Bosch verkauft Werk in Göttingen und prüft Schließung in München

19. Juli 2021

RW / BRD. Bosch dünnt sein Produktionsnetz weiter aus. Der weltgrößte Automobilzulieferer durchforstet verstärkt vor allem die kleineren Standorte, die Komponenten für Verbrennungsmotoren fertigen. Das Werk in Göttingen mit 300 Beschäftigten soll jetzt an den drittgrößten chinesischen Hersteller von Batterien  verkauft werden. Zudem prüft Bosch jetzt die Schließung seines Werks im Münchener Stadtteil Berg am Laim sowie eine mögliche Produktionsverlagerung.

Dabei würden „verschiedene Szenarien geprüft“, darunter auch eine vollständige Verlagerung der Produktion nach Campinas, Hallein, Nürnberg oder Budweis. Zur Begründung verwies die Sprecherin auf den Wandel vom Verbrenner zum elektrischen Antrieb. Nähere Einzelheiten hier.  Man hört halt immer wieder Ausland und speziell China, China, China.

5 Antworten zu “Bosch verkauft Werk in Göttingen und prüft Schließung in München”

  1. Bernd Feil Says:

    Ob Bosch seine Werke in China auch schließt oder an die Chinesen verkauft?

    Machen wir uns nichts vor, die Chinesen sind in Deutschland inzwischen auf ganz großer Einkaufstour und dies nicht nur im Technologiebereich. Sie kaufen alles zusammen, was sie bekommen können. Hotels, Wohnungen, Lebensmittelhersteller und sogar Brauereien. Hinzu kommen noch unzählige Firmenbeteiligungen. Der Bundesregierung ist inzwischen unter dem strotzdummen Wirtschaftsminister Altmaier jegliche Übersicht über die chinesischen Umtriebe in Deutschland entglitten.

  2. Cavaradossi Says:

    Unsere regierenden Politiker sind wahrlich strohdumm.

  3. Wolfgang Says:

    Aus Sicht des Auslands, vor allem Chinas (das immer noch „Entwicklungshilfe“ von uns bezieht) ist Deutschland längst Dritte Welt:

    Hinzu kommen die durch Engpässe in China und steigende Rohstoffpreise weltwirtschaftlich bedingten Teuerungen und Lieferverzögerungen, die mit alarmierenden Preisanstiegen einhergehen: Kunststoffprodukte aus den USA, die seit April Monat für Monat um 6 bis 8 Prozent teurer wurden und bei denen die Lieferzeit inzwischen 70 statt zuvor acht Tagen beträgt. Holz für Dacharbeiten ist 15 bis 20 Prozent teurer, etliche Ziegel sind nicht mehr erhältlich. Viele Natursteine und Baumaterial sind nicht lieferbar. Verdoppelung der Stahlpreise alleine seit Januar. Ein normaler AV-Receiver für den Heimgebrauch kostet das Zehnfache wie im dem Dezember. OSB-Platten in den Abmessungen 2500 x 625 x 25 mm verteuerten sich innerhalb von zwei Wochen von einem Stückpreis zu 7,95 Euro auf satte € 29,95 pro Platte. Küchen-Elektrogeräte und Armaturen sind oft gar nicht mehr lieferbar. Viele Wohnmobile sind nicht erhältlich, weil den Produzenten wichtige Teile fehlen. In der Automobilindustrie mussten in den letzten Monaten immer wieder die Bänder stillstehen, weil Zuliefererprodukte nicht verfügbar waren. Etliche Kaminbauer können keine Aufträge mehr für dieses annehmen, weil sie nichts ausliefern können.
    https://www.journalistenwatch.com/2021/07/20/es-die-inflation/


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