Aus für Polizeipräsidium Tuttlingen

11. Juli 2017

Region Rottweil. Tuttlinger Polizeipräsidium entfällt, Kripo in Rottweil soll bleiben. Links:

Stuttgarter Zeitung: Tuttlingen geht leer aus!
SWR: Einigung auf 13 Präsidien!
Südkurier: Konstanz bleibt erhalten, Tuttlingen fällt weg!
Südkurier: Ravensburg kriegt Polizeipräsidium!

Das Polizeipräsidium in Tuttlingen wird zerschlagen. Ein Teil, der Zollernalbkreis, wird Reutlingen zugeordnet, ein anderer, Freudenstadt, dem neuen Präsidium Nordschwarzwald. Die Kreise Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen kommen zum Präsidium in Konstanz. Das haben die beiden Regierungsfraktionen Grüne und CDU am Dienstag beschlossen. Damit geht ein Tauziehen auch innerhalb der Fraktionen vorläufig zu Ende.
Für den Kripo-Standort in Rottweil sieht es gut aus. Beide Fraktionen haben sich für den Erhalt ausgesprochen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Regierung dem Votum folgt. Davon ist aber auszugehen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Teufel sagt unserer Zeitung gegenüber: „Des Weiteren gibt es gute Argumente für den Fortbestand der Verkehrspolizeidirektion und der Autobahnpolizei in Zimmern.“

Guck SchwaBo!

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13 Antworten to “Aus für Polizeipräsidium Tuttlingen”

  1. Stan Says:

    Alter Hut , war doch schon lange klar .

  2. Schantle Says:

    Vorsicht Rottweil!!!

    Unterdessen beschrieb ein Polizist aus dem Oberzentrum am Mittwochnachmittag die Stimmung in den beiden VS-Revieren als „abwartend und zurückhaltend“. Die Reviere seien weniger von der Neuausrichtung der Präsidien betroffen, „außer dass sie in eine neue Organisationsstruktur eingefügt werden“. Anders sehe es „bei den Kollegen der Verkehrs- und der Kriminalpolizei aus“, so weiter der Kenner der internen Vorgänge. Hier sei derzeit völlig unklar, wo diese Polizisten künftig ihr Büro hätten.

    Große Veränderungen werden vor allem bei der Kriminalpolizei erwartet. Auch, weil der aktuelle Kripo-Standort in Rottweil mit 100 Kilometer Distanz bis zum neuen Präsidiumssitz in Konstanz nach Meinung vieler zu weit entfernt sei. In Polizeikreisen wird vermutet, die Kripo könne als Ersatz für den Verlust des Präsidiumssitzes nach Tuttlingen wechseln. Andere Stimmen sagen bei der Polizei, es sei logisch, dass die Kriminalpolizei künftig ihren Sitz in Singen nehmen müsse. Dort gebe es die auffälligsten Kriminalitätsquoten im neuen Präsidiumsbezirk.

    Weiter wird dem SÜDKURIER aus gut informierten Polizeikreisen signalisiert, dass „derzeit nicht alle frei werdenden Stellen bei der Kripo neu besetzt werden können“. Dies hänge aber ausschließlich mit der offenen Frage des künftigen Sitzes zusammen, nach dem sich viele Stellenbewerber auch hinsichtlich ihres Wohnortes richten wollen.

    Südkurier

  3. Häberle Says:

    Wie bei der Gäubahn ein weiteres Beispiel wie eklatant schwach die Vertretung des oberen Neckarraumes in den Parlementen (und Regierungen!) sind. Die durchaus prominenten Abgeordneten kuschen scheinbar sobald es um die Interessen der Heimat geht. Dann lieber gleich das Direktmandat an die AfD 🙂

  4. Oskar A. Says:

    So hoch, wie zur Zeit die Kriminalität in Horb ist (erst jetzt wieder mehrere Fälle), sollte die Kripo nach Horb und das Präsidium in Tuttlingen bleiben. Der schwäbische Altkreis Horb wird nach Strich und Faden verarscht. Für Horb wäre ein Regierungsbezirkswechsel sinnvoll und ein Polizeipräsidium in Tübingen.

  5. Albertus Häberle Says:

    In den Regierungsbezirken KA/FR ist und bleibt die oberste Prämisse: Hauptsache nichts kommt ins Schwäbische, da spielen Entfernung und Kosten keine Rolle, zur Fallbesprechung fährt man dann halt 217 km von KN nach PF, von Sulz a.N. aufs Präsidium 117 km, von FDS/Horb nach PF ca. 100 km.

    Ein Reform-Murks sondergleichen.

    Das neue Präsidium PF ist zudem nur wenige Km vom bereits bestehenden Präsidium KA entfernt, wegen der räumlichen Nähe könnten die eigentlich ein und dasselbe Gebäude benutzen. Das durch badische Reformvergewaltigungen schwer gebeutelte Horb kommt erst nach einem Wechsel des Regierungsbezirkes wieder auf die Beine.

  6. Oskar A. Says:

    Weder der Schwarzwald-Baar-Kreis noch der Kreis Rottweil haben sich vehement für den Erhalt des Polizeipräsidiums in der Region eingesetzt, sondern sich eher noch als Konkurrenten für die Kriminalpolizei gesehen. So dürfte es niemanden verwundern, wenn die Kripo nach Singen kommt. Aber hinterher ist das Geschrei wie immer groß!

  7. Albertus Häberle Says:

    Natürlich kommt die Kripo nach Singen oder in eine andere badische Stadt, niemand wir doch ernsthaft glauben dass das schwäbische RW im RBezirk Freiburg hier auch nur den Hauch einer Chance hat.

    Somit wären dann in den Rbezirken KA/FR alle wichtigen Ämter in einer badischen Stadt, Schulämter sind ja auch schon alle im badischen, das für Horb a.N. zuständige Schulamt befindet sich beispielsweise direkt an der französischen Grenze in Rastatt, Anfahrzeit ca. 2 Stunden.

  8. Oskar A. Says:

    @ Albertus Häberle,
    ein gutes Beispiel ist (leider) die tödliche Auseinandersetzung im Real in Horb. Es ermitteln die Staatsanwaltschaft Rottweil und die Kriminalpolizeidirektion Rottweil. Es ist doch ein Unsinn, wir in Rottweil haben eine Staatsanwaltschaft, ein Landgericht und demnächst ein Großgefängnis und die Kripo ist dann in Singen??? Hallo, was geht da ab! Unser Broß und auch der Landrat Michel müssten sich vehementer für den Erhalt dieser Funktion bei uns einsetzen. Vielleicht hat erst so ein Irrsinn wie in Horb irgendeinen Einfluss auf die zentralörtliche und überregionale Bedeutung unserer (freien Reichs-) Stadt Rottweil (ist auch historisch bedingt). Ich kann nur hoffen, dass unsere Oberen (OB und Landrat), und wenn es sein muss, auch die Abgeordneten Stefan Teufel (außer dämlich Grinsen kann der wohl nichts?) und Volker Kauder, mehr Biss zeigen, um der zunehmenden Dezentralisierung auf den unteren Ebenen und der wachsenden Konzentration auf höherer Ebene entgegenzuwirken. Wenn die das nicht schaffen, brauchen sie sich auch bei der nächsten Fasnet in Rottweil nicht mehr zu zeigen. Und der Name Michel ist mit „s’Michele machen“ gleichzusetzen. Und Kauder soll nicht so am Jackenzipfel der Merkel hängen. Es gibt Wichtigeres zu tun. Amen!

  9. Oskar A. Says:

    Wozu benötigen wir noch Abgeordnete, die ihre Heimat verraten und verkaufen.

  10. Oskar A. Says:

    Und der Stefan Teufel ist gebürtiger Rottweiler und tut so wenig für seine Heimat. Dann doch lieber gleich AfD!

  11. Albertus Häberle Says:

    @ Oskar A.
    Das für Horb a.N. zuständige Schulamt an der französischen Grenze in Rastatt, das für Rottweil zuständige Polizeipräsidium an der Schweizer Grenze in Konstanz, man könnte die Liste des Wahnsinns hier beliebig erweitern. Das ist so unglaublich irre, man mag es kaum Glauben, der Zenit ist überschritten, die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

  12. meld mich auch mal wieder Says:


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