Hans-Peter Schreijäg, AfD-Hexenjäger, Korrektur und Entschuldigung fällig!

15. Mai 2017

Rottweil. Hans-Peter Schreijäg, wann bringen Sie als Chefredakteur endlich eine gedruckte Berichtigung zur Podeswa-Hexenhammer-Rede? Sie haben noch wenige Tage vorher etwas zu Studenten über die Glaubwürdigkeit des SchwaBo daherfabuliert. Warum bringen Sie über die AfD dreckige Unwahrheiten und berichtigen diese nicht? Zur Sache:

Letzte Woche hielt der AfD-Abgeordnete Rainer Podeswa im Stuttgarter Landtag eine Rede, in der er die heutigen Maßnahmen der „Klimapolitik“ für genauso dämlich hielt wie die Hexenverbrennungen, mit denen im 15. Jahrhundert auf Klimawandel und Missernerten reagiert wurde. Wörtlich sagte er:

„Die haben damals Hunderte von Frauen verbrannt und damit das Klima gerettet. Das sind die Ergebnisse einer öko-stalinistischen, schon wahnhaften Mission, die Sie in diesem Thema verfolgen. Wir von der AfD stehen für eine Klima-, für eine Wirtschafts- und eine Gesellschaftspolitik der Vernunft.“

Jeder Volldepp kann erkennen, dass das ironisch gemeint war, aber was schreibt die gesamte Lügenpresse (Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, Badische Zeitung, Schwäbische Zeitung und auch der Bote am 12.5.2017 auf Seite 4) im Gefolge der Vollidioten bei der dpa: AfD will Frauen verbrennen! „AfD-Mann empfiehlt ‘Hexenhammer’ als Ratgeber gegen Klimawandel.“ Hier der Originalartikel aus dem Vollpfostenblatt Schwarzwälder Bote:

AfD-Mann: „Hexenhammer“ gegen Klimawandel?

Stuttgart. Überschwemmungen, Hagelkörner groß wie Eier, Hitzewellen sind keine absoluten Ausnahmen mehr. Doch wer ist schuld am Klimawandel? In einer Debatte im baden-württembergischen Landtag legte der AfD-Abgeordnete Rainer Podeswa dem Plenum eine ganz besondere Lektüre ans Herz: den „Hexenhammer“. Dieses „europäische Standardwerk“ fasse alle Methoden zusammen, mit denen im 15. Jahrhundert in Ravensburg die Klimaveränderungen bekämpft worden seien, sagte der Fraktions-Vizechef am Donnerstag in Stuttgart. „Damals wurden Hunderte Frauen verbrannt und damit das Klima gerettet.“

Nach der Aufregung um dieses Zitat betonte der Parlamentarier in einer persönlichen Erklärung, Ironie in der Politik sei ein zweischneidiges Schwert. Die Maßnahmen damals seien genauso sinnvoll gewesen wie die Mehrheit der Maßnahmen, die heute von den Grünen im Klimaschutz ergriffen würden, erläuterte er seine Aussage. Gegenüber Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) äußerte er nach einem Aufschrei in den anderen Fraktionen, er sei missverstanden worden.

Auch bei Experten sorgte das Zitat für Entrüstung. Lena Nothelfer vom Ravensburger Museum Humpis-Quartier kann kaum fassen, dass der brutale Umgang mit den Frauen damals in den heutigen Kontext des Kampfes gegen den Klimawandels gesetzt wird — ohne ihn kritisch zu kommentieren. „Man sollte heute wissen, dass die damalige Annahme eines Zusammenhangs zwischen vermeintlichem Hexenzauber und Wetteranomalien jeglicher Grundlage entbehrte“, sagte die Vizechefin des Museums, das gerade eine Ausstellung zum „Hexenwahn“ zeigt.

Vielmehr seien die Hagelunwetter, die den Menschen ein paar Jahre hintereinander Missernten beschert hatten, Vorboten einer kleinen Eiszeit gewesen. Die Frauen, meist zurückgezogen lebende Menschen ohne familiären Rückhalt, seien als Sündenböcke verbrannt worden. Der 1486 erschiene „Hexenhammer“ ist ein Handbuch für Hexenjäger aus der Feder des päpstlichen Inquisitors Heinrich Institoris. Die Schrift beschreibt fünf Merkmale der Hexerei. Sie ist Grundlage einer systematischen Hexenverfolgung und gehört zu den frauenfeindlichsten und verhängnisvollsten Büchern der Weltliteratur, wie es in der Ausstellung heißt. Die Hexenverfolgung forderte bis ins 18. Jahrhundert 40.000 bis 60.000 Todesopfer.

Landtagsfraktionen stellen sich gegen AfD

Die vier anderen Landtagsfraktionen von Grünen, CDU, SPD und FDP stellten sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen den AfD-Mann. Dessen Aussagen markierten einen neuen Tiefstand in den Beiträgen der AfD und zeigten das menschenverachtende Frauenbild der Partei. AfD-Bundeschef und Fraktionschef in Stuttgart, Jörg Meuthen, stärkte hingegen seinem Parteifreund den Rücken. Auf die Frage, ob er die Aufregung verstehe, antwortete er mit einem klaren „Nein“.

Konkrete Konsequenzen hat die Äußerung für den AfD-Abgeordneten aus dem Wahlkreis Heilbronn nicht. Nach juristischer Prüfung erteilte Parlamentspräsidentin Aras keinen Ordnungsruf. Grund: Die in den Augen viele Beobachter geschmacklose Aussage sei eine Meinungsäußerung des Abgeordneten im Rahmen seines Mandats. CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart sagte dazu: „Selbst bei breiter Toleranz für Meinungsäußerungen ist das dennoch in der parlamentarischen Auseinandersetzung eine Grenzüberschreitung.“

Wie kann die saudumme Politik so reagieren und die versammelte Lügenpresse einen solchen bodenlosen Scheißdreck schreiben? Nur weil es gegen die AfD geht!! Aber die dpa und andere Zeitungen haben sich hinterher teilweise entschuldigt. Guck da im Südkurier zum Beispiel:

Berichtigung zum „Hexenhammer“-Vergleich – das hat die dpa falsch gemacht

Der provokante Vergleich eines baden-württembergischen AfD-Politikers hat zu einer Panne bei dpa geführt. Erst hat die Nachrichtenagentur den Abgeordneten falsch verstanden, dann brauchte sie lange, um den Fehler richtigzustellen.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat am Donnerstag fälschlicherweise berichtet, der AfD-Abgeordnete Rainer Podeswa habe in einer Rede vor dem Landtag in Stuttgart den mittelalterlichen „Hexenhammer“ als probates Mittel gegen den aktuellen Klimawandel empfohlen. Das Gegenteil ist richtig: Podeswa hatte gesagt, dass im 15. Jahrhundert als Reaktion auf extreme Wetterereignisse Frauen verbrannt worden seien. Damit wollte der AfD-Mann aber keine Idee, sondern ein abschreckendes Beispiel verfehlter Maßnahmen gegen den Klimawandel liefern. Die dpa bedauert, dass sie bei der Berichterstattung über die Rede Fehler gemacht hat. Die entsprechenden Texte wurden am Donnerstagabend berichtigt.

Was war der Fehler?
Podeswas provokante Aussagen sind von dpa, die über eine Klimadebatte im baden-württembergischen Landtag berichtete, missverstanden worden. Der Politiker hatte in seiner Rede den übrigen Abgeordneten etwas „zum Nachdenken“ geben wollen, als er auf den 1486 erschienenen „Hexenhammer“ verwies und erklärte, damals seien Hunderte Frauen verbrannt worden, weil man ihnen als „Hexen“ eine Mitschuld an Klimaveränderungen gegeben habe. Dass es sich um einen Vergleich, aber keine Handlungsempfehlung handelte, hatte die dpa nicht verstanden.

Gab es weitere Fehler?
Ja, dpa hat nicht richtig und konsequent reagiert, als Zweifel an der Berichterstattung aufkamen. Nachdem die Nachrichtenagentur am Donnerstagmittag eine Meldung über Podeswas vermeintliche Empfehlung des „Hexenhammers“ verbreitet hatte, reagierte der AfD-Abgeordnete noch im Landtag in einem weiteren Wortbeitrag darauf. Er sagte am Nachmittag: „Ironie in der Politik ist ein zweischneidiges Schwert (…) ich habe heute Morgen im Plenum ausgeführt, dass vor 500 Jahren in Ravensburg Frauen verbrannt wurden als Maßnahme zum Klimaschutz und habe das im Redezusammenhang ironisch gemeint.“ Diese Maßnahmen damals seien genauso sinnvoll gewesen wie die Mehrheit der Maßnahmen, die heute von den Grünen im Klimaschutz ergriffen würden.

Zwar wurde das Statement kurz in einem weiteren längeren Bericht berücksichtigt, der kurz vor 18.00 Uhr gesendet wurde. Tatsächlich hätte aber spätestens zu diesem Zeitpunkt die gesamte Berichterstattung über die Rede berichtigt werden müssen. Dies geschah erst eine knappe Stunde später, nachdem ein dpa-Kunde auf den Ironie-Aspekt hinwies und das Redeprotokoll nochmals unter diesem Gesichtspunkt geprüft wurde.

Wäre der Fehler zu vermeiden gewesen?
Ja. Schon bei Hören der gesamten Passage hätte auffallen können, dass Podeswa Sätze keine Handlungsempfehlung sein sollte. Zudem hätte sich die Redaktion noch vehementer fragen müssen, ob es wirklich denkbar ist, dass sich im Jahr 2017 ein Landtagsabgeordneter vor dem Plenum dafür ausspricht, Frauen wieder auf den Scheiterhaufen zu bringen. In jedem Fall hätte dpa den Fehler deutlich schneller berichtigen müssen.

Was tut die dpa, um solche Fehler zu verhindern?
Die Agentur stellt kontinuierlich ihre Abläufe auf den Prüfstand und justiert ihr Regelwerk nach. Das geschieht auch in diesem Fall. Dabei ist sich die Redaktion bewusst, wie schwerwiegend derartige Fehler sind und diese geeignet sind, Vorwürfe zu befeuern, Medien würden unvollständig berichten oder gar lügen.

Andere Blätter und auch der Bote brachten aber nix. Keine Richtigstellung, keine Entschuldigung! Soll das glaubwürdig sein, Herr Schreijäg. Ihre fiese Berichterstattung erkennt man schon am unsympathischen Podeswa-Foto, das schon mindestens zwei Monate alt ist. Auch das soll die Leser beeinflussen und  Podeswa als Schreier zeigen. Und auf der nächsten Seite kommt dann die nette Mutti Merkel und Opa Kretschmann! Ihr Lügenpressler und glaubwürdig? Niemals!

Hier die unsaubere Geschichte in der JF!
Hier die Hexenjagd auf die AfD bei Lengsfeld!

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4 Antworten to “Hans-Peter Schreijäg, AfD-Hexenjäger, Korrektur und Entschuldigung fällig!”

  1. Arminius Says:

    Denen ist jedes Mittel recht um die AFD zu schädigen,auch mit unlauteren Mitteln und bewusst falsche Behauptungen,diese geistigen Tiefflieger von den Medien.

  2. Bergbewohner Says:

    Die Redaktion von t-online hat sich auch mit großer Aufmachung dafür entschuldigt, daß sie die reißerische Lüge eines dpa-Schmocks ungeprüft veröffentlicht hat. Da der Schwabo dies nicht für nötig hält, zeigt die Geringschätzung gegenüber seinen Lesern.

  3. ebbele Says:

    Lügenpresse, Hetzerpresse …
    Der „Stürmer“ war ein Scheiß dagegen.

  4. Klabautermann Says:

    Und wenn die AfD erklärt, daß nach dem Sonntag der

    nächste Tag der Montag ist, würde sie angegriffen.

    Man bläst fröhlich zum Halali.

    Schade nur, daß ihr Vollpfosten Euch ins eigene Knie

    schießt.

    Euch nimmt doch niemand mehr für voll.


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