Linde in Villingendorf macht endgültig zu

3. Dezember 2016

Kreis Rottweil. Die Linde in Villingendorf macht leider endgültig zu, das Rottweiler Potpourri bleibt offen. Näheres im Bote! Wir hatten die Geschichte schon einmal! Eben gerade kamen die neuen Michelin-Sterne. Wenn man auf die Landkarte guckt, sieht man, dass der Kreis Rottweil und seine Nachbarn kulinarisch eine Wüste sind!

Advertisements

16 Antworten to “Linde in Villingendorf macht endgültig zu”

  1. Oskar A. Says:

    Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ist in der Tat eine trostlose Gourmet-Wüste. Nun war der Gaiselmann auch unverschämt teuer. Nichts für Normal-Sterbliche und kleine Arbeiter und Angestellte. Bin gespannt, ob nach dem Bau der Hängebrücke wieder ein Sterne-Restaurant aufmacht. Vielleicht das Johanniterbad, die Altstadtschänke, der Pflug, das Bettlinsbad? Eher nicht. 😦

  2. Klabautermann Says:

    Nein !

    Die Linde macht nicht zu. Der Inhaber hat einen Antrag

    auf Insolvenz gestellt.

    Und der Betrieb geht weiter.

  3. Schantle Says:

    Einfach meine Links anklicken:

    Das renommierte Restaurant Linde in Villingendorf stellt zum 16. Dezember den Betrieb ein. Das bestätigte gestern Insolvenzverwalter Klaus Haischer auf Anfrage.

  4. Dorfschantle Says:

    @Oskar A.
    Niemand kann ein „Sterne-Restaurant“ einfach „aufmachen“. Die Sterne für gastronomische Leistungen werden ausschließlich auf Zeit verliehen – und zwar von den strengen Prüfern der französischen Reifenfirma Michelin. Wer deren hohe Anforderungen erfüllt, kann maximal 3 Sterne als Auszeichnung bekommen. Bereits 1 Stern von Michelin gilt in Fachkreisen als ganz besondere Auszeichnung. So einen Stern hatte über viele Jahre oder vielleicht sogar Jahrzehnte Gebhard Kercher, der inzwischen pensionierte Schramberger Hirsch-Wirt. Der Hirsch war im Kreis Rottweil der führende gastronomische Betrieb.

    Unkundige verwechseln häufig die gastronomischen Sterne von Michelin mit den Sternen der Hotel-Auszeichnung. Letztere werden allein für Ausstattungsmerkmale vergeben und haben mit der Küchenleistung überhaupt nichts zu tun.

    Schwärmt also jemand von der angeblichen 5-Sterne-Küche in einem türkischen Billig-Hotel, hat er von wirklichen gastronomischen Spitzenleistungen null Ahnung.

    Die Verwechslung der beiden Auszeichnungssysteme für Hotelausstattung und Küchenleistung kommt aber auch im Zusammenhang mit deutschen Betrieben häufig vor. Ich meine mich sogar an einen besonders krassen Verwechslungsfall im Kreis Rottweil erinnern zu können. Es war in etwa so: Ein Möchtegern-Spitzenkoch mit 3-Sterne-Hotel (3 Hotel-Sterne sind wirklich nichts Besonderes) macht sich in einem Interview mit einem Schwabo-Lehrling wichtig, indem er von einem „3-Sterne-Haus“ spricht. Im Schwabo steht dann „3-Sterne-Küche“.

    Zum Schluss noch eine persönliche Bemerkung zur „Linde“ in Villingendorf. Meines Erachtens gibt es für den wirtschaftlichen Misserfolg 2 Gründe:

    1. Die „Linde“ ist kein Hotel. Ohne die gute wirtschaftliche Basis eines Hotelbetriebs ist eine besondere Küche nur in den seltensten Fällen finanzierbar. Auch die echten Sterne-Küchen in Baiersbronn sind – betriebswirtschaftlich betrachtet – Marketinginstrumente für die angeschlossenen Hotels. Wer dort fein essen geht und sich dabei die teuere Übernachtung spart, macht einen guten Schnitt.

    2. Die „Linde“ verblasst im Vergleich mit wirklicher Spitzenküche und blieb deshalb Mittelmaß. Wer im Zusammenhang mit dem Brunch-Angebot „Nutella“ hervorheben muss, zählt definitiv nicht zur ersten Garnitur. Auch die „Kulinarischen Eindrücke“ auf der Website wirken auf Kenner eher peinlich:
    http://gaiselmanns-linde.de/sv/sv_eindruecke/index.php

    Manchmal ist weniger mehr. In diesem Sinne wünsche ich den Gaiselmanns viel Glück und Erfolg mit Ihrem „Potpourri“ in Rottweil. Ich werde diesen Laden mal testen und dann hier berichten, wenn‘s mir geschmeckt hat.

    Eine Pleite ist noch lange kein Weltuntergang, wie das folgende Beispiel zeigt:
    Clemens Baader war einst mit seinem Lokal in Donaueschingen Deutschlands jüngster Sterne-Koch. Die spätere Übernahme des elterlichen Betriebs in Heiligenberg im Bodensee-Hinterland endete nach Jahren der persönlichen Auszehrung mit einer Pleite. Das Internet erweist sich als gnadenloser Richter, der keine Schwächen duldet. Sind die Zimmer veraltet, nutzt die beste Küche nichts.
    Inzwischen ist Baader nach Donaueschingen zurückgekehrt und betreibt zusammen mit seiner Gattin den Schützen unter dem Motto „feine Wirtshaus-Küche“. Der Laden brummt, habe ich mir sagen lassen. Die Gäste stimmen mit den Füßen ab – in diesem Fall für die Baaders:
    http://www.schuetzen-donaueschingen.de/

  5. Klabautermann Says:

    Chefe Schantle hat Recht.

    Ich hatte in der Zeitung geschaut. Der Bericht war aber

    älter. Hatte ich nicht berücksichtigt.

    Bitte um Vergebung !!!

  6. Pipistrello Says:

    Gaiselmanns könnten ja hier in Vido ein nettes Kaffee aufmachen.
    Kaffeetrinken, Eis essen, fehlt hier schon lange……..

    Zum Essen gehen empfehle ich „Sonne“ in Harthausen.
    Da macht man kein Fehler.

  7. Dorfschantle Says:

    Frage an Pipistrello:
    Welchen Küchenstil pflegt denn die „Sonne“ in Harthausen aus deiner Erfahrung?
    Leider konnte ich keine Website entdecken, die darüber Aufschluss gibt.

  8. Pipistrello Says:

    Fahr einfach mal hin und probiers. Tageskarte mit schwäbischem Angebot – moderate Preise -.
    Große Speisekarte mit Angeboten: z.B, Reh, Wildschwein,
    je Jahreszeit, Spätzle, Pommes, Kartoffeln. Grüne Platte für Fleischlosesser,Fischgerichte.
    Ein Gasthaus,kein Tempel.

  9. Pipistrello Says:

    In der Linde waren Wandersleute nicht gerne gesehen, durften garnicht rein. In Harthausen kann man fröhlich einkehren und wird freundlich bedient.
    Die Villingendorfer selbst waren auch nicht unbedingt erwünscht, besonders nicht bei den alten Gaiselmännern.

  10. Dorfschantle Says:

    Okay, damit ich hier in Bezug auf die „Sonne“ qualifiziert mitschreiben kann, werde ich dieses Lokal mal testen. Soll ich vorher reservieren (was ich gewohnt bin) oder falle ich damit in Harthausen eher auf?

  11. Pipistrello Says:

    Montag/Dienstag = geschlossen. Ja, ich würde reservieren.
    Ist der Chefin sicher recht.
    HH. ist nicht hinterm Mond!!
    Großer Parkplatz vorhanden.
    Finden: in H.H. li.abbiegen Richtung Trichtingen, re. Seite.

  12. Dorfschantle Says:

    Google-Kommentar vor einem Jahr über die „Linde“ in Villingendorf:
    Julie Ganz:
    „Motorrad Fahrer klar unerwünscht. Uns wurde Bedienung verwehrt obwohl nur einen Tisch besetzt war. Die Aussage war -„jetzt ist nicht gerade günstig!“ Wir wollten nur schnell eine Kaffee vor der lange Heimfahrt. TRAURIG so was.“

    Google-Kommentar über das Café Rapp in Buchenberg:
    „Vorgestern am Freitagabend auf der Motorradtour mit Kollegen spontaner Halt und Abendessen auf der Bank vorm Restaurant. Was für ein Service! Was für ein Essen! Alles sehr, sehr gut! Wenn’s nicht so weit von zu Hause weg wäre, würden wir öfters kommen! Danke, Sie werden uns in sehr angenehmer Erinnerung bleiben!“
    Die vom Café Rapp überzeugten Motorradfahrer waren übrigens aus Erfurt.

    Das Café Rapp ist – wie der Name andeutet – mit Kaffee und köstlichen Kuchen groß geworden. Der Juniorchef, gelernter Koch, hat das Werk seiner Eltern großartig weiterentwickelt. Hinter dem Begriff Café verbirgt sich jetzt eines der besten Restaurants im weiten Umkreis. Reservierung ist unbedingt ratsam um Enttäuschungen zu vermeiden.

    Wer ein Riesen-Schnitzel zum Hammer-Preis sucht, ist hier an der falschen Adresse. Das Café Rapp bietet eine feine Küche für Genießer, die hier garantiert auch satt werden. Und was kostet es? Jeder Kneipengänger, der sich zwischendurch 2 Schnitzel in einem Sättigungslokal erspart, kann sich dann das Café Rapp leisten.

  13. Julia Says:

    @ Dorfschantle

    schön geschrieben und alles so wahr!

    Das Café Rapp bietet tatsächlich eine ansprechende und leckere Küche,ich kenne diese selbst aus mehreren Besuchen dort und kann sagen:

    Stimmt was du so schreibst!

    Zur Traube in Tonbach,Bareiss oder Sackmann schreibe ich mal was, wenn es hier interessiert oder jemand ein paar Verkostungsnotizen haben will.

    P.S.

    Wer Michelin-Sterne nicht von der Hotel-Auszeichnung/Kategorisierung unterscheiden kann,geht wohl besser in die „Donaldstuben“

    Solche Hohlbirnen wollen sich auch meist möglichst billig vollfressen,eben die Riesenschnitzel-Fraktion.Grausliche Leute solche Buden meide ich konsequent.

    Mahlzeit

  14. Dorfschantle Says:

    @ Julia
    Herzlichen Dank für dieses Kompliment mitten in der Nacht. Ich fühle mich geehrt, weil es von einer wirklich kritischen Schreiberin mit offenbar viel gastronomischer Erfahrung stammt. Selbstverständlich interessiere ich mich für deine Verkostungsnotizen über die erwähnten Küchen in Baiersbronn. Zur Einstimmung zitiere ich Jörg Sackmann, der mal in einem persönlichen Gespräch mit mir folgendes wortwörtlich sagte: „Ich wünschen mir mehr Gäste, die darauf sparen, um sich ein Menu bei uns zu leisten.“
    Mit anderen Worten: Spitzenköche wünschen sich als Gäste lieber echte Genießer als oberflächliche Protzer mit dicker Brieftasche.
    Frage am Rande:
    Warst du schon mal beim Sackmann-Brunch?

    Mit kulinarischen Grüßen
    Dorfschantle

    P.S.: Heute gibt‘s bei uns im Vakuum gegarten Rehrücken mit köstlichen Vollkorn-Dinkel-Spätzle von meiner reizenden Gattin, begleitet von einer Sauce, die ich zubereitet habe.

  15. Oskar A. Says:

    Die Gaiselmanns sind zu hochnäsig, vor allem sie. Ein Café in dieser Hand ist bei den Villingendorfern eher unerwünscht.

  16. Julia Says:

    @ Dorfschantle

    die dort abgehaltenen Themen Brunch Events kenne ich,was auch schon mehrfach zugegen.

    Ist okay,zum aufgerufenen Preis kann man sehr zufrieden sein.

    Generell ist zu den 3 bekannten Häusern in und um Baiersbronn zu sagen:

    Es gab mal deutlich bessere Zeiten,mir stößt immer die Qualität der Servicekräfte auf.

    Ein Auge Auge für den Gast ?

    Aufmerksamkeit ?

    Freundliches Auftreten ?

    Ein Blick für die jeweilige Situation ?

    Das war einmal,man merkt viele Kräfte sind unterbezahlte und nicht für die dort aufgerufenen Preise qualifiziert.

    Eine Vielzahl von Gesprächen die ich mit den dort beschäftigten Servicemitarbeitern und Köchen geführt habe,ließen mich zu diesem Schluss kommen.

    Zumal viele nur dort arbeiten um in ihrem Lebenslauf eben diese Stelle erwähnen zu können.

    Es heißt genau hinschauen,Service knallhart einfordern ( dies natürlich nur wenn man überhaupt weiß was man in solchen Häusern erwarten darf )

    Nochmal zum Sackmann

    ein gutes Restaurant unbestritten,wenn man einen guten Tag erwischt und keine Hektik herrscht -passt das dort.

    Schlecht ist die Lage an der viel befahrenen Straße direkt vor der Tür,eine Belastung Tag und vor allem Nachts!

    Der nächste Brunch:

    war heute – also vorbei!

    Jedoch am 11.12.2016 ist Advents-Brunch
    sicher bereits ausverkauft.

    Mahlzeit allerseits.


Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das: