meines Erachtens viel mehr dar.

    3300€ mal 9 mufl ergibt im Monat schlappe 29700€ quasi ein lukratives Geschäftsmodell.
    http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.messstetten-wohngruppe-waldhorn-offiziell-eroeffnet.f00f18b0-5210-47ca-b730-a1de8c10e1f9.html

  8. Klabautermann Says:

    Zuerst muss man mal fest halten, daß der Herr Palmer

    sehr realistisch ist.

    Ich kann mir auch vorstellen, daß „Linke Gutmenschen“

    die Flüchtlinge versuchen aufzuwiegeln.

    +++++

    Meine Familie kam 1954 aus der DDR nach Berlin-West.

    Lager Tempelhof!

    Eisenbetten. Drei Stück übereinander.

    Keine Privatsphäre.

    Alles unwichtig !!!

    Wir waren in Freiheit.

    Ich bin meinen Eltern heute noch dafür dankbar.

  9. Schantle Says:

    EU: Mehr als 60 Prozent der Asylbewerber in Deutschland registriert

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/zwei-von-drei-asylbewerbern-in-deutschland-registriert/

  10. PB Says:

    Meine Großmutter musste im Jahre 1945 als 14-Jährige vor der Roten Armee fliehen, als diese in Pommern brandschatzten, mordeteten und vergewaltigten.

    Meine Großmutter und Ihre Familie konnten nach Schleswig-Holstein fliehen und lebten dort in KZ-ähnlichen Baracken. Aber sie lebten!!!

    Ihre damals 76-jährige Großmutter (also meine Ur-Ur-Oma) blieb in Pommern, da sie glaubte die Sowjets würden einer alten Dame nix antun. Leider hat sie sich getäuscht.

  11. PB Says:

    User Klabautermann schrieb über die DDR…

    Es ist ja sehr traurig, dass der 17. Juni 1953 heute kein Schwein mehr zu interessieren scheint.

    Unsere Landsleute haben sich damals gegen Stalin und seine Knechte erhoben! Einige mussten Ihren Mut mit dem Leben bezahlen. Niemals sollte dies vergessen werden!

  12. Oskar A. Says:

    Es wird noch alles schlimmer werden. Die Islamgebote werden inzwischen höher bewertet als die deutschen Gesetze!!! Das Einzige, was uns (noch) geblieben ist, der Nationalstolz bei EM- und WM-Spielen. Und auch das wird bereits massiv kritisiert. Wir Deutschen werden abgeschafft. Das schaffen wir, wie Merkel sagt.

  13. Klabautermann Says:

    PB

    Mein Vater war sogar 9 Monate im Zuchthaus.

    Nach der Flucht kamen wir nach BW.

    Mein Vater war schwer gezeichnet.

    Er erntete nur Hohn und Spott.

    Wenn ich das Wort Kommunismus höre, dreht

    sich bei mir alles Magen um.

    Und ich muss feststellen, daß viele bei den Grünen

    Kommunisten waren.

    Die Grünen haben sich nur neu lackiert !!!

    Aber es bleibt : Rot und Grün = braun !!!

  14. Oskar A. Says:

    Ob grün, rot oder braun, nicht umsonst nennt man die Grünen auch Öko- und Asyl-Faschisten.

  15. YA Says:

    „Ich kehre mit dem Bewusstsein zurück, dass wir weit mehr tun müssen, als wir bisher getan haben.“ Palmer

    Palmer ist wahrscheinlich nur das Feigenblatt der Grünen und er soll mit seiner Pseudokritik Objektivität mimen. Wie sonst käme das Fazit zustande, dass „wir mehr tun müssen“? Ich traue keinem Grünen einen Funken Verstand zu!

  16. Nicht mehr mein Land Says:

    Als Tübinger und Vertrauter einer Betreuungshelferin kann ich das voll bestätigen!

    Die Erwartungshaltung ist – mir fehlen die Worte. Nein, jetzt: Unverschämt.

    In Tübingen kriegen die alles, wofür ein Deutscher bzw. hier vor Ort sesshafter Mensch erst einmal einen Antrag stellen muss: Buskarten, freien Eintritt ins Schwimmbad. inkl. Schwimmkurs. Keinen Euro müssen die neuen Herrenmenschen dafür blechen.

    Es ist zum k*tzen.

    Ich schäme mich für diese Stadt, den Kreis, das Land. Wie kann man Menschen, die illegal im Land sind – basta – auch noch hofieren?

    Ich verstehe nichts mehr.


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